Die Balancespieler

Eggestein, Bargfrede und Delaney

Maximilian Eggestein und Philipp Bargfrede bilden mit Thomas Delaney das Zentrum von Werder (Foto: nph).
Profis
Donnerstag, 30.11.2017 // 16:31 Uhr

Von Yannik Cischinsky

Diese drei sind momentan das Herzstück des Werder-Spiels. Sie pumpen Ideen in den grün-weißen Kreislauf, versorgen ihn mit einer stabilen Frequenz. Maximilian Eggestein, Philipp Bargfrede und Thomas Delaney bilden Werders Zentrum. Sowohl für Offensive als auch Defensive ist das Trio von zentraler Bedeutung. „Sie haben eine hohe Verantwortung“, erklärt Cheftrainer Florian Kohfeldt die Rolle seines Mittelfelddreiecks, dem er in allen drei Partien unter seiner Führng das Vertrauen schenkte. 

Defensiv geht es für Eggestein und Co. in erster Linie um Stabilität. Ziel sei es, „wechselseitig Druck auf den Ball zu bekommen, ohne die eigene Absicherung aufzugeben“. Offensiv sollen vor allem Delaney und Eggestein, die zuletzt in doppelter Ausführung die Position des 'Achters' ausfüllten, „Läufe hinter die Kette machen, mutig in die Zwischenräume und auch den gegnerischen Strafraum gehen und sich anbieten“, so der Werder-Coach.

Werders 'Achter': Thomas Delaney und Maximilian Eggestein im Training (Foto: nordphoto).

Fügt man die komplexen Aufgabenbereiche des Dreiergespanns zusammen, so ergibt sich vor allem ein Auftrag: die Balance. Die Verbindung zwischen offensivem Mut und defensiver Sicherheit gelang zuletzt besser, vor allem ein Ergebnis der starken Leistungen von Eggestein, Delaney und Bargfrede. „Die Zusammenarbeit der drei funktioniert sehr gut. Einerseits sind sie lauf- und zweikampfstark, andererseits können sie etwas mit dem Ball anfangen“, attestiert Frank Baumann, Werders Geschäftsführer Sport zufrieden.

Innerhalb des taktischen Grundkonstrukts obliegt dem Trio eine gewisse Freiheit, immer wieder agieren die drei Mittelfeldantreiber flexibel. „Wir können alle drei im defensiven Mittelfeld spielen, wir können wechseln“, sagt Maximilian Eggestein, dessen Rolle unter Kohfeldt prinzipiell offensiver ausgerichtet ist. „Ich habe schon früher betont, dass ich auch auf der Acht spielen kann. Das klappt in diesem Verbund sehr gut und ich fühle mich wohl.“

Dass er gemeinsam mit Routinier Bargfrede auf dem Feld steht, ist für ihn zwar neu, aber nicht ungewohnt. „Wir müssen uns nicht erst finden, wir kennen uns aus den Trainingseinheiten und schätzen uns ohnehin“, sagt der 20-Jährige. Was die beiden ebenfalls eint: bis jetzt traten weder Eggestein noch Bargfrede als große Torjäger in Erscheinung. Fünf Treffer erzielte Bargfrede in 158 Bundesliga-Partien, ein Tor aus 36 Einsätzen steht bei Eggestein zu Buche. Doch auch das soll sich ändern. „Ich denke, sie schießen bestimmt bald Tore“, sagt Kohfeldt mit einem Schmunzeln.

 

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