"Ihr macht den Unterschied"

Die Stimmen zum Leverkusen-Spiel

Klare Botschaft der Mannschaft an die Fans (Foto: Heidmann).
Profis
Samstag, 05.05.2018 // 20:04 Uhr

Von Dominik Kupilas und Max Brosta

Nach dem Spiel hielt die Mannschaft ein Banner hoch. Darauf stand in großen Lettern geschrieben „Danke. Ihr macht den Unterschied.“ Eine Botschaft an die Werder-Fans, die das Weser-Stadion im perfekten Zusammenspiel mit dem Team wieder zu einer Festung gemacht haben. Zwölf Liga-Spiele in Serie und somit die gesamte Rückrunde blieben die Grün-Weißen im eigenen Stadion ohne Niederlage. „Das passt perfekt. Es war über die Jahre so, dass unsere Fans außergewöhnlich waren“, ordnete Zlatko Junuzovic ein, der zuvor sein letztes Spiel im Weser-Stadion bestritten hat.

WERDER.DE fasst alle Stimmen zu der mitreißenden Partie  im Weser-Stadion zusammen. 

Zum Spielverlauf:

Am Ende kommen die Grün-Weißen nicht über ein torloses Unentschieden hinaus (Foto: nordphoto).

Florian Kohfeldt: „Das war heute kein Spiel für die Zuschauer. Es war ein Tag, an dem nicht viel ging und die Bälle versprungen sind. Aber dann ist es auch eine Qualität, den einen Punkt gegen so ein Top-Team mitzunehmen. Beide Teams haben heute intensiv verteidigt, deshalb bin ich nicht komplett unzufrieden. Mit der Offensiv-Leistung können wir heute nicht zufrieden sein, aber die Defensive und die kämpferische Einstellung waren top.“

Sebastian Langkamp: „Es war ein versöhnliches Ergebnis gegen eine starke Leverkusener Mannschaft. Dennoch war das Spiel alles andere als ein ansehnliches. Beiden Mannschaften ist heute nicht viel gelungen. Es ist am Ende der Saison immer ein bisschen komisch, wenn es um Nichts mehr geht. Man merkt, dass die Kräfte schwinden. Das hat man gerade heute oft gesehen: Wir hatten viele Abspielfehler. Dennoch sind wir mit dem Punkt zufrieden.“

Maximilian Eggestein: „Wir haben zwar nicht gewonnen, aber wir haben gegen einen großen Gegner einen Punkt geholt. Man muss dabei bedenken, dass Leverkusen um die Champions League kämpft. Sie haben enorme individuelle Qualität, sodass wir mit dem Remis leben müssen. Dennoch ist unser Anspruch immer, gewinnen zu wollen, was uns heute leider nicht gelungen ist. Aber insgesamt war es kein gutes Spiel mit sehr wenigen Torchancen.“

Thomas Delaney: „Wir waren heute nicht wach genug, waren immer einen Schritt zu spät und haben viele Fehler gemacht. Aber mit dem 0:0 gegen einen Top-Gegner können wir zufrieden sein. Leverkusen spielt immerhin um die Champions League. Ich hätte es trotzdem gerne gesehen, dass wir besser spielen.“

Zlatko Junuzovic: „Es war ein intensives Spiel. Leverkusen hat sehr variabel gespielt, häufig die Positionen gewechselt und immer wieder die Tiefe gesucht. Dadurch haben sie uns das Leben schwer gemacht. Wir hatten in der Offensive zu wenig Durchschlagskraft und konnten uns keine eindeutigen Chancen erspielen.“

Zum Ausbau der Heimserie:

Scheut gegen Leverkusen keinen Zweikampf: Maximilian Eggestein (Foto: nordphoto).

