"Hätte kaum besser laufen können"

Liefen gemeinsam für die U 21 des DFB auf: Johannes und Maximilian Eggestein (Foto: hansepixx).
Profis
Mittwoch, 06.09.2017 // 16:47 Uhr

Von Yannik Cischinsky

Maximilian und Johannes Eggestein sind zurück in Bremen. Am Mittwochmittag kehrte das Bruderpaar der Grün-Weißen von der Länderspielreise zurück. Im Gepäck: zwei Debüts, zwei Tore und viele positive Erfahrungen. „Wir nehmen beide einiges aus diesen zwei Spielen mit. Ich persönlich auf jeden Fall Spielpraxis und neue Erfahrungen auf hohem, internationalen Niveau“, so Johannes Eggestein gegenüber WERDER.DE

Der jüngere der beiden Eggestein-Brüder durfte bereits bei seiner Premiere im Test gegen Ungarn über ein erstes Tor im Trikot der deutschen U 21 jubeln. Kaum auf dem Platz, stellte er den ihm attestierten Torriecher unter Beweis. Ein „ganz kleines bisschen“ überrascht sei er von der Nominierung und dem Einsatz gewesen, gibt der 19-Jährige rückblickend zu. Schließlich hat er die U 20 übersprungen. Gemeinsam mit Aymen Barkok gehört er zu den jüngsten im Aufgebot des Europameisters. Die Berufung in den Kader von Coach Stefan Kuntz sei für ihn „eine Auszeichnung, eine Anerkennung für das, was ich tagtäglich abliefere“ - auch im Training, wie Eggestein betont. 

Maxi Eggestein erzielte gegen den Kosovo sein erstes Tor für die U 21 des DFB (Foto: hansepixx).

Mit dem Joker-Tor zahlte er dieses Vertrauen zurück. „Für mich persönlich hätte das Debüt nicht besser laufen können. Ich bin reingekommen und habe gleich getroffen, zudem noch durch ein paar andere Aktionen auf mich aufmerksam machen können. Hätten wir das Spiel noch gewonnen, wäre es sicherlich ein perfekter Einstand gewesen“, so Eggestein, der erst am Wochenende zuvor gegen den FC Bayern sein Bundesliga-Debüt gefeiert hatte, weiter.

Auch im internen Familienranking legte Johannes Eggestein damit vor. Druck auf seinen Bruder übte er damit aber keinen auf, wie der anderthalb Jahre ältere Maxi betont. „Es freut mich natürlich, dass ich ausgleichen konnte, aber es ist auch eher seine Aufgabe als Stürmer zu treffen, als meine. Ich habe mich nicht unter Druck gesetzt gefühlt“, so Maximilian Eggestein im Gespräch mit WERDER.DE mit einem Schmunzeln.

Für den Mittelfeldakteur waren die beiden Partien nicht nur die ersten Spiele im Trikot des DFB seit über zwei Jahren, sondern der 1:0-Siegtreffer im EM-Qualifikationsspiel gegen den Kosovo auch sein allererstes Tor für ein Juniorennationalteam. „Ich wollte zeigen, dass ich zurecht nominiert wurde. Über das Tor freue ich mich, aber wichtiger ist, dass wir gewonnen haben und gut in die Qualifikationsrunde gestartet sind.“

Werders Cheftrainer Alexander Nouri hat sich in Osnabrück selbst einen Eindruck verschafft. „Das war ein sehr, sehr guter Auftritt von beiden. Ich habe mich gefreut über unsere beiden Jungs“, so das Resümee des Werder-Coaches. Nach ihrer Rückkehr trainierten die beiden Eggesteins am Mittwoch noch individuell, gegen Hertha kann Nouri aber auf beide setzen. „Wir wollen in Berlin drei Punkte holen. Da tut der Sieg bei der U 21 im Rücken richtig gut“, so Maximilian Eggestein.