Das Friedl-Gefühl

Youngster überzeugt in Mönchengladbach

Marco Friedl absolvierte gegen Gladbach seine erste Partie für die Werder-Profis (Foto: nordphoto).
Marco Friedl
Samstag, 03.03.2018 // 12:36 Uhr

Von Niklas Behrend und Daniel Gerdes

Das Spiel am Freitagabend in Mönchengladbach wird den meisten Fans als beeindruckende Aufholjagd der grün-weißen in Erinnerung bleiben. Dennoch schrieb die Partie mindestens eine weitere äußerst positive Geschichte. Nämlich die von Marco Friedl und dessen Debüt für die Werder-Profis. Der Youngster stand für viele Beobachter überraschend in der Anfangsformation der Bremer und feierte einen Einstand, der bei ihm, seinem Trainer und Mitspielern ein richtig gutes Gefühl hinterließ.

„Ich habe diese Woche gut trainiert und habe mich heute sehr über die Möglichkeit gefreut, für Werder aufzulaufen und wollte das bestmögliche für die Mannschaft rausholen“, erklärte der Österreicher im Anschluss an die Partie. Dabei ziert Friedl ein bescheidenes Lächeln und ein etwas erschöpfter Blick. Letzterer ist ein Beleg für die Leidenschaft, die der 19-Jährige beim 2:2-Unentschieden gegen die Borussia zeigte. Gewiss eine Qualität des im Winter vom FC Bayern ausgeliehenen Friedl - eine Qualität. „ Wir brauchten heute einen spielstarken Innenverteidiger und Marco besitzt diese Fähigkeit und bringt dazu noch eine überragende läuferische Qualität mit“, ergänzt Cheftrainer Florian Kohfeldt den Stärkenkatalog seines Schützlings, dem er ein „hervorragendes“ Debüt attestierte. Auch Mitspieler und Abwehrmann Milos Veljkovic ist voll des Lobes für den neuen Kollegen: „Marco ist ein super Spieler, der auch großes Ballgefühl hat.“

Marco Friedl zeigte eine souveräne Leistung (Foto: nordphoto)

Ein Auftakt nach Maß, dessen Grundstein der Österreicher im regulären Trainingsbetrieb am Osterdeich legte. „Marco hat sich das auch ein stückweit einfach verdient. Beim Nord-Derby war er nicht im Kader, obwohl er ganz starke Einheiten absolviert hat. Das hat er diese Woche auch getan. Ich hatte nach dem Abschlusstraining ein richtig gutes Gefühl bei ihm“, so Kohfeldt.

Dieses „richtig gute Gefühl“ bewahrheitete sich während der Partie im frostigen Borussia Park, trotz der besonderen Herausforderung für den Linksfuß zu Beginn der zweiten Halbzeit die Position des Rechtsverteidigers zu bekleiden. „ Dass Marco hinten rechts spielt war vorher nicht geplant, aber auch das hat er sehr gut gelöst“, lobt Kohfeldt die Flexibilität seiner Nummer 32.

Am Ende eines aufregenden und gleichermaßen abwechslungsreichen Tags schließt sich für Marco Friedl auch noch ein kleiner Kreis, denn auch für den FC Bayern gab der 19-Jährige sein Liga-Debüt gegen die Fohlenelf. Wohl nur eine Randnotiz für die Statistiker an diesem Tag. Viel elementarer war und ist das „richtig gute Friedl-Gefühl.“

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