Zweite gegen alte Heimat

Frank Baumann über das Duell mit Würzburg

Für den Würzburger Frank Baumann hat das Duell mit den Kickers eine besondere Bedeutung (Foto: nordphoto).
Profis
Mittwoch, 09.08.2017 // 15:09 Uhr

Von León Küther

Seit über 18 Jahren ist Frank Baumann nun schon bei den Grün-Weißen. Er hat eine erfolgreichen Zeit als Spieler hinter sich, als Geschäftsführer Sport leitet er jetzt die Geschicke des SV Werder. In Bremen und beim SV Werder hat der gebürtige Würzburger längst seine zweite Heimat gefunden. Am Samstag trifft er auf seine alte. 

In der ersten DFB-Pokal-Hauptrunde tritt Werder bei den Würzburger Kickers an, allerdings nicht in Würzburg, sondern in Offenbach. Auf einen Trip in seine Geburtsstadt muss Baumann deshalb wohl oder übel verzichten: „Ich finde es schade, dass das Spiel nicht in Würzburg stattfindet. Gerade in der ersten Runde zeichnet sich der Pokal doch durch die besondere Heimspielatmosphäre des Underdogs aus.“ Dass das Spiel nun anstatt in seiner Heimat in Hessen ausgetragen wird, ändert an der Herausforderung, die auf die Grün-Weißen wartet, laut Baumann allerdings nichts: "Würzburg wird uns auch in Offenbach fordern. Anhand der Eindrücke aus der Vorbereitung bin ich aber positiv gestimmt, dass wir unserer Favoritenrolle gerecht werden können."

Haben positive Eindrücke gesammelt: Frank Baumann und Alexander Nouri (Foto: nordphoto).

Mit seiner alten Heimat verbunden fühlt sich der Double-Kapitän von 2004 noch immer. Einzig und allein kommen „die Besuche aufgrund von beruflichen Verpflichtungen etwas zu kurz“, wie Baumann zugibt. Das letzte Duell mit den Kickers verpasste der 41-Jährige. Damals, vor zwei Jahren beim 2:0-Sieg Werders, hatte sich Baumann gerade eine "Auszeit vom Profi-Fußball" genommen. Und schon in der Jugend umging er die Kickers. Stattdessen ging es vom Stadtteilklub TSV Grombühl direkt ins 100 Kilometer entfernten Nürnberg. Acht Jahre lang schnürte Baumann seine Fußballschuhe für den "Club", ehe er 1999 Werderaner wurde.

Doch auch trotz seiner fußballerischen Vergangenheit beim fränkischen Konkurrenten verfolgt Baumann das sportliche Geschehen bei den Würzburgern intensiv: „Ich finde es beeindruckend, was in den letzten Jahren sowohl infrastrukturell als auch sportlich in Würzburg geleistet worden ist. Hoffentlich kann der Weg so fortgesetzt werden.“ Gegen eine kurze Unterbrechung dieses Weges am Samstag hätte Werders Geschäftsführer aber rein gar nichts einzuwenden. Schließlich wäre der Einzug in die zweite Runde „wichtig für einen guten Saisonstart“, wie Baumann betont. Und über den würde sich nicht nur der Werderaner mit Würzburger Wurzeln freuen.