Die Zeit nutzen

Werder optimiert Abläufe für das "klare Ziel"

Gespräche führen, Inhalte besprechen: Alexander Nouri und Team wollen die Zeit in Köln nutzen (Foto: nordphoto).
Profis
Donnerstag, 19.10.2017 // 18:53 Uhr

Von Niklas Behrend

Jedes Spiel in der Liga ist wichtig, aber schon ein Blick auf die Tabelle genügt, um die besondere Bedeutung des Auswärtsspiels in Köln zu erkennen. Deswegen reist die Mannschaft schon am Freitagmorgen, somit einen Tag früher als normalerweise bei einem Gastspiel, in die Domstadt. Aber nicht nur zeitlich, sondern auch inhaltlich hat Werder die Abläufe in der Vorbereitung auf die Partie optimiert. „Wir wollen die Zeit nutzen, um uns außerhalb des normalen Alltags gemeinsam einzuschwören“, so Werders Cheftrainer Alexander Nouri.

Bei dem Wort 'Alltag' hat Nouri zahlreiche Details im Sinn, selbst die Schlafsituation junger Familienväter im Kader der Grün-Weißen lässt er nicht außer Acht. Eine geregelte Nachtruhe könnte durch den Nachwuchs schon mal "erschwert werden", gibt Nouri auf der Pressekonferenz am Donnerstag ein konkretes Beispiel. Einen Lagerkoller befürchtet der Coach indes nicht: „Es wird keine Langeweile aufkommen. Wir werden die Zeit nutzen, um inhaltliche Aspekte zu erarbeiten. Dazu werden wir neben Gruppen- auch Einzelgespräche führen. Wir wollen uns total auf die 90 Minuten fokussieren.“ 

Abgesehen von der Zeit im Teamhotel wird sich der SVW am Rhein auch auf dem Platz den Feinschliff für das Duell mit dem FC holen. Die Grün-Weißen werden sowohl am Freitag als auch Samstag