"Es war viel mehr drin"

Stimmen zum Spiel gegen die Bayern

Erzielte gegen die Bayern sein erstes Tor für Werder: Jerome Gondorf (Foto: nordphoto).
Profis
Sonntag, 21.01.2018 // 17:29 Uhr

Von Yannik Cischinsky und Niklas Behrend

1:0 in Führung gegangen, dann in Rückstand geraten und beim Rekordmeister wieder auf 2:2 gestellt, bevor die Münchener mit zwei weiteren Treffern die Bremer Niederlage besiegelten. Werder bot dem Tabellenführer über 90 Minuten eine Menge Paroli und steht am Ende doch mit leeren Händen da. Dementsprechend überwog in der Mixed-Zone eindeutig die Enttäuschung über die mangelnde Punkteausbeute oder wie Cheftrainer Florian Kohfeldt es formulierte. „Ein Nachmittag ohne Punkte kann kein guter gewesen sein.“

WERDER.DE fasst die Stimmen der Werderaner zusammen.

Zum Spielverlauf:

War wie alle Werderaner mit dem Ergebnis unzufrieden: Max Kruse (Foto: norphoto)

Jerome Gondorf: „Wir haben heute viel geackert und auch spielerisch eine gute Leistung gezeigt. Insgesamt sind wir mit viel Mut aufgetreten und haben uns nicht verschanzt, sondern den Bayern aktiv Probleme bereitet, aber was am Ende zählt sind die Punkte. Dass wir jetzt ohne dastehen, ist natürlich bitter und deswegen können wir auch keineswegs zufrieden sein, aber wir haben heute drei Gegentore aus der Luft bekommen und in diesen Situationen als Mannschaft nicht gut verteidigt. Dann wird es natürlich ganz schwer, auswärts gegen die Bayern was mitzunehmen.“

Max Kruse: „Gegen Bayern hilft es nichts, sich hinten rein zu stellen und zu hoffen, dass man vorne vielleicht mal trifft. Man muss aggressiv auftreten, mutig sein und Ballgewinne erzwingen. Wir haben heute über weite Strecken der Partie gut gespielt, aber den entscheidenden Momenten waren wir nicht da. Das wird von den Bayern eiskalt bestraft.“

Zlatko Junuzovic: „Die Enttäuschung ist sehr groß. Heute war viel mehr drin. Wir hatten einen klaren Plan und der ist über weite Phasen des Spiels aufgegangen. Wir haben die Bayern vor Probleme gestellt und beim 2:2 habe ich noch einmal daran geglaubt, das hier heute was geht. Leider haben wir dann zu schnell das Gegentor kassiert.“

Robert Bauer: „Der Trainer hat uns immer wieder gesagt, dass wir etwas Zählbares mitnehmen wollen, uns ermutigt. Wir haben daran geglaubt und das hat man auf dem Platz gesehen. Schade, dass es am Ende nicht zu einem Punktgewinn gereicht hat.“

Thomas Delaney: „Ich denke, wir haben heute sehr mutig gespielt und einen ordentlichen Job gemacht. Wir hatten einige Chancen, nicht viele, aber doch eine gewisse Anzahl. Am Ende hat Bayern natürlich auch eine hohe individuelle Klasse, die sie dann ausgespielt haben.“

Florian Kohfeldt: „Wir haben heute gegen Bayern München spielerische Lösungen gefunden und dahingehend unseren Plan in manchen Phasen wirklich beeindruckend umgesetzt, das war gut. Aber wir müssen schon kritisch über die Gegentore sprechen. Wir haben uns vier Stück gefangen und das hat Gründe. Neben der individuellen Klasse der Bayern hat da auch die Aufmerksamkeit gefehlt. Dazu war es natürlich bitter, dass wir kurz vor der Pause den Ausgleich bekommen haben. Mit einer Führung in die Pause zu gehen wäre schon wichtig gewesen.“

Zur Punkt-Leistungsschere:

Max Kruse: „Es spielt keine Rolle, ob du 2:4 oder 0:6 verlierst und ob du gut gespielt hast, interessiert morgen auch keinen mehr. Wir hatten uns fest vorgenommen, etwas mitzunehmen. Das ist uns nicht gelungen, da nützt uns auch eine gute Leistung nichts.“

Zlatko Junuzovic: „Mit dieser Leistung hätten wir mehr verdient gehabt, aber die Bayern haben in einzelnen Aktionen die individuelle Klasse gezeigt.“

Florian Kohfeldt: „Ohne Punkte war es kein guter Nachmittag. Es ist schön, wenn die Leute sagen, wir haben gut gespielt, aber wir können nur mit Punkten zufrieden sein. Heute können wir nicht auf dem Ergebnis, sondern auf der Art und Weise aufbauen.“

Zum Tor von Jerome Gondorf:

Trotz zwei Auswärtstoren reichte es für Grün-Weiß nicht zu einem Punktgewinn (Foto: nordphoto).

Zlatko Junuzovic: „Jeder hat sich für ihn gefreut. Er zeigt Leistung im Training und gibt immer Vollgas. Er hat sich diesen Startelfeinsatz und auch das Tor verdient.“

Florian Kohfeldt: „Ich habe mich sehr für ihn gefreut. Er ist ein gutes Beispiel dafür, dass man für harte Arbeit belohnt wird. Er hat sich mit aller Macht im Training und wenn er von der Bank kam, in die Startelf gespielt und hat das heute mit seiner Leistung, auch abgesehen von dem Tor, gerechtfertigt.“

Zum nächsten Spiel gegen Hertha:

Jerome Gondorf: „Wir haben ein Heimspiel, haben eine riesige Rückendeckung zuhause. Dazu werden wir auch da wieder alles reinhauen und mit viel Mut auftreten, deswegen blicke ich sehr optimistisch auf die Partie. Vorher werden wir im Training noch intensiv aufarbeiten, was heute nicht gut gelaufen ist.“

Florian Kohfeldt: „Wir haben uns diese Woche total auf die Bayern fokussiert. Gleich im Flieger und ganz sicher ab morgen richten wir den Blick auf das Heimspiel gegen Berlin.“

Zur Tabellensituation:

Max Kruse: „Wir haben 15 Spiele vor der Brust. Jedes davon ist für uns ein wichtiges Spiel, in dem wir Punkte holen können. Nur das zählt.“

Thomas Delaney: „Wir sind jetzt punktetechnisch ein bisschen hinten dran. So wird jedes Spiel noch wichtiger. Es ist für uns ganz maßgeblich, nächste Woche gegen Hertha zu gewinnen.“

 

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