"Der richtige Zeitpunkt"

Max Kruse im Interview

Max Kruse feiert mit den Kollegen den 2:1-Sieg gegen Borussia Dortmund (Foto: nordphoto).
Interview
Samstag, 09.12.2017 // 20:56 Uhr

Das Interview führte Felix Ilemann

Mit zwei Torvorlagen war Max Kruse auch in Dortmund einmal mehr wichtiger Baustein des Erfolgs. Wenngleich der Top-Scorer des SVW, der beim 2:1-Sieg sein 200. Bundesliga-Spiel absolvierte, nicht ganz so im Rampenlicht stand wie zuletzt. WERDER.DE hat mit dem 29-Jährigen direkt im Anschluss an die Partie gesprochen. Im Interview blickt Kruse auf das Tor von Maximilian Eggestein, die Verletzung von Sturmpartner Fin Bartels und das Sprintduell mit BVB-Verteidiger Sokratis.

WERDER.DE: Herzlichen Glückwunsch, Max. Elf Jahre ist es her, seitdem Werder hier zum letzten Mal gewonnen hat. Wie ist die Gefühlslage nach diesem Sieg?

Max Kruse: „Das ist natürlich Weltklasse. Wir sind einfach wahnsinnig stolz und froh, dass wir dieses Spiel heute gewinnen konnten, so lässt sich unsere Gemütslage ganz gut zusammenfassen. Es war ein hartes Stück Arbeit, aber im Endeffekt haben wir verdient gewonnen.“

Antreiber Max Kruse absolvierte beim 2:1-Sieg gegen den BVB sein 200. Bundesliga-Spiel (Foto: nordphoto).

WERDER.DE: Man könnte ja fast sagen, ihr hättet höher gewinnen können…

Max Kruse: „Ja, ich habe mir nach dem Spiel direkt einen neuen Turbolader gekauft, vielleicht bin ich dann das nächste Mal etwas schneller und laufe Sokratis weg (lacht). Spaß beiseite. Wenn wir die Konter besser ausspielen, können wir selbstverständlich höher gewinnen, aber heute zählt nur der Sieg, nicht die vergebenen Chancen.“

WERDER.DE: Davon gab es in der Tat einige, auch für andere Werderaner. Und dennoch hast du deinen Stellenwert für die Mannschaft mit zwei Assists einmal mehr unter Beweis gestellt. Das Bälleverteilen sieht bei dir so leicht aus, wie einfach ist dir das heute gefallen?

Max Kruse: „Das fällt auf diesem Niveau in der Bundesliga nie leicht. Jedes Team hat Spieler, die das verhindern wollen. Ich versuche meine Qualität einzubringen, manchmal klappt das besser, mal weniger gut. Im Moment läuft es ganz gut. Vielmehr aber bin ich der Mannschaft zu großem Dank verpflichtet, da sie mich hervorragend unterstützt, viele Wege geht, um den Gegner zu binden und mir so die Freiräume schafft, die ich brauche.“

WERDER.DE: Bei dir ist der linke Fuß stärker als der rechte, bei Maxi ist das eigentlich andersherum…

Max Kruse (lacht): „Ganz ehrlich, als er sich den Ball aufgelegt hat, dachte ich zuerst: ‚In welchem Block landet der denn jetzt wieder? Aber er ist reingegangen. Ohne Frage war das ein super Schuss. Er hat mir danach verraten, dass er ihn nur so probiert hat ist, weil er den gegen Frankfurt aus ähnlicher Position schon mal fast getroffen hat. Es freut mich für Maxi, dass er heute sein zweites Bundesligator gemacht hat, aber uns als Mannschaft ist egal, wer die Tore schießt.“

Mit ihm fehlt uns ein wichtiger Baustein
Max Kruse über die Verletzung von Fin Bartels

WERDER.DE: Euer Jubel vor den Werder-Fans nach dem Schlusspfiff sah nach einer großen Feier aus. Ist heute Zeit zum Feiern oder richtet sich der Blick gen Leverkusen?

Max Kruse: „Ich habe schon einmal gesagt, dass es richtige Momente dafür gibt und falsche. Heute haben wir eine grandiose Leistung auf den Platz gebracht. Heute war der Zeitpunkt gut, um den Fans, die uns zu jedem Zeitpunkt stark unterstützt haben, Danke zu sagen und sich ein wenig feiern zu lassen.“

WERDER.DE: In der ersten Halbzeit gab es leider noch eine unschöne Szene, nach der Fin Bartels mit dem Verdacht auf Achillessehnenriss ausgewechselt werden musste. Wie hast du die Situation wahrgenommen und hast du Fin nach dem Spiel schon gesehen?

Max Kruse: „Natürlich habe ich das im Spiel erstmal nicht so wahrgenommen. Das sah eher etwas unglücklich aus, wie er hin- und einer auf ihn raufgefallen ist. In der Halbzeit haben wir dann die erste Diagnose gehört. Das ist ganz, ganz bitter. Wir wünschen Fin gute Besserung. Diese Verletzung trübt den Sieg heute, auch weil Fin in den letzten Wochen in bestechender Form war. Jetzt werden wir vermutlich die restliche Saison ohne ihn auskommen müssen. Mit ihm fehlt uns ein wichtiger Baustein.“

 

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