Auf halbem Weg

Vorbericht zum Test gegen Heerenveen in Aurich

Izet Hajrovic und die anderen Offensivakteure des SVW treffen Donnerstag auf Heerenveen (Foto: Heidmann).
Vorbericht
Mittwoch, 08.11.2017 // 17:41 Uhr

Von Yannik Cischinsky

Auf nach Aurich! Am Donnerstagabend bestreitet Werder den ersten von zwei Tests in der Länderspielpause. Gegner im ostfriesischen Aurich ist der SC Heerenveen. „Die Partie wird ein wirklicher Härtetest. Wir wollen, dass unser Offensivspiel unter großem Druck getestet wird“, erklärte Florian Kohfeldt den Plan für die 90 Minuten, die um 17 Uhr angepfiffen werden (ab 16.45 Uhr im betway Live-Ticker). WERDER.DE stellt den Gegner aus der Eredivisie kurz vor.

In Aurich treffen sich beide Teams quasi auf "halbem Weg". Der Tabellenzehnte tritt die knapp zweistündige Fahrt nach Ostfriesland wie Werder mit einigen Niederlagen im Gepäck an. Fünf der letzten sechs Pflichtspiele unter Coach Jurgen Streppel gingen verloren. Dabei waren die Friesländer unter dem 48-jährigen Trainer, der den SC seit Sommer 2016 trainiert, äußerst passabel in die Saison gestartet. Nach Siegen gegen Almelo und Eindhoven grüßten die Friesen mit dem markanten Logo nach dem 6. Spieltag von Platz zwei der Tabelle. Lediglich zwei Treffen seit Ende September verdeutlichen die Torflaute, ähnlich wie an der Weser. Bester Scorer ist der norwegische U 21-Nationalspieler Morten Thorsby.

Florian Kohfeldt möchte die Offensive der Grün-Weißen unter Druck testen (Foto: nordphoto).

Dabei ist Thorsby nur einer von drei Norwegern im Team. Der bekannteste unter ihnen ist zweifelsfrei Martin Ödegaard. Als jüngster Nationalspieler seines Heimatlandes aller Zeiten debütierte er bereits mit 15 Jahren für die A-Auswahl, wechselte mit 16 zu Real Madrid, kam als jüngster Akteur in der ruhmreichen Historie der „Königlichen“ in der Primera Division zum Einsatz. Doch seitdem stockt die Karriere des „Jahrhunderttalents“. Seit Januar dieses Jahres läuft Ödegaard für Heerenveen auf, für anderthalb Jahre wurde er in die Niederlande verliehen. Nach 27 Eredivisie-Partien steht gerade mal ein Tor auf dem Konto des Offensivmannes. Doch nachdem Ödegaard in der Vorsaison noch häufig von der Bank kam, stand er seit Saisonbeginn in jedem Pflichtspiel in der Startelf.

Seit 1993 spielt der Club aus dem 50.000 Einwohner kleinen Örtchen in der höchsten Spielklasse der Niederlande. Ein achtbarer Erfolg, doch der nächste Schritt will noch nicht so recht gelingen. In den letzten Jahren scheiterten die Heerenveener gleich mehrfach in der Qualifikation zur Europa League. Die Gruppenphase erreichte der SC zuletzt 2009/2010 - die Konsequenz aus dem größten Erfolg der Vereinsgeschichte: dem Pokalsieg 2008/2009. Damals wie heute dabei: der mittlerweile 30-jährige Stürmer Reza Ghoochannejhad. In der Zwischenzeit stand der 38-fache iranische Nationalspieler allerdings bei sieben (!) anderen Clubs unter Vertrag. Am Donnerstag wird er, wie auch Ödegaard und Thorsby, die beide für die A-Auswahl nominiert wurden, aufgrund der Länderspielperiode voraussichtlich nicht dabei sein.

Eine ausführliche Zusammenfassung der Partie gibt es hinterher auf WERDER.TV!