Unterschiedliche Einzigartigkeit

Claudio Pizarro ist eines der wichtigen Puzzleteile im Werderaner Mannschaftsverbund (Foto: nordphoto).
Profis
Freitag, 02.11.2018 // 16:10 Uhr

Von Daniel Gerdes

Vom mitspielenden Torwart über defensive Abräumer, vielseitige Außenverteidiger und Offensiv-Allrounder. Viele Spielertypen treffen im Kader der Werderaner aufeinander. Die Qualitäten eines jeden Spielers liegen in anderen Bereichen auf dem Platz, jeder Spieler besitzt ein Alleinstellungsmerkmal, dass ihn von anderen Spielern abhebt, so auch im Team von Cheftrainer Florian Kohfeldt.

„Es gibt Spieler mit Alleinstellungsmerkmalen im Team, die kann man nicht zu 100 Prozent ersetzen“, hebt Werders Cheftrainer die Qualitäten seiner Schützlinge hervor. Der erste Gedanke fällt dabei natürlich auf den Kapitän – Leader auf und neben dem Platz, unumstrittener Stammspieler. Attribute, die auf Max Kruse mehr als zutreffen. Hat er am Mittwochabend das Pokalspiel gegen Flensburg (zum Spielbericht) nur von der Bank verfolgen können, gibt es für ihn von seinem Trainer für das Spiel gegen die Mainzer eine Einsatzgarantie: „Für mich gilt es offensiv wie defensiv schwierige Entscheidungen in der Kaderbennenung zu treffen. Aber eines kann ich sagen: Max spielt sicher.“

Martin Harnik war mit zwei Toren maßgeblich am Pokalerfolg beteiligt (Foto: nph).

Doch nicht nur Kruse ist einer dieser Spieler, der mit ganz besonderen Qualitäten zu glänzen weiß. Der wiedergenesene Niklas Moisander hat „eine Qualität, die wir nicht Eins zu Eins ersetzen können. Seine Fähigkeiten in der Spieleröffnung und sein Entscheidungsempfinden sind große Klasse. Er weiß genau, wann er aus der Abwehrkette herausrücken muss und wann der richtige Zeitpunkt ist, den Angreifer vom Ball zu trennen“, so Kohfeldt über seinen finnischen Abwehrchef.

„Auch Martin Harnik ist mit seiner Art und Weise, wie er spielt, einzigartig. Wenn er in die tiefen Räume zieht, wird es für die Gegner immer gefährlich“, attestiert sein Chef dem Österreicher, der sich am Mittwochabend 15 Minuten nach seiner Einwechslung schon doppelt in die Torschützenliste eingetragen hatte.

Einer, der nicht nur durch seinen Status als Vereinslegende ein solches Alleinstellungsmerkmal besitzt, ist Claudio Pizarro. Der Peruaner „hat den Torjägerinstinkt. Er ist immer da, wenn du unbedingt einen Treffer brauchst. Das macht ihn so wertvoll für das Team“, betont der Übungsleiter der Grün-Weißen. Eine Kaderplatzgarantie hat Pizarro nicht, aber „mit seinen Qualitäten kann er uns in jeder Situation weiterhelfen und ist deshalb ein Spieler, den man sehr ungern nicht im Spieltagskader haben möchte.“ So oder so. Der Kader, der am Sonntag in Mainz drei Punkte holen soll, wird eins sein: ein grün-weißes Alleinstellungsmerkmal.