"Viel Ballbesitz, wenig Tiefe"

Die Stimmen zum Freiburg-Spiel

War über das Ergebnis enttäuscht: Max Kruse (Foto: nordphoto)
Profis
Samstag, 17.02.2018 // 18:58 Uhr

Von Dominik Kupilas und Niklas Behrend

Ein Spiel mit wenigen Highlights lag hinter den Werder-Profis, als diese nach 90 Minuten Abnutzungskampf im Schwarzwald-Stadion ihre Einschätzungen zur Partie in der Mixed-Zone abgaben. Abgesehen vom knappen und gleichermaßen enttäuschenden Ergebnis haderten die Grün-Weißen vor allem mit der eigenen Leistung im ersten Durchgang und der fehlenden Durchschlagskraft.

WERDER.DE hat sich nach dem 0:1 unter den Akteuren umgehört und fasst die wichtigsten Aussagen des Nachmittags zusammen.

Zum Spielverlauf:

Rieb sich wie viele seiner Kollegen über 90 Minuten auf: Ludwig Augustinsson (Foto: nordphoto)

Florian Kainz: "Wir sind bitter enttäuscht, weil wir heute nicht das auf den Platz gebracht haben, was wir uns vorgenommen haben. Wir haben gewusst, was uns erwartet, hatten viel Ballbesitz, sind aber nicht in die Tiefe gekommen. In der ersten Halbzeit haben wir keine gute Leistung gezeigt, nach der Pause war es etwas besser."

Milos Veljkovic: „Die Niederlage tut weh. Wir sind nicht gut reingekommen, haben aber alles probiert gegen sehr tiefstehende Freiburger. In der ersten Halbzeit war das nicht gut, in der zweiten Halbzeit haben wir das wahre Gesicht gezeigt, Spielzüge durchgebracht und Chancen erspielt.“

Florian Kohfeldt: „Es war ein zähes Spiel. Wir haben heute verloren, weil es keine besonders gute Leistung von uns war. Die Mannschaft hat zwar alles gegeben, aber es hat der letzte Zug gefehlt. Wir haben es nicht geschafft, gegen einen kompakten, clever spielenden Gegner durchzukommen und in die Tiefe zu kommen. Niederlagen können passieren, aber über die Art und Weise stört mich."

Max Kruse: "Wir haben das heute nicht gut gemacht. In der ersten Halbzeit war das grottenschlecht. Da haben wir nicht gut gestanden und nicht gut gepresst. In der zweiten Halbzeit haben wir höher attackiert, da war es etwas besser. Aber wir haben uns kaum zwingende Chancen erspielt. Heute fühlt es sich als Rückschritt an, weil wir Freiburg nicht überholt haben und sie jetzt fünf Punkte weg sind.“

Zum Schiedsrichter:

Werder konnte die Feldüberlegenheit nicht in Tore ummünzen (Foto: nordphoto).

Florian Kohfeldt: „Natürlich gab es die eine oder andere kritische Situation, aber das darf nicht unser Thema sein. Unser Thema ist unsere Leistung."

Max Kruse: "Für mich war das ein klarer Elfmeter, den wir in der Szene, wo ich zu Boden gehe, hätten bekommen müssen. Da gibt es meiner Meinung nach keine andere Möglichkeit, die Situation zu bewerten."

Zum Nordderby:

Florian Kohfeldt: „Das Spiel heute werden wir aufarbeiten und nächste Woche im Derby von der ersten Minute voll da sein.“

Max Kruse: „Wir werden aufarbeiten, was heute alles nicht gut lief und dann werden wir nächste Woche im Derby einen wichtigen Schritt in Richtung Klassenerhalt machen.“