Das "normale" Bayern-Spiel

Florian Kohfeldt und Maximilian Eggestein sind beide gewillt, sich mit den Bayern zu messen (Foto: nordphoto).
Profis
Donnerstag, 29.11.2018 // 15:41 Uhr

Von Daniel Gerdes

Es ist eines von 34 Spielen im Saison-Kalender, es werden höchstens drei Punkte vergeben und die Abläufe in der Spielvorbereitung bleiben die gleichen. Trotzdem wird man das Gefühl nicht los, dass Spiele gegen den FC Bayern doch immer von besonderer Brisanz sind. Vor allem, wenn man die Bundesliga-Tabelle nach dem 12. Spieltag betrachtet.

„Spiele gegen Bayern sind immer eine Herausforderung. Die Vorbereitung auf die Partie läuft nicht anders ab als sonst auch, aber irgendwie ist es nicht ganz ein Spiel wie jedes andere“, so Mittelfeldmann Maximilian Eggestein über das Duell mit dem Rekordmeister auf der offiziellen Pressekonferenz (zum Nachschauen bei WERDER.TV). Die Trainingswoche verändert sich nicht, der Gegner wird nicht mehr oder minder thematisiert als die anderen 16 Bundesliga-Vereine.

Will bis zur Winterpause noch ordentlich punkten: Maximilian Eggestein (Foto: nordphoto).

„Wir wissen aber schon, dass die Bayern durchweg mit Spielern von Weltklasse-Format bestückt sind, die zu jedem Zeitpunkt eines Spiels die Entscheidung erzwingen können. Robben und Ribéry haben die Außenbahnen der Bundesliga ein Jahrzehnt lang geprägt, dazu kommen noch Kingsley Coman, der nach seiner Verletzung zurückkehrt und Serge Gnabry, der sich das Spiel gegen seinen Ex-Klub sicher nicht entgehen lassen will“, so Kohfeldts Analyse, der auch vor dem Münchener Sturmzentrum warnt: „Das Problem ist, dass in der Mitte dann noch Lewandowski und Müller stehen, die aus jeder Situation Gefahr für das gegnerische Tor entwickeln können.“

Im Kader der Grün-Weißen finden sich auch zwei in München nicht gänzlich unbekannte Gesichter wieder. Mit Claudio Pizarro hat der Chefcoach schon über das Bayern-Spiel gesprochen: „Wir haben schon über Samstag geredet. Aber vor Spielen ist Claudio häufig einer meiner Ansprechpartner, um Stimmungen und Herangehensweisen einzuschätzen.“ Und dann ist da noch Marco Friedl, vor der Saison leihweise aus München losgeeist und aktuell am nähesten dran.

Keine Frage, das Spiel gegen den amtierenden deutschen Meister wird nicht zuletzt aufgrund der Tabellensituation zu etwas Nicht-Alltäglichem, die beiden Teams trennen nur zwei Plätze und drei Punkte. Für Kruse, Harnik und Co. gilt es Konzentration, Wille und Mut auf den Rasen des Weser-Stadions zu bringen, um die Münchener vor Probleme zu stellen und bestenfalls Zähler auf das Punktekonto zu holen.