"Er ist in seinem Denken sehr klar"

Maximilian Eggestein über Florian Kohfeldt

Florian Kohfeldt und Maximilian Eggestein arbeiten seit vielen Jahren zusammen (Foto: nordphoto).
Profis
Dienstag, 14.11.2017 // 16:23 Uhr

Kaum einer aus Werders Bundesliga-Mannschaft kennt Florian Kohfeldt besser: Maximilian Eggestein spielte schon in der U 17 unter dem neuen Cheftrainer der Grün-Weißen. Mit Kohfeldt als Co-Trainer feierte Eggestein sein Bundesliga-Debüt, nach dem Schritt zurück in die U 23 machte Kohfeldt ihn zum Kapitän der Drittliga-Mannschaft. „Flo hat mir viel im taktischen und fußballerischen Bereich geholfen“, sagte Maximilian Eggestein im Sommer gegenüber WERDER.DE. Kohfeldt sei einer der wichtigsten Begleiter seiner noch jungen Karriere gewesen.

Jetzt arbeiten beide wieder zusammen. Nach B-Jugend, U 23, Profis und erneut U 23 zum fünften Mal, wenn man so will. Für den 20-jährigen Mittelfeldakteur ist sein neuer alter Coach ein Trainer mit klarem Plan: „Er ist in seinem Denken sehr klar. Er hat eine feste Vorstellung von dem, was er auf dem Platz sehen möchte und was er einer Mannschaft vermitteln möchte. Das ist unabhängig von dem Team, vor dem er steht.“ Kohfeldt kommuniziere sehr viel, versuche jeden Spieler mitzunehmen und habe eine gute Ansprache.

Maximilian Eggestein traut seinem neuen alten Coach die schnelle Wende zu (Foto: nordphoto).

Eggestein ist sich sicher, dass mit dem neuen Cheftrainer schnell die ersten Siege in der Bundesliga folgen werden: „Wir sind davon überzeugt, dass wir mit Flo aus dieser schwierigen Situation herauskommen. Die Mannschaft steht voll hinter dem Trainer. Er kennt viele Spieler, kennt die schwierige Situation im Abstiegskampf - sowohl als Co-Trainer in der Bundesliga als auch als Cheftrainer bei der U 23.“

Dass Eggestein persönlich aufgrund der langen Zusammenarbeit einen Vorteil aus dem Trainerwechsel ziehen könnte, glaubt er nicht. Schließlich arbeitete Kohfeldt sowohl unter Skripnik als auch bei Werders Drittliga-Vertretung schon intensiv mit einigen aus dem Kader zusammen. "Aber es kann natürlich auch nicht schaden", so Werders Nummer 35 mit einem Schmunzeln.

Eggestein sieht jetzt das gesamte Team gefordert, auch als Verpflichtung gegenüber Kohfeldt, der zunächst bis zur Winterpause das Bundesliga-Team federführend trainiert. „Wir wollen alle aus dieser Situation herauskommen, das ist unabhängig vom Trainer. Keiner möchte auf diesem Tabellenplatz stehen, weder jetzt, noch nach der Hinrunde oder am Saisonende. Wenn wir unsere Leistung bringen, ist es auch durchaus möglich, dass er länger bleibt“, so Eggestein. Gegen diese Fortsetzung der Zusammenarbeit hätte sicherlich auch Florian Kohfeldt nichts einzuwenden.