Zlatko Junuzovic: „Wir haben es geschafft, die Heimserie auszubauen und die gesamte Rückrunde ungeschlagen zu sein. Das bedeutet den Fans sehr viel, sie haben sehr viel dazu beigetragen. Das Gesamtpaket macht es hier für den Gegner schwierig.“

Florian Kohfeldt: „Es war ein großes Ziel von uns, die Rückrunde ohne Niederlage im Weser-Stadion zu Ende zu bringen. Der Gesamtablauf bei Heimspielen ist besonders. Wir wohnen hier in einem Hotel mitten in der Stadt, fahren durch die Fans zum Stadion, werden super empfangen. Und die Fans haben ein super Gespür, tragen dich auch über Phasen, die nicht so gut laufen. Die Fans sind ein entscheidender Grund für diese Serie.“

Sebastian Langkamp: „Unser Ziel war es heute, mindestens einen Punkt zu holen, damit die Festung Weser-Stadion bestehen bleibt. Das ist uns gelungen und auf diese Heimserie sind wir auch sehr stolz. Die Fans machen hier Zuhause den Unterschied, weil sie uns wahnsinnig unterstützen, ihr Bestes geben und dafür sorgen, dass das Weser-Stadion zu einer Festung geworden ist.“

Thomas Delaney: „Wir haben eine enorme Serie im Weser-Stadion hingelegt. Auch deswegen haben wir mit dem Abstieg nichts mehr zu tun. Es ist ein schönes Gefühl, dass wir das komplette halbe Jahr nun nicht Zuhause verloren haben. Wenn wir zwei Stunden vor Spielbeginn hier ankommen, kommt diese ganz besondere Atmosphäre bei uns an, die natürlich auch die Gegner spüren. Doch diese enorme Heimstärke müssen wir auch auf die Auswärtsspiele übertragen.“

Maximilian Eggestein: „Die Werder-Fans sorgen in dieser Saison einfach für 34 Heimspiele. Das ist großartig. Durch sie konnten wir eine solche Heimserie hinlegen.“

Zum Abschied von Zlatko Junuzovic:

Gänsehautmoment: Zlatko Junuzovic verlässt unter Applaus das Feld (Foto: nordphoto).

Theodor Gebre Selassie: „Zlatko wird mir fehlen. Noch fühlt es sich nicht real an, aber wenn er dann nach der Sommerpause nicht mehr da ist, wird es schon komisch sein. Aber so ist Fußball. Er spielt dann zwar woanders, aber wir sind hier zu besten Freunden geworden und werden auch weiterhin engen Kontakt halten.“

Sebastian Langkamp: „Es hat mich sehr gefreut Zlatko Junuzovic in den letzten vier Monaten kennenzulernen. Sein Abgang ist natürlich sehr traurig, aber wir müssen seine Entscheidung respektieren. Dennoch ist Juno ein Stück weit Werder Bremen.“

Maximilian Eggestein: „Es war natürlich ein trauriger Moment. Zlatko Junuzovic hat den Verein sehr geprägt. Ich kann mich noch eine meine erste Saison erinnern, als er gefühlte 20 Vorlagen gegeben und Freistöße am Fließband verwandelt hat.“

Zum letzen Spiel gegen Mainz 05:

Florian Kohfeldt: „Diese Saison war ein Kraftakt. Deshalb bekommen die Spieler jetzt zwei Tage frei, danach werden wir uns sehr komprimiert, aber vor allem fokussiert auf das Spiel vorbereiten. Ich freue mich auf dieses Spiel und wir wollen auch da unbedingt gewinnen.“

Maximilian Eggestein: „Sowohl wir als auch Mainz haben mit dem Abstieg nichts mehr zu tun. Im letzten Spiel, dass wir nun noch vor der Brust haben, wollen wir unbedingt gewinnen, um dann mit einem guten Gefühl aus der Saison zu gehen. Dann wollen wir mit diesem Gefühl in die Sommervorbereitung starten und alles dafür geben, einen guten Start in die neue Saison hinzulegen. Wir wollen auf gar keinen Fall wie in den vergangenen Jahren direkt zu Beginn der neuen Spielzeit in einen Negativstrudel hereingeraten.“

Thomas Delaney: „Wir werden in der nächsten Woche hart arbeiten, damit wir die Saison positiv abschließen. Wir wollen gegen Mainz gewinnen, um mit einem guten Gefühl in den Urlaub zu gehen.“

Zur Verletzung von Florian Kainz:

Florian Kohfeldt: „Er hat im Spiel zweimal einen Schlag auf die selbe Stelle bekommen. Auf dem Weg in die Kabine ging es noch, aber als er sich hingesetzt hat, hat der Muskel zugemacht. Deswegen mussten wir ihn auswechseln. Nun müssen wir abwarten wie es sich entwickelt."