Happy Prödl!

Alles Gute zum 31. Geburtstag, Sebastian Prödl

Freudestrahlend nach dem DFB-Pokaltriumph des SV Werder: Sebastian Prödl (Archivfoto: nordphoto).
Profis
Donnerstag, 21.06.2018 // 10:44 Uhr

Von Max Brosta

Sebastian Prödl reißt die Arme hoch. Sein Gesichtsausdruck zeigt unverkennbar: pure Freude. Soeben hat der Schiedsrichter das DFB-Pokalfinale 2009 zwischen dem SV Werder und Bayer Leverkusen abgepfiffen. 1:0 für die Grün-Weißen! Pokalsieger! Der Österreicher stemmt den goldenen Pokal in den Berliner Nachthimmel und feiert noch im Olympiastadion mit tausenden Werder-Fans. Am nächsten Tag reist der grün-weiße Partytross zurück in die Hansestadt. Dort feiern Prödl und Co. auf dem Rathaus-Balkon vor 40.000 Werder-Fans frenetisch weiter.

Es war sein größter Erfolg in sieben Jahren am Osterdeich. Am heutigen Donnerstag feiert der ehemalige Innenverteidiger des SV Werder seinen 31. Geburtstag. WERDER.DE gratuliert dem kompromislosen Innenverteidiger, Pokalsieger und Last-Minute-Experten mit einem Rückblick auf seine Zeit an der Weser.

Voller Einsatz: Sebastian Prödl, ein kompromissloser Verteidiger. (Foto: nordphoto).

Als 21-Jähriger wechselt der Österreicher von seinem Jugend- und Heimatklub Sturm Graz in den Norden Deutschlands. Gleich in seiner ersten Saison bei den Grün-Weißen ist Prödl gefordert, steht wettbewerbsübergreifend 33 Mal auf dem Feld und erlebt Außergewöhnliches: DFB-Pokaltriumph, UEFA-Cup-Finale und die legendären vier Nordderbys gegen den Hamburger SV. Für Prödl eine unvergessliche Zeit. Auch heute erinnert er sich gerne zurück, weil er Stadt und Fans ins Herz geschlossen hat. „Die Leute in Bremen, sind für mich schon fast eine Familie geworden“, erklärt er im Interview mit WERDER.DE.

Insgesamt 176-Mal läuft er für die Werderaner auf. Er überzeugt vor allem durch sein kompromissloses und hartes, aber faires Defensivspiel. Nur nachvollziehbar, dass sich der gebürtige Grazer 2015 entschließt, zum FC Watford in die Premier League zu wechseln. Es stellt sich die Frage: Wer ist härter, die Liga oder Sebastian Prödl? „Die Premier League ist schon sehr hart“, lacht der Innenverteidiger. „Es ist eine physisch starke Liga, es wird viel Wert auf ein körperbetontes Spiel gelegt, die Tacklings sind intensiver als in Deutschland“, so der Ex-Werderaner.

Doch auch vor dem gegnerischen Tor ist Prödl präsent. Insgesamt 13 Mal trifft er für den SVW - überwiegend mit dem Kopf. Unvergessen sind seine Last-Minute-Treffer. Insgesamt viermal traf der Innenverteidiger in den letzten Minuten des Spiels, bescherten den Fans Gänsehautmomente gegen Hannover, Schalke und zweimal Leverkusen - und Werder insgesamt fünf Punkte mehr. Dank starker Leistungen bei Werder wird Prödl auch in der Nationalelf zur wichtigen Größe. Mittlerweile kommt er auf 67 Einsätze im ÖFB-Dress.

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Trotz mittlerweile zwei Jahren in London, schlägt Prödls Herz immer noch für den SV Werder. „Die Fans waren in Bremen immer etwas Besonderes, insbesondere der Zusammenhalt zwischen Mannschaft und Anhängern“, betont er gegenüber WERDER.DE. Er ist in seiner Zeit an der Weser zum Werder-Fan geworden: „Ich war nicht nur Teil des Vereins und bin es auch immer noch, sondern bin auch Fan von Werder.“ Noch immer verfolgt der werdende Vater die Geschehnisse in Bremen - und wird am heutigen Donnerstag sicherlich auch wieder zahlreiche Glückwünsche aus der Hansestadt erhalten. Alles Gute, Basti!

 

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