Einblick ins Herz des afrikanischen Fußballs

Werder zu Besuch bei den Kaizer Chiefs

Auf Tuchfühlung mit dem afrikanischen Fußball: Claudio Pizarro, Sebastian Langkamp und Theodor Gebre Selassie beim Topspiel der PSL, Kaizer Chiefs gegen Mamelodi Sundowns (Foto: WERDER.DE).
Profis
Samstag, 05.01.2019 // 18:38 Uhr

Aus Johannesburg berichten Dominik Kupilas und Yannik Cischinsky

Singende Fans auf den Tribünen, tanzende Spieler beim Aufwärmen, ein beeindruckendes WM-Finalstadion: Für eine Werder-Delegation, die am Samstagnachmittag die Kaizer Chiefs bei ihrem Ligaduell mit den Mamelodi Sundowns besucht, gab es einige Überraschungen. „Das war eine wahnsinnig tolle Erfahrung“, freute sich Sebastian Langkamp, der gemeinsam mit Claudio Pizarro, Theodor Gebre Selassie, der Geschäftsführung und dem Aufsichtsratsvorsitzenden, Marco Bode, vor Ort war.

Der Innenverteidiger zeigte sich fasziniert davon, „wie der afrikanische Fußball funktioniert“ und der Spieltag zelebriert wird: „Überall läuft Musik. Auf der Straße, im Stadion, die Fans tanzen. Das ist eine ganz andere Mentalität. Und auch beim Spiel ging es rauf und runter. Es war ein total impulsives Spielgeschehen“, sagte Langkamp über den 2:1-Auswärtserfolg der Sundowns. „Der Funke ist übergesprungen.“

Austausch auf allen Ebenen: Klaus Filbry im Meeting bei den Kaizer Chiefs (Foto: W.DE).

Nahezu identisch erging es seinen Teamkollegen. Claudio Pizarro freute sich, eine völlig fremde Fankultur kennengelernt zu haben. „Die Atmosphäre ist hier richtig gut. Die Leute tanzen auf der Tribüne und wenn ich so etwas sehe, würde ich immer gerne direkt mitmachen. Das ist schon speziell hier.“

Bereits am Donnerstag hatten sich Werders Geschäftsführer mit den Verantwortlichen der Kaizer Chiefs sowie dem deutschen Cheftrainer Ernst Middendorp getroffen. Einerseits um die Rahmenbedingungen des gemeinsamen Testspiels (Sonntag, 06.01.2019, 15.30 Uhr (MEZ), live auf YouTube) zu fixieren, andererseits um sich ausführlich auszutauschen. „Wir haben eine lange Führung bekommen und uns in einem konstruktiven Meeting über Strukturen der Kaizer Chiefs unterhalten; über den athletischen Bereich, Social Media und wie der Verein in vielen weiteren Feldern aufgestellt ist. Es war ein spannender Austausch“, blickt Werders Vorsizender der Geschäftsführung, Klaus Filbry, darauf zurück.

Mit ihrem Trainingslager-Besuch in Südafrika treten die Grün-Weißen nicht nur als Botschafter der Bundesliga auf. Es sollen zugleich neue Kontakte geknüpft werden, neue Erfahrungen und Ideen mit in den Geschäftsalltag nach Bremen genommen werden. Durch die beiden Besuche bei einem der renommiertesten Teams Afrikas ist das gelungen: menschlich, kulturell und sportlich.

Im Livestream: Werder gegen die Kaizer Chiefs

Slideshow: Die Bilder vom Besuch

 

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