"Nicht an der Leistungsgrenze"

Die Stimmen zur Niederlage im Hannover-Spiel

Am Ende hat es für Werder nicht gereicht. Die Siegesserie ist in Hannover gerissen (Foto: nordphoto).
Profis
Samstag, 07.04.2018 // 00:21 Uhr

Von Dominik Kupilas, Yannik Cischinsky und Max Brosta

Der Anschlusstreffer hauchte den Grün-Weißen am Freitagabend noch einmal Leben ein, aber er kam zu spät. Die erste Halbzeit hatten die Grün-Weißen gegen Hannover 96 komplett verschlafen, darüber gab es unter den Protagonisten im Werder-Trikot keine zwei Meinungen. Trotz Chancenplus, trotz großen Möglichkeiten kurz vor dem Schlusspfiff ging der SVW als Verlierer vom Platz – nicht unverdient.

WERDER.DE fasst wie gewohnt die Stimmen der Partie zusammen:

Zum Spielverlauf:

Max Kruse zeigte sich mit der Leistung gegen Hannover 96 unzufrieden (Foto: nordphoto).

Theodor Gebre Selassie: „Wir waren in der ersten Halbzeit einfach nicht gut. Wir haben die zweiten Bälle nicht bekommen, vorne keine Bälle gehalten und hinten viele Probleme gehabt. Nach der Pause waren wir besser, aber letztendlich nicht gut genug. Am Ende hatten wir sogar noch Chancen zu gewinnen, aber wir haben verdient verloren. Es war eher unsere schlechtere Performance als die gute Leistung von Hannover. Die Niederlage haben wir einzig und allein uns zuzuschreiben.“

Zlatko Junuzovic: „Wir waren nicht präsent wie in den letzten Partien und sind zu spät aufgewacht. Wir haben Hannover zu viel Platz überlassen und sind häufig hinterhergelaufen. Wenn es spielerisch nicht läuft, müssen wir den Schalter umlegen und über Elemente wie Zweikampf und Laufbereitschaft ins Spiel finden. Wir müssen ja nicht in jedem Spiel glänzen. Nach dem Anschlusstreffer haben wir noch mal alles probiert, um das Ruder rumzureißen.“

Florian Kohfeldt: „Wir waren heute nicht auf den Punkt da, es hat nicht viel zusammengepasst zu Beginn. In diesem Fall muss man über Stabilität und Sicherheit ins Spiel finden, aber da waren wir nicht clever genug. Gegen den Ball waren wir nicht giftig genug, in den eigenen Aktionen nicht klar genug. Wir sind nicht an unsere Leistungsgrenze gegangen“

Sebastian Langkamp: „Wir hätten zumindest in der zweiten Halbzeit den Ausgleich oder sogar einen Sieg verdient gehabt. Aber 96 war einfach gnadenlos effektiv in der ersten Halbzeit und wir haben unsere Möglichkeiten nicht genutzt. Meine Chance kurz vor Schluss war da nochmal das I-Tüpfelchen."

Maximilian Eggestein: „Wir müssen in der ersten Hälfte nicht zwingend 2:0 hinten liegen, aber Hannover macht aus zwei Chancen zwei Tore. Im zweiten Durchgang hat dann die Leistung gestimmt, wir waren besser im Spiel, aber haben es zuvor verspielt, weil wir in der ersten Halbzeit nicht das auf den Platz gebracht haben, was wir uns vorgenommen hatten."

Max Kruse: „Wir haben heute nicht das umgesetzt, was wir in den letzten Wochen gezeigt haben. Jeder von uns war immer einen Schritt zu spät und wir haben die Räume nicht richtig zugestellt. Dann laden wir 96 auch noch zu den Toren ein. Gerade in der Situation, in der Hannover momentan steckt, darf uns das nicht passieren. Wir haben die erste Halbzeit völlig verschlafen, dann ist es schwer zurückzukommen. Zudem müssen wir selber die Tore machen. Die Möglichkeiten waren da, aber nach so einer ersten Halbzeit ist die Niederlage nur logisch."

Zum Ende der Siegesserie:

Auch Theodor Gebre Selassie konnte die Niederlage nicht verhindern (Foto: nordphoto).

Milos Veljkovic: „Wir müssen weiter vorsichtig sein. Die Teams unten in der Tabelle schlafen nicht. Wir müssen punkten, aber wenn wir spielerisch so auftreten wie in den letzten Wochen, mache ich mir keine Sorgen.“

Zlatko Junuzovic: „Die heutige Niederlage war ein kleiner Dämpfer, der noch mal den Fokus auf die letzten Spiele geschärft hat. Jeder von uns muss vor Augen haben, dass wir auch in den letzten Spielen mit voller Kraft agieren müssen.“

Florian Kohfeldt: „Morgen könnten es nur noch sieben Punkte auf den Relegationsplatz sein und wir haben ein taffes Restprogramm. Wir tun gut daran, nicht nachzulassen. Wir sind nach wie vor nicht endgültig durch.“

Max Kruse: „Klar war das heute ein Rückschlag für uns, aber wir werden weitermachen und es in den nächsten Spielen wieder besser machen. Die Art und Weise, wie wir heute gespielt haben, reicht in der Bundesliga nicht aus. In den nächsten Wochen wird uns das nicht nochmal passieren."

Frank Baumann: „Insgesamt war das heute viel zu wenig. Spielerisch war es eine der schlechteren Leistungen von uns. Aber das gehört im Abstiegskampf dazu und davon werden wir uns nicht verunsichern lassen. Wichtig ist, dass wir aus diesem Spiel lernen und die Fehler vermeiden, was uns heute nicht gelungen ist.Der Klassenerhalt ist noch nicht unter Dach und Fach. Es gibt keinen Grund sich in Sicherheit zu wägen, aber wir dürfen uns auch nicht verrückt machen lassen. Jetzt haben wir eine lange Woche vor uns, in der wir uns sehr gut auf den kommenden Gegner RB Leipzig vorbereiten werden."

Zu den personellen Umstellungen:

Milos Veljkovic: „Niklas und Ludde sind wichtige Spieler, aber wir haben in den letzten Wochen immer wieder gezeigt, dass wir diese Ausfälle auffangen können. Heute haben wir als Team die erste Halbzeit verschlafen, da brauchen wir einzelnen Spielern keinen Vorwurf machen.“

Zlatko Junuzovic: „Die beiden haben das ordentlich gemacht, ich mache ihnen keinen Vorwurf. Hannover macht das auch schick, zum Beispiel beim ersten Tor durch Harnik. Da kann man wenig ausrichten.“

Frank Baumann: „Es lag nicht an der Rotation in der Defensive, dass wir verloren haben. Das war nicht der ausschlaggebende Grund."

Zur Rolle von Junuzovic:

Zlatko Junuzovic: "Ich konnte in dieser Woche aufgrund von Rückenproblemen erst zum Abschlusstraining gestern einsteigen. Es war mit dem Trainer besprochen, dass ich heute von der Bank komme. Jeder weiß, dass ich immer hundert Prozent gebe, egal in welcher Rolle. Als Kapitän habe ich auch außerhalb des Platzes meine Pflichten."

Florian Kohfeldt: "Es war ein Risiko, ihn zur Halbzeit zu bringen, weil er nicht bei hundert Prozent war. Wir sind im Kader qualitativ so gut besetzt, dass wir das affangen können. Als er reingekommen ist, hat er das sehr gut gemacht, hat Räume gerissen und für Belebung gesorgt."

 

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