Echte Hoffnung

Vorbericht zum Spiel gegen Borussia Dortmund

In Dortmund visieren die Bremer den ersten Auswärtssieg der Saison an (Foto: nordphoto).
Profis
Donnerstag, 07.12.2017 // 17:32 Uhr

Zusammengestellt von OPTA und WERDER.DE

"Spieltach ist Feiertach", so lautet der offizielle Spieltags-Slogan des Gastgebers Borussia Dortmund am Samstag um 15.30 Uhr im SIGNAL IDUNA PARK (ab 15.15 im betway Live-Ticker). Während der SV Werder nach dem zweiten Heimsieg in Folge mit einem guten Schuss Selbstbewusstsein und einer angemessenen Portion Respekt in das Ruhrgebiet reist, warten die Schwarz-Gelben nun schon sieben Bundesliga-Spielen auf einen Dreier. Nur allzu gerne würden die Bremer die Negativ-Serie der Dortmunder mit dem ersten Auswärtserfolg der Saison ausbauen und so dem Slogan der Dortmunder Folge leisten, eben nur auf Bremer Art.

Die letzten Duelle: In der letzten Spielzeit mussten die Grün-Weißen sowohl im Hin als auch im Rückspiel eine denkbar knappe Niederlage hinnehmen. Im Weser-Stadion kämpften sich die Bremer nach einem frühen 0:1-Rückstand durch Marco Reus zunächst zurück. Fin Bartels erzielte nach einer Stunde den umjubelten Ausgleich, bevor Lukas Piszczek Werders Heimniederlage mit seinem Treffer besiegelte (Highlights anschauen). In puncto Dramatik verblasst das Hinspiel jedoch regelrecht im Vergleich zum Finale der letzten Saison. Werder reiste als Überraschungsmannschaft mit riesengroßem Selbstbewusstsein ins Ruhrgebiet und netzte bereits nach sieben Minuten durch Zlatko Junuzovic ein. Kurz vor der Pause drehte der BVB die Partie zu seinem Gunsten auf 2:1. Nach dem Seitenwechsel schlugen die Grün-Weißen nochmal richtig zu. Das Duo Kruse-Bartels erzielten die erneute Führung für den SVW. Werder führte bis eine Viertelstunde in einem offenen Schlagabtausch mit 3:2. Der erste Auswärtsdreier in Dortmund nach neun verlorenen Spielen in Folge schien in greifbarer Nähe. Am Ende kam es dann doch anders: Reus in der 79. Spielminute und Goalgetter Aubameyang gar erst eine Minute vor Schluss setzten den dramatischen Schlusspunkt in einer denkwürdigen Partie (Highlights anschauen). 

Im direkten Duell: Zlatko Junuzovic und Ex-Werderaner Sokratis (Foto: nordphoto).

Kohfeldt zum anstehenden Match: „Wir freuen uns total auf dieses Spiel, diese ganz außergewöhnliche Atmosphäre. Das ist schon die ganze Woche zu spüren. Wichtig ist jetzt für uns, diese Freude in Leistungsbereitschaft umzumünzen“, gab der grün-weiße Cheftrainer auf der obligatorischen Pressekonferenz vor dem Spiel die Richtung vor, wobei Richtung als gutes Stichwort dient, um den Plan des SV Werder im Dortmunder Hexenkessel einzuleiten. „Auch gegen den BVB ist unser erster Gedanke, wie wir nach vorne spielen wollen und dann kümmern wir uns darum, wie wir diese extreme individuelle Qualität von Dortmund verteidigen wollen“, erklärte Kohfeldt die grundsätzliche Herangehensweise.

Kohfeldt zum Matchplan: „Natürlich wird die eigene Planung auch ein stückweit von der Qualität des Gegners beeinflusst. Fragestellungen sind da unter anderem: Wo wollen wir ins Eins gegen Eins gehen? Wo müssen wir das vermeiden? Oder wann laufen wir an? Dazu presst Dortmund sehr aggressiv, wodurch für uns natürlich auch Räume entstehen, das ist bei uns in dieser Woche auch ein großes Thema gewesen“. 

JUBELläum?: Wenn der Schiedsrichter am Samstag die Partie freigibt, hat ein Grün-Weißer schon ab der ersten Spielsekunde einen Grund zu feiern. Max Kruse wird dann nämlich seinen 200. Einsatz in der Beletage des deutschen Fußballs absolvieren. In den bisherigen 199 Einsätzen gelangen dem Angreifer starke 61 Treffer und jeder Werderaner wünscht sich wohl, dass auch diese Statistik in Dortmund nach oben korrigiert werden darf.

Der Schiedsrichter: Manuel Gräfe wird das Duell vor 80.000 Fans zwischen Grün-Weiß und Schwarz-Gelb leiten. Der Sportwissenschaftler aus Berlin ist bereits seit 13 Jahren Bundesliga-Schiedsrichter und pfiff insgesamt 38 Partien mit Werder Beteiligung. In 29 Spielen davon blieben die Bremer ungeschlagen. Als Linienrichter werden Robert Kempter und Markus Sinn fungieren, während Frederick Assmuth als vierter Offizieller assistiert. Guido Winkmann und Patrick Alt komplettieren das Schiedsrichtergespann in ihrer Rolle als Videoassistenten.

Nationalspieler Marco Reus wird dem BVB diesmal fehlen (Foto: nordphoto).

Zuerst die gute oder die schlechte Nachricht? Fangen wir mit der guten an. Bei Luca Caldirola besteht durchaus Hoffnung auf eine Rückkehr in den 18er-Kader. Der Italiener absolviert am Freitag die entscheidende Einheit, nach der in Abstimmung mit Trainerteam und medizinischer Abteilung entschieden wird, ob es für eine Nominierung gegen die Westfalen reicht. Auf die Dienste von Aron Jóhansson müssen die Bremer leider weiterhin verzichten. Der US-Amerikaner fällt aufgrund seiner Kniebeschwerden auch für die Partie in Dortmund aus.

Lauter lauter Werderfans: Auch in der Ruhrmetropole ist wieder Verlass auf die Bremer Anhänger. Ganz starke 8.500 Fans werden die Mannschaft nach Dortmund begleiten und dort bestmöglich unterstützen. Ob es kurzfristig noch Tickets an den Gästekassen geben wird, entscheidet sich erst Freitag.

Das ganze Paket: WERDER.DE ist für alle Grün-Weißen auf Ballhöhe! Ab 15.15 Uhr berichtet das Medien-Team mit dem betway Live-Ticker aus dem Dortmunder SIGNAL IDUNA PARK! Zudem können alle Werderaner die Partie unmittelbar nach Spielende re-live sowie ebenfalls kurz nach Abpfiff die Highlights der Begegnung bei WERDER.TV sehen!