Doppelschicht gegen die "Hammers"

Vorbericht zum ersten Test gegen West Ham United

Wirkte auch beim letzten Spiel gegen West Ham mit: Fin Bartels (Archivfoto: nordphoto).
Vorbericht
Donnerstag, 27.07.2017 // 11:34 Uhr

Von León Küther

Langsam aber sicher rückt der Saisonstart näher. Nach vier intensiven Trainingstagen in Schneverdingen, steht am kommenden Wochenende ein Testspiel-Doppelpack für den SV Werder an. Der englische Erstligist West Ham United absolviert im nicht weit entfernten Rotenburg (Wümme) sein Trainingslager und wird den "Betway-Cup" gegen die Werderaner austragen. Die erste Begegnung findet für Zlatko Junuzovic, Max Kruse und Co. quasi direkt vor der hoteleigenen Haustür, im Schneverdinger Osterwald-Stadion, statt. Am Freitag, 28.07.2017, um 18.30 Uhr startet das erste von zwei Testspielen. Die zweite Begegnung steigt einen Tag später um 15.30 Uhr in Lohne. 

Für Werders Cheftrainer Alexander Nouri kommt der Test-Doppelpack gegen die Elf von Trainer Slaven Bilic zu einem günstigen Zeitpunkt: „Das sind zwei sehr gute Testspiele für uns. Gerade in den letzten Tagen hat West Ham durch einige interessante Verpflichtungen auf sich aufmerksam gemacht. Wir freuen uns, dass wir zum Ende der Vorbereitung gleich zwei Mal gegen einen so starken Gegner aus der Premier League spielen können.“ WERDER.TV wird die Partien aus Schneverdingen und Lohne live übertragen, WERDER.DE wird per Live-Ticker von den Begegnungen berichten. 

Mit wem sich der SV Werder auf ein Wiedersehen freuen darf, wann die beiden Teams das letzte Mal aufeinander trafen und woher West Ham grün-weiße Wände kennt, lesen Sie im Folgenden.

Wussten Sie schon, dass ...

… das letzte Aufeinandertreffen der beiden Klubs die Geburtsstunde der "Green White Wonderwall" war? Vor zwei Jahren standen sich Werder und West Ham United letztmals gegenüber. Auch damals trafen die beiden Klubs in der Vorbereitung aufeinander und trugen den „Betway-Cup“ im alten Stadion der "Hammers" aus. Während der Begegnung stimmten die mitgereisten grün-weißen Anhänger das Lied "Wonderwall" von Oasis an und die Unterstützung der Werder-Profis bekam einen Namen: Green White Wonderwall! Am Ende gewannen die Werderaner die allerletzte Partie im Bowling Ground mit 2:1 gegen die Londoner. Anthony Ujah drehte die Begegnung mit einem Doppelpack zu Gunsten des SV Werder (zum Spielbericht).

… ein ehemaliger Werderaner jetzt für die "Hammers" aufläuft? Vor wenigen Tagen haben die Londoner die Verpflichtung von Marko Arnautovic bekannt gegeben. Der Österreicher, der den SV Werder 2013 Richtung Stoke City verließ, geht ab der neuen Saison für die Londoner auf Torejagd. Für die Grün-Weißen hat der heute 28-Jährige das von 2010 bis 2013 getan. In dieser Zeit erzielte der österreichische Nationalspieler in 84 Spielen 16 Tore für den SV Werder. Am Freitag könnte es zudem zu einem österreichischen Wiedersehen kommen. Werders Kapitän Zlatko Junuzovic und Florian Kainz kennen den neuen West-Ham-Angreifer schließlich bestens aus einer gemeinsamen grün-weißen Zeit und dem ÖFB-Team.

Von 2010 bis 2013 für den SV Werder, jetzt für West Ham auf Torejagd: Marko Arnautovic (Archivfoto: nordphoto).

… der neue Sturmpartner von Marko Arnautovic keine positive Bilanz gegen den SV Werder vorzuweisen hat? Ebenfalls neu bei West Ham United ist Javier Hernandez. Der Mexikaner, der auch "Chicharito" genannt wird, ist zur neuen Saison von Bayer 04 Leverkusen zu den Londonern gewechselt und wird in der kommenden Premier-League-Saison gemeinsam mit Marko Arnautovic stürmen. Gegen den SV Werder hat "die kleine Erbse" eine negative Bilanz aufzuweisen. Von fünf Spielen gegen die Grün-Weißen gewann der Mexikaner eins, trennte sich einmal Unentschieden und verlor drei Begegnungen.

... sich die "Hammers" nicht nur offensiv, sondern auch defensiv verstärkt haben? Mit Torhüter Joe Hart, der von Manchester City für ein Jahr nach London ausgeliehen wird, und dem von City fest verpflichteten Rechtsverteidiger Pablo Zabaleta haben die "Hammers" zwei erfahrene Leute an Bord geholt, die helfen sollen, den Defensivverbund der Elf von Trainer Slaven Bilic weiter zu stabilisieren.