Geduldig und überzeugend

Die Stimmen zum Pokalspiel gegen Würzburg

Haben allen Grund zum Jubeln: Maximilian Eggestein und Florian Kainz (Foto: nordphoto).
Profis
Sonntag, 13.08.2017 // 01:05 Uhr

Von Yannik Cischinsky und León Küther

Werders Cheftrainer Alexander Nouri konnte zufrieden sein. Schließlich ist dem SV Werder nach einer langen und intensiven Vorbereitung der Pflichtspielstart in die neue Saison absolut geglückt. "Ich habe ein überzeugendes Spiel meiner Mannschaft gesehen und bin sehr zufrieden", sagte der Werder-Coach im Anschluss an den 3:0-Sieg in der ersten Pokal-Hauptrunde gegen die Würzburger Kickers. Im ersten Durchgang zwar spielbestimmend, aber noch abwartend, im zweiten Spielabschnitt eiskalt vor dem gegnerischen Tor und defensiv stabil. Klar, dass die Erleichterung über den Einzug in zweite Pokalrunde groß war.

WERDER.DE fasst die Reaktionen nach dem Auftaktsieg im DFB-Pokal gegen die Würzburger Kickers zusammen.

Zum Spielverlauf:

Traf zum 3:0-Endstand: Maximilian Eggestein (Foto: nordphoto).

Maximilian Eggestein: „Wir haben in der ersten Halbzeit nicht viel zugelassen, abgesehen vom Pfostentreffer. Da war das Glück auf unserer Seite. In der zweiten Halbzeit waren wir besser eingespielt und haben die Tore gemacht. Ich selbst hätte auch noch einen zweiten Treffer machen können. Dass ich zwei Chancen in einem Spiel habe passiert nicht häufig, aber durch die Einwechslung von Bargfrede bin ich in die Offensive gerutscht.“

Max Kruse: „Wir wussten, dass Würzburg auch mit langen Bällen agiert. Deshalb war es unser Ziel, früh zu stören, um die Bälle gar nicht nah an unseren Strafraum heranzulassen. Das ist uns gut gelungen.“

Milos Veljkovic: „Wir wollten hinten absolut konzentriert bleiben, weil Würzburg nur auf einen Fehler gewartet hat. Ich würde sagen, wir haben das Spiel dominiert und absolut verdient gewonnen.“

Frank Baumann: „Wir waren konzentriert und geduldig, dafür wurden wir belohnt. Würzburg war der erwartet schwere Gegner, der uns mit einer guten Leistung alles abverlangt hat. Wir mussten alles aufbringen, um zu gewinnen. Die Mannschaft hat das gut gemacht. Es gab keine Gedanken an das, was Negatives passieren würde, wenn wir verlieren. Es herrschte lediglich einen gesunde Anspannung wie vor jedem Pflichtspiel."

Alexander Nouri: "Wir haben heute gegen einen Gegner agiert, der von Anfang an sehr tief gestanden und auf unsere Fehler gelauert hat. Das war nicht einfach und wir mussten viel Geduld beweisen. Wir hatten die Spielkontrolle über die komplette Partie inne. Im ersten Durchgang hatten wir durch Theo und Lamine schon Szenen, bei denen wir in Führung gehen können. Letztendlich war Milos' Tor heute der Knotenlöser."

Zum Einzug in die zweite Runde:

Durchgesetzt: Max Kruse und Co. sind im DFB-Pokal eine Runde weiter (Foto: nordphoto).

Milos Veljkovic: „Vor uns liegt noch viel Arbeit, aber das war ein guter Saisonstart. Es war wichtig, dass wir heute hier gewinnen.“

Jerome Gondorf: „Es sind bei einigen aus dem Team Steine vom Herzen gefallen, ich habe sie aufgesammelt. Der heutige Sieg war harte Arbeit. Deshalb freut es mich sehr, dass wir ihn uns erkämpft haben.“

Frank Baumann: „Wir müssen ja erstmal schauen, welche Vereine überhaupt noch weiterkommen. Mein Wunsch wäre ein Heimspiel gegen einen guten Gegner, wobei es sich heute dank unserer Fans nicht wie ein Auswärtsspiel angefühlt hat. Ich muss ihnen ein großes Kompliment machen. Das war schon letzte Saison der Wahnsinn und scheint so weiterzugehen. Ich hoffe auf Losglück, um den Fans mit einem Heimspiel etwas zurückgeben zu können.“

Zum Tor von Veljkovic:

Milos Veljkovic: "Natürlich wollte ich den Ball reinflanken und nicht ins Tor schießen. Ich dachte erst, der geht drüber, aber als er dann drin war, war das ein unglaubliches Gefühl. Das war ja mein erstes Tor überhaupt für Werder."

Zum Debüt von Pavlenka, Gondorf und Augustinsson:

Frank Baumann: "Alle drei haben ihre Sache gut gemacht. Jiri Pavlenka war fehlerfrei. Was es zu halten gab, hat er gehalten und zudem noch Sicherheit ausgestrahlt. Ludwig Augustinsson war defensiv nicht zu bezwingen und offensiv sehr aktiv, hat viele Flanken geschlagen. Auch Jerome Gondorf hat gute fußballerische Akzente gesetzt und viel gearbeitet."

Alexander Nouri: "Ich fand einfach insgesamt, dass wir die Aufgabe als Mannschaft sehr gut angegangen sind und verdient gewonnen haben. Da haben diese Jungs natürlich auch ihren Teil zu beigetragen. Deshalb freuen wir uns als Team, dass wir heute eine Runde weitergekommen sind."