Gut gelaufen!

Kurzpässe am Montag

Maximilian Eggestein war gegen Stuttgart läufstärkster Spieler auf dem Feld (Foto: nordphoto).
Kurzpässe
Montag, 04.12.2017 // 13:02 Uhr

+++ Der lange Atem: Elementar für den zweiten Heimerfolg der Saison gegen den VfB Stuttgart war eine schier atemberaubende Kondition der Grün-Weißen. 125,5 Kilometer spulten die Bremer gegen die Schwaben ab und erliefen somit die zweitbeste Laufleistung aller Teams im bisherigen Saisonverlauf. Lediglich die Freiburger erreichten am zwölften Spieltag mit 128,8 Kilometern in Wolfsburg einen höheren Wert. Die größte "Pferdelunge" offenbarte abermals Maximilian Eggestein, der 13,09 Kilometer zurücklegte. Ganze vier Werderaner liefen mehr als der laufstärkste VfB-Akteur. Und auch den Dauerläufer der Liga stellen die Grün-Weißen aktuell: Thomas Delaney. Der Däne ging in 14 Spielen die weitesten Wege. 167 Kilometer lief der Mittelfeldakteur bis dato, mehr als jeder andere Bundesliga-Akteur. +++

+++ Hanseatisch ehrlich: Dem goldene Tor der Grün-Weißen im Heimspiel gegen den VfB Stuttgart durch Max Kruse ging eine schlitzohrige Ausführung eines Freistoßes von Fin Bartels voraus. Dieser soll laut dem Unparteiischen Bastian Dankert vorher mit unfairen Mitteln gestoppt worden sein. „Das war kein Foul. Ich bin einfach aus dem Tritt gekommen und dann gestolpert“, erklärte Bartels im Anschluss an die Partie. Allerdings war der Zusammenhang zwischen Freistoß und Treffer nicht so eindeutig, wie es für den einen oder anderen Beobachter schien. „Der Ball ist so oder so vom Stuttgarter wieder zu mir zurückgeprallt. Ich wäre auch ohne den Pfiff in Ballbesitz gewesen“, merkte die grün-weiße Nummer 22 mit einem Schmunzeln an. +++

Zwei Stützen des Defensivverbundes: Jiri Pavlenka und Niklas Moisander (Foto: nordphoto)

+++ Bremer Bollwerk: Während in der Offensive ein Aufwärtstrend zu erkennen ist, bildet der grün-weiße Defensivverbund weiterhin ein kleines Prunkstück. Mit lediglich 16 Gegentoren nach 14 Spielen stellt der SVW nach dem FC Bayern München und Eintracht Frankfurt die drittbeste Defensive der Liga. Zum Vergleich: Zum gleichen Zeitpunkt in der letzten Saison musste die Bremer Abwehr mit 32 Gegentoren schon doppelt so viele schlucken, wie in der laufenden Spielzeit. Ebenfalls auffällig: Am Ende der Saison 2016/2017 behielt Werder in insgesamt fünf Ligaspielen eine weiße Weste. Diese Marke ist durch den 1:0-Sieg bereits jetzt eingestellt. Einfach weitermachen, Männer! +++

+++ Baumanns Lieblingsgast: Glücksbringer sein lohnt sich, zumindest im Fall von Christoph aus Bremen. Der Gesamtschullehrer gewann beim Radiosender „Bremen Vier“ zunächst ein Ticket für das Heimspiel gegen Hannover 96. Während dem Werder-Fan live auf Sendung der Gewinn mitgeteilt wurde und dieser prompt einen Heimsieg versprach, war auch Werders Geschäftsführer Sport, Frank Baumann,  unmittelbar danach via Telefoninterview zu Gast. Durch die Moderatoren mit Christophs Ankündigung konfrontiert, sicherte Baumann dem Gewinner zu, dass er ihn in Zukunft bei einem Erfolg zu den Heimspielen ins Weser-Stadion einladen werde, sollte er den grün-weißen Glück bringen. Bekanntermaßen siegte Werder 4:0 und selbstverständlich löste Werders Ehrenspielführer auf private Kosten sein "Ticketversprechen" ein. Und da der Gesamtschullehrer auch gegen Stuttgart Glück brachte, sind die Eintrittskarten für das nächste Heimspiel gegen Mainz schon auf dem Weg. +++

 

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