"Werder-Fans können einen Gegner einschüchtern"

Jannik Vestergaard im Interview

Jannik Vestergaard läuft seit 2016 für die Borussia auf (Foto: nordphoto).
Profis
Mittwoch, 11.10.2017 // 18:05 Uhr

Notiert von Dominik Kupilas

Am Sonntag kommt es zum Wiedersehen mit Jannik Vestergaard. Der Abwehrhüne, der von Januar 2015 bis zum Sommer 2016 an der Weser spielte, kehrt zum zweiten Mal in Diensten von Borussia Mönchengladbach ins Weser-Stadion zurück. WERDER.DE sprach vor der Partie mit dem 25-Jährigen über alte Zeiten, die Länderspielpause und das Treffen alter Bekannter.

WERDER.DE: Hallo Jannik! Am Sonntag kehrst du ins Weser-Stadion zurück. Ist das noch etwas Besonderes für dich?

Jannik Vestergaard: "Definitiv. Ich habe viele schöne Erinnerungen an die Heimspiele dort, habe viele schöne Momente erlebt – und auch einige, die nicht so schön waren (lacht)."

Jannik Vestergaard kennt die Werder-Fans und ihre beeindruckende Unterstützung (Foto: nordphoto).

WERDER.DE: Werder wird in den Heimspielen traditionell stark von den Fans unterstützt. Kannst du uns sagen, wie man die Stimmung im Weser-Stadion als Gast-Mannschaften wahrnimmt?

Jannik Vestergaard: "Man nimmt die Stimmung auf jeden Fall wahr. Ich habe im Weser-Stadion einige Spiele als Gast bei beeindruckender Atmosphäre machen dürfen. Ich erinnere mich an ein Spiel damals als ich noch bei Hoffenheim war. Da gab es eine Aktion der Werder-Fans, 'AllezGrün'. Da wurde der Hoffenheimer Bus friedlich von den Werder-Fans blockiert. Alle Fans haben gesungen und gefeiert. Das war schon sehr beeindruckend. Die Werder-Fans können schon den einen oder anderen Gegner einschüchtern, das ist schon eine besondere Kulisse. Und ich hatte die große Freude, dort auch einige Heimspiele absolvieren zu dürfen."

WERDER.DE: Freust du dich auf das Wiedersehen mit alten Bekannten und zu wem hast du noch Kontakt?

Jannik Vestergaard: "Ich freue mich natürlich. Ich habe dort gute Freundschaften geknüpft. Und Thomas Delaney kenne ich schon seit der Kindheit. Wir haben mit acht Jahren schon zusammengespielt, damals bei Kopenhagen. Mit Theo Gebre Selassie und Zlatko Junuzovic habe ich mich immer gut verstanden, Aron Johannsson wohnt jetzt in meiner Wohnung. Es gibt schon ein Paar Beziehungen, die geblieben sind."

Ich habe dort gute Freundschaften geknüpft.
Jannik Vestergaard

WERDER.DE: Du warst in der letzten Woche mit Thomas Delaney auf Länderspielreise mit der dänischen Nationalmannschaft? Habt ihr auch über Werder oder das anstehende Spiel gesprochen?

Jannik Vestergaard: "Natürlich haben wir kurz erwähnt, dass wir am Sonntag gegeneinander spielen, aber der Fokus lag diesmal woanders. Es gab ein Thema, das wichtiger war und das war die Qualifikation zur Weltmeisterschaft beziehungsweise das Erreichen der Play-Offs. Deshalb haben wir nicht sehr viel darüber gesprochen."

WERDER.DE: Am Freitag beginnt hier der Freimarkt. Welche Erinnerungen hast du noch an die fünfte Bremer Jahreszeit?

Jannik Vestergaard: "Ich habe da nicht viel Zeit verbracht. Ich war da nur einmal mit der Mannschaft. Solche Veranstaltungen sind natürlich lustiger, wenn man das eine oder andere Bier trinken würde und dazu bin ich damals nicht gekommen. Deshalb habe ich wenig Erinnerungen an den Freimarkt."

WERDER.DE: Werder wartet noch auf den ersten Saisonsieg, ihr selbst seid ordentlich in die Serie gestartet. Was für ein Spiel erwartest du?

Jannik Vestergaard: "Ich erwarte ein enges, ein schwieriges Spiel. Werder hat deutlich besser gespielt, als es die Punktausbeute wiedergibt. Werder ist eine sehr stabile Mannschaft, die schwer zu bespielen ist. Natürlich tut es weh, dass sie derzeit auf Max Kruse verzichten müssen. Das ist ein klasse Spieler. Uns hilft der Ausfall, es wird aber trotzdem sehr schwierig. Dennoch fahren wir dahin und wollen gewinnen."