So soll es sein, so kann es bleiben

Der Vorbericht zum Leverkusen-Spiel

Das zwölfte ungeschlagene Heimspiel vor Augen: Der SVW trifft auf Leverkusen (Foto: nordphoto).
Profis
Donnerstag, 03.05.2018 // 15:12 Uhr

Zusammengestellt von OPTA und WERDER.DE

Nach dem Heimspiel ist vor dem Heimspiel! Der Spielplan der Bundesliga sieht vor, dass der SV Werder bereits nach sech Tagen wieder im Weser-Stadion ran darf. Für die Grün-Weißen eine positive Ansetzung, da man vor heimischer Kulisse unter Cheftrainer Florian Kohfeldt immer noch ungeschlagen ist. Nach Borussia Dortmund wartet am 33. Spieltag um 15.30 Uhr (ab 15.15 Uhr im betway Live-Ticker) mit Bayer Leverkusen die nächste Top-Mannschaft der Liga. Die letzten Aufeinandertreffen mit Anwärtern auf die Champions-League-Plätze haben aber gezeigt, dass Werder mit diesen Mannschaften absolut mithalten kann.

Die letzten Duelle: Das Hinspiel am 16. Spieltag endete nicht nach dem Geschmack von Cheftrainer Florian Kohfeldt. Die Grün-Weißen verloren in der BayArena mit 0:1 (zum Spielbericht). Lucas Alario gelang bereits in der 11. Spielminute der entscheidende Siegtreffer. Er besiegelte damit nicht nur Werders Niederlage, sondern verdarb Youngster Ole Käuper auch das Bundesliga-Debüt. Positiv war dagegen das Ergebnis am 24. Spieltag der vergangenen Saison. 1:1 hieß es nach 90 mitunter dramatischen Minuten (zum Spielbericht). Die frühe Leverkusener Führung durch Kevin Volland konnten die Werderaner kurz vor Schluss egalisieren. Claudio Pizarro traf zum Ausgleich. In der Nachspielzeit wurde es dann noch einmal hektisch: Die 6. Minute der Nachspielzeit lief als die Werkself einen Strafstoß zugesprochen bekam. Ömer Toprak versagten glücklicherweise die Nerven.

Steht nach Gelbsperre wieder zur Verfügung: Florian Kainz (Foto: nordphoto).

Die Liste vervollständigen: Woche für Woche reiht sich Verein um Verein in die Liste ein, die seit Amtsantritt von Cheftrainer Florian Kohfeldt nicht im Weser-Stadion gewinnen konnten. Mittlerweile umfasst die Aufzählung elf Bundesligisten. Zuletzt kam beim 1:1 am vergangenen Sonntag Borussia Dortmund dazu. Mit Bayer Leverkusen soll nun ein weiterer Top-Klub die Liste erweitern. Florian Kohfeldt wünscht sich daher vor allem für die Werder-Fans einen letzten Heimsieg in dieser Saison. „Wir wären dann in der Rückrunde zuhause ungeschlagen. Und es ist doch das Schönste für unsere Anhänger, wenn man ins Weser-Stadion kommt und weiß, dass die Gegner hier nichts zu holen haben“, verdeutlicht der Werder-Coach.

Leverkusens verflixter April: 2:6 gegen die Bayern im Halbfinale des DFB-Pokals, eine 0:4-Pleite in Dortmund und eine 0:1-Niederlage in der BayArena gegen den VfB Stuttgart. Für die "Werkself" lief es im April nicht rund. Dabei schien Leverkusen lange Zeit Kurs auf die direkte Qualifikation für die Champions League zu nehmen. Noch am 30. Spieltag lag die Elf von Trainer Heiko Herrlich auf dem dritten Tabellenrang. Doch nach zwei Bundesliga-Pleiten in Folge verdunkeln sich die Wolken über der Stadt am Rhein. Verspielt Leverkusen auf den letzten Metern die Königsklasse? Der Trend ist eindeutig negativ: Die Bayer-Elf scheiterte zuletzt an der schwachen Chancenverwertung. Seit Februar blieb Leverkusen in zwölf Bundesliga-Spielen siebenmal ohne eigenen Treffer. Da kommt es den Werderaner doch sehr gelegen, dass man auf eine Mannschaft trifft, die sich in der Offensive schwer tut und selbst mit Jiri Pavlenka einen Torhüter hat, der sich in absoluter Top-Form befindet.

Kein Mitleid: Bayers verflixten April wollen die Grün-Weißen in den Mai verlängern (Foto: nph).

Florian Kohfeldt zur Partie: „Bayer hat eine sehr junge Mannschaft und da kommt es immer wieder vor, dass es Ergebnisschwankungen gibt“, erkennt Kohfeldt, sagt aber auch: „Wir sprechen hier von Schwankungen auf einem sehr hohen Niveau. Leverkusen kämpft um die Champions-League-Plätze.“ Die Mannschaft von Trainer Heiko Herrlich hat enorme Qualität. „Sie zeigen eine klare Spielidee, wollen offensiv und klar spielen. Dazu haben sie Profis wie Kevin Volland, Julian Brandt oder Kai Havertz in ihren Reihen, die offensiv extrem variabel sind. Doch auch auf jeder anderen Position verfügen sie über enorme individuelle Qualität“, erklärt Kohfeldt. Doch um sich für die Königklasse zu qualifizieren, muss die "Werkself" in Bremen gewinnen. „Das wollen und werden wir verhindern“, macht der Coach der Grün-Weißen deutlich.

Zum letzten Mal: 196 Spiele, 22 Tore, 54 Vorlagen. Nun liegen die letzten 90 Minuten im heimischen Weser-Stadion vor ihm. Zlatko Junuzovic verlässt nach sechseinhalb Jahren die Hansestadt und will sich gegen Leverkusen ehrenvoll vom Osterdeich verabschieden. „Er soll den Abschied bekommen, den er verdient hat. Am besten soll er mit einem Sieg aus dem Weser-Stadion getragen werden“, wünscht sich Cheftrainer Florian Kohfeldt für die Nummer 16. In dieser Spielzeit gelangen dem Österreicher fünf Assists und zwei Treffer vor heimischer Kulisse. Zlatko Junuzovic wird sicherlich sehr darum bemüht sein, die Werder-Fans ein letztes Mal im Weser-Stadion jubeln und seinen Namen rufen zu lassen.

Der Schiedsrichter: Das Nord-West-Duell wird vom Unparteiischen Robert Hartmann geleitet. Der 38-jährige Diplom-Betriebswirt ist seit 2011 Bundesliga-Schiedsrichter und pfiff bis dato 83 Partien in der höchsten deutschen Spielklasse. Der gebürtige Ingolstädter ist in dieser Saison bereits zum dritten Mal im Weser-Stadion aktiv. Unterstützt wird Hartmann an der Seitenlinie von Christian Leicher und Markus Schüller. Als vierter Offizieller fungiert Robert Schröder. Die Position des Video-Schiedsrichters bekleiden Bastian Dankert und Rene Rohde.

Das ganze Paket: Die Begegnung könnt ihr ab 15.15 Uhr im betway Live-Ticker mitverfolgen. Zudem zeigt Sky die Partie sowohl in der Konferenz als auch im Einzelspiel live. Unmittelbar nach Abpfiff der Begegnung können sich alle Grün-Weißen das Duell mit der Werkself im re-live und die Highlights bei WERDER.TV anschauen!