Die erfolgreichste Zeit seiner Karriere

Daniel Jensen feiert seinen 39. Geburtstag

Daniel Jensen hat 186-Mal das Trikot mit der Werder-Raute auf der Brust getragen (Archivfoto: nordphoto).
Profis
Montag, 25.06.2018 // 17:01 Uhr

Von Max Brosta und Yannik Cischinsky

Es ist ein regnerischer Sommerabend im Weser-Stadion, Champions-League-Qualifikation gegen Dinamo Zagreb, August 2007. Ähnlich wie das Bremer Wetter an diesem Abend ist auch der Auftritt des SV Werder: einfach nicht schön anzusehen! Bis, ja bis Daniel Jensen in der 85. Spielminute den Hammer auspackt. Der ehemalige dänische Nationalspieler lässt mit einem fabelhaften Distanztreffer aus 25 Metern das Nebelhorn ertönen. Mit seinem Traumtor beschert Jensen den Werderanern einen glücklichen Sieg im Qualifikationshinspiel zur Königsklasse. Es ist einer seiner schönsten Treffer im Werder-Dress - und Jensen steht für einen Abend ganz im Mittelpunkt.

Ein seltener Moment für den zurückhaltenden Dänen, der als zentraler Mittelfeldakteur die ganz großen Auftritte Johan Micoud, Diego und später Mesut Özil überlässt. Dabei zählt Jensen vor allem in den ersten vier Jahren zum absoluten Stammpersonal. Am heutigen Montag feiert Daniel Jensen seinen 39. Geburtstag. Zum Ehrentag blickt WERDER.DE noch einmal auf seine Jahre am Osterdeich zurück.

Daniel Jensen hat den SVW fest im Blick und verfolgt die Werder-Spiele (Archivfoto: nordphoto).

Sieben Jahre, 186 Partien, 11.678 Minuten Spielzeit! Von 2004 bis 2011 lief Daniel Jensen für den SV Werder auf. Er erlebte die erfolgreichste Zeit seiner Karriere bei den Grün-Weißen. „Die Menschen in Bremen leben den Verein, das habe ich immer gespürt", ist ihm am meisten in Erinnerung geblieben. "Was wir erreicht haben mit Werder, wie zum Beispiel die Champions League, war selbstverständlich auch toll“, so Jensen im Interview mit WERDER.DE. Für die Grün-Weißen erzielte er 13 Treffer, lieferte 26 Assists und holte 2009 mit dem DFB-Pokaltriumph seinen größten Titel beim SVW. Um die schönsten Momente seiner Werder-Zeit aufzuzählen, "haben wir nicht genug Zeit“, lacht er. Bei keinem anderen Verein verbrachte Jensen, der 2016 die Fußballschuhe an den Nagel hing, in seiner Karriere so viele Jahre, wie bei Werder.

Rückblick: Das Fußballspielen lernt der 52-fache dänische Nationalspieler in seiner Heimatstadt beim Kopenhagener Klub Boldklubben af 1893. Seine heutige Frau kennt Jensen bereits seit der gemeinsamen Schulzeit. "Ich habe mich lange nicht getraut, mich ihr zu nähern", schreibt er später unter ein Foto bei Instagram. Ganze vier Jahre braucht es, sie von ihm zu überzeugen, scherzt Jensen weiter. Mittlerweile sind Nicole und er fast 15 Jahre verheiratet.

Besuch bei alten Kollegen: Daniel Jensen 2017 in Werders Wintertrainingslager (Foto: W.DE)

Nach fünf Jahren beim SC Heerenveen geht es für den humorvollen Dänen weiter in die spanische Primera Division zu Real Murcia. 2004 dann der Wechsel zum SVW. Nach sieben Spielzeiten - und einem keineswegs glatt verlaufenen Abschied 2011 - sucht Jensen in Italien bei Novara Calcio schließlich eine neue Herausforderung. Doch schon wenig später zieht es den Mittelfeldspieler zurück in die Heimat, zurück nach Dänemark. Nach den Stationen beim FC Kopenhagen und SönderjyskE lässt er seine Karriere bei Lyngby BK endgültig ausklingen. Fast 37 Jahre alt ist er zu diesem Zeitpunkt.

Heute ist Jensen als Berater aktiv. Die Grün-Weißen hat er trotz des bedauernswerten Abgangs nie aus den Augen verloren. „Ich hatte eine schöne Zeit in Bremen und Werder ist immer in meinem Herzen geblieben“, freut sich Jensen, der sich über die Entwicklung der Werderaner stets auf dem Laufenden hält. „Ich verfolge jedes Spiel, vor allem die Resultate“, betont der dreifache Familienvater, als er Werder im Januar 2017 im Trainingslager besucht. Die Ära der Dänen bei Werder begann weit vor ihm, mit Jannik Vestergaard und Thomas Delaney setzten sie andere Landsmänner fort, doch Daniel Jensen wird für immer mit einer der erfolgreichsten Phasen in der Vereinsgeschichte verknüpft sein. 

Danke Daniel und alles Gute zum 39. Geburtstag!