Der Glaube an einen Plan

Für Robert Bauer kommt es darauf an, gegen die Bayern sofort eine breite Brust zu zeigen (Foto: nordphoto).
Profis
Donnerstag, 24.08.2017 // 16:27 Uhr

An die erste Begegnung mit den Bayern erinnert sich Robert Bauer noch genau. Mit dem FC Ingolstadt musste er in der Allianz Arena antreten: 75.000 Zuschauer, das erst vierte Bundesliga-Spiel von Beginn für den jungen Nachwuchs-Verteidiger. „Das war schon etwas Besonderes, da war ich etwas angespannt“, sagt Bauer heute. Wenn der Rekordmeister, amtierende Titelträger und das dominante Team der letzten Jahre am Samstag ins Weser-Stadion kommt, ist das für den 22-Jährigen allerdings „Routine“ und ein „Spiel wie jedes andere“. 

Für Bauer spielt es keine Rolle, ob der Gegenspieler den Namen Robert Lewandowski trägt und in 13 Spielen gegen den SVW bereits zehn Tore erzielte. Es sei wichtig, in jede Partie mit der gleichen Einstellung zu gehen, gegen jeden Gegenspieler mit hundertprozentiger Konzentration zu agieren. „Er ist vielleicht besser als jeder andere Stürmer der Liga, aber ich gehe mit der Einstellung ins Spiel, jeden Zweikampf gewinnen zu wollen“, so Bauer über das Duell mit polnischen Nationalstürmer in den Reihen des FC Bayern. 

Bestritt eines seiner ersten Bundesligaspiele in der Allianz-Arena: Robert Bauer (Foto: nordphoto).

Eine Einstellung, die Cheftrainer Alexander Nouri freut. Genau diesen Mut fordert er von seinen Akteuren. „Wir müssen über uns hinauswachsen“, so der Werder-Coach. In seinem ersten Duell mit den Bayern unterlag Werder knapp mit 1:2. Für einen Punktgewinn hat es leider nicht gereicht. Fast elf Jahre sind seit dem letzten Erfolg gegen den FCB vergangen. Am Samstag sollen die Grün-Weißen beim Heimauftakt dann „etwas Großes“ gegen die übermächtig erscheinenden Bayern erreichen. „Wir haben dazu den Spirit in der Mannschaft. Wir wollen einfach jedem zeigen, was für ein geiles Team wir sind“, erklärt Bauer. „Man kann gegen jede Mannschaft gewinnen“, ergänzt Nouri.

Dazu sei es vor allem wichtig, "direkt da zu sein" und den Bayern mit breiter Brust zu signalisieren, dass die Grün-Weißen im Mannschaftsverbund dagegen halten werden. "Man darf sich von schlechten Aktionen nicht einschüchtern lassen, muss weiter optimistisch bleiben und an den eigenen Plan glauben", so das Erfolgsrezept Bauers. Eins wurde dabei klar: Robert Bauer glaubt fest daran.