"Uns haben die Lösungen gefehlt"

Stimmen zum Hoffenheim-Spiel

Enttäuscht vom Ergebnis zum Auftakt gegen 1899 Hoffenheim: Max Kruse (Foto: nordphoto).
Profis
Samstag, 19.08.2017 // 18:39 Uhr

Aus Sinsheim berichten Yannik Cischinsky und Leon Küther

Lange hatte es so ausgesehen, als dürften sich die Werderaner nach dem Auswärts-Auftakt bei 1899 Hoffenheim über etwas Zählbares freuen. Bis zur Minute 84 hielt die Werder-Defensive dem großen Druck der Hausherren stand. "Durch so ein Tor zu verlieren, ist natürlich extrem bitter", ärgerte sich Florian Kainz nach dem Abpfiff. Der Österreicher hatte in Durchgang eins selbst die große Chance zur Führung auf dem Fuß gehabt. "Das Tor muss ich machen, da gibt es keine Ausreden", gab er hinterher zu.

WERDER.DE hat sich unter den Werder-Akteuren umgehört und fasst die wichtigste Stimmen nach der ärgerlichen Auftaktniederlage zusammen.

Zum Spielverlauf

Unglücksrabe: Robert Bauer wurde nach dem Schlusspfiff direkt aufgemuntert (Foto: nordphoto).

Alexander Nouri: "Grundsätzlich kann man sagen, dass wir heute gegen einen starken Gegner defensiv nicht viel zugelassen haben. Hoffenheim hat viel individuelle Qualität und uns sehr gefordert. Gegen Ende des zweiten Durchgangs hätten wir unsere Umschaltsituationen noch besser ausnutzen können, um offensiv zum Zug zu kommen."

Frank Baumann: "In der ersten Hälfte haben wir gut dagegen gehalten und hatten meiner Meinung nach am Ende der ersten Halbzeit auch leichte Vorteile. In der zweiten Halbzeit war Hoffenheim dann klar überlegen. Natürlich sind wir enttäuscht, dass wir mit einer Niederlage aus diesem Spiel gehen."

Max Kruse: "Dass Hoffenheim uns defensiv fordern wird, war allen bewusst. Wir hätten in vielen Situationen noch mutiger und bissiger auftreten können. Daran müssen wir unter der Woche arbeiten und das am nächsten Wochenende besser machen."

Florian Kainz: "Klar, wir mussten heute viel Defensivarbeit verrichten und dann so zu verlieren ist deshalb natürlich bitter. Dennoch denke ich, dass es viele Ansätze gibt, auf die wir aufbauen können."

Zum Unterschied zwischen erster und zweiter Hälfte:

Maximilian Eggestein und Co. konnten offensiv nicht genug Chancen kreieren (Foto: nordphoto).

Alexander Nouri: "In den ersten 20 Minuten sind wir nicht wirklich gut ins Spiel gestartet. Gegen Mitte der ersten Halbzeit waren wir besser drin und haben gute Umschaltmomente kreiert. Im zweiten Durchgang hat uns die Entlastung gefehlt. Der Druck von Hoffenheim war enorm. Uns haben in der zweiten Halbzeit einfach die Lösungen gefehlt."

Frank Baumann: "Wir haben wir gegen einen starken Gegner, vor allem in der ersten Hälfte defensiv einen guten Job gemacht. Im zweiten Durchgang konnten wir dann leider nicht mehr richtig für Entlastung sorgen. Als Hoffenheim mit Gnabry und Kramaric nochmal zwei offensive Kräfte gebracht hat, ist bei uns etwas der Mut geschwunden offensiv selbst aktiv zu werden. Daran müssen wir arbeiten."

Robert Bauer: "Es ist nie leicht, in eine neue Saison zu starten. Ich denke, dass wir in der ersten Halbzeit gut dagegen gehalten haben und auch selber offensiv aktiv waren. Im zweiten Durchgang haben wir zu viele Schüsse zugelassen und am Ende durch dieses unglückliche Gegentor verloren."

Zum abgefälschten Gegentor

Frank Baumann: "Dass Robert den Ball in der Situation abfälscht, ist natürlich mehr als ärgerlich. Von so etwas wie einer Schuldzuweisung sind wir aber meilenweit entfernt. So etwas kann nun mal passieren."

Robert Bauer: "Ich habe in der Situation versucht den Schuss von Kramaric zu blocken. Dass der Ball von meiner Brust so abgefälscht wird, dass der genau im Winkel landet, ist natürlich wahnsinnig ärgerlich. Morgen und übermorgen werde ich wohl noch damit zu tun haben. Danach müssen wir uns aufs nächste Spiel vorbereiten."