Diese eine Chance

Augustinsson vor dem Bayern-Spiel

Verspürt vor dem Bayern-Spiel und seiner Heimpremiere keine Ehrfurcht: Ludwig Augustinsson (Foto: Heidmann).
Profis
Mittwoch, 23.08.2017 // 12:51 Uhr

Ludwig Augustinsson kennt das Gefühl, einen Favoriten zu schlagen. Mit der schwedischen Nationalelf siegte Werders neuer Linksverteidiger im Juni mit 2:1 gegen Frankreich. "Im Fußball hast du immer die Chance, zu gewinnen. Es gibt in jeder Partie die eine Möglichkeit, egal wie viel besser der Gegner ist", sagt Augustinsson vor dem Duell mit Bayern gegenüber WERDER.DE. Wer nicht ernsthaft an den Erfolg am Samstag glaube, der habe nur eine "Verlierer-Mentalität". 

Eine Einstellung, die ihm ganz und gar nicht schmeckt. „So zu denken, gefällt mir nicht. Wir brauchen den Glauben, das Vertrauen in uns, zuhause etwas schaffen zu können“, sagt der 23-Jährige und versprüht Optimismus: „Ich spüre, dass jeder im Team diesen Glauben besitzt und wir uns alle auf das Spiel freuen." Dass der Rekordmeister und amtierende Titelträger zu den absoluten Top-Klubs der Welt gehört, darüber braucht Augustinsson keine langen Abhandlungen halten. „Bayern hat viele Spieler, die zu den besten der Welt gehören. Bayern gehört zu den besten drei Vereinen der Welt. Natürlich wird das ein schwieriges Spiel.“ Und selbstverständlich reichen Lewandowski, Ribery und Co. zwei, drei Chancen für einen Sieg. Vielleicht auch eine einzige. 

Gegen Hoffenheim vergab Ludwig Augustinsson eine Chance, das soll gegen den FCB nicht passieren (Foto: nordphoto).

Ehrfurcht verspürt der Schwede aber dennoch keine. Vielmehr ist er fokussiert. Vier Faktoren führt Augustinsson an, wie man die Bayern schlagen können. „Wir dürfen uns keine leichten Fehler erlauben. Wir müssen kompakt in der Defensive stehen. Wir müssen uns gegenseitig unterstützen. Wir müssen mehr Zweikämpfe gewinnen als sie“, zählt er auf. Und dann, da ist er sich sicher, werde man die Chance auf ein eigenes Tor bekommen. „Man bekommt immer ein paar Möglichkeiten, immer. In Hoffenheim hatte ich eine, Kainzi hatte eine. Gegen Bayern müssen wir sie nutzen. Da müssen wir da sein“, erklärt er.

Verlassen kann sich der Neu-Werderaner bei seiner Heimpremiere auf ein gefülltes Weser-Stadion. „Zuhause zu spielen, ist ein Vorteil“, sagt Augustinsson. Jahrelang habe sein Ex-Klub Kopenhagen in der Champions League nur zuhause gewinnen können, beim ersten Auswärtssieg in Brügge stand Augsutinsson selbst auf dem Feld. „Das sagt sehr viel darüber aus, wie wichtig Heimspiele sind. Die Fans im Rücken zu haben bedeutet eine Menge, das ist ein großer Vorteil, den wir nutzen müssen.“ Das gäbe jedem ein paar Prozente zusätzliche Motivation. „Wir müssen den Gegner spüren lassen, dass wir diesen zwölften Mann haben.“