Werder kritisiert Weser-Kurier-Bericht

Der SV Werder Bremen übt Kritik an dem Text der Weser-Kurier Mediengruppe (Foto: WERDER.DE).
Profis
Dienstag, 31.10.2017 // 16:02 Uhr

Der SV Werder Bremen übt Kritik an dem Text der Weser-Kurier Mediengruppe mit dem Titel „Bode gibt den Ton an – Was wirklich hinter dem Nouri-Aus steckt“, der seit Montagabend verbreitet wird. „Der Text enthält Unwahrheiten und Halbwahrheiten. Wir können das so nicht unkommentiert stehen lassen. Wir haben kein Problem mit Meinungen und Interpretationen, aber wir müssen uns gegen falsche Behauptungen wehren, ob sie nun bewusst oder unbewusst oder unter starkem Wettbewerbsdruck in Umlauf gebracht werden“, sagte Klaus Filbry, Vorsitzender der Geschäftsführung des SV Werder Bremen am Dienstag.

Werders Aufsichtsratsvorsitzender Marco Bode ergänzte: „Dieser Text ist Berichterstattung auf einem ganz tiefen Niveau. Ich habe selten einen Artikel gelesen, der so wenig der Wahrheit entspricht. Das ist kein Beispiel für seriöse Berichterstattung. Auch der Verweis auf vermeintliche Quellen ändert nichts an der Tatsache, dass hier Vorgänge fernab der Realität beschrieben werden.“

Die Mehrzahl, der in dem Text von Autor Christoph Sonnenberg genannten Abläufe und Informationen, sind unwahr oder missverständlich beschrieben. Richtig ist:

  • Es gab keinen Kontakt zwischen Geschäftsführer Frank Baumann und Aufsichtsratsvorsitzendem Marco Bode zwischen Spielende und dem Auftritt Baumanns vor den Medien.
  • Frank Baumann sprach allein aufgrund der noch ausstehenden Pokalauslosung und auf Wunsch von verschiedenen Redaktionen erst spät in der Mixedzone.
  • Frank Baumann stimmt seine Aussagen nach Spielen nicht mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden ab.
  • In der Sitzung am Sonntagabend waren nur die Geschäftsführung, der sportliche Leiter Tim Steidten und der Aufsichtsratsvorsitzende Marco Bode „vor Ort“
  • Es gibt keinen Plan, mit U23-Trainer Florian Kohfeldt bis Saisonende zu arbeiten, um dann eine „große Lösung“ einzusetzen.
  • Thomas Schaaf ist nicht in die aktuelle Trainersuche eingebunden.
  • Es wurde nicht schon länger nach einem Nouri-Nachfolger gesucht.
  • Es gab kein Gespräch einer Gruppe von Spielern, angeführt von Max Kruse, die bei Frank Baumann vorgesprochen hat und maßgeblich zur Entlassung von Alexander Nouri beigetragen hat.
  • Es gab kein „Vorfühlen“ von Marco Bode bei Bruno Labbadia bezüglich der Nachfolge von Alexander Nouri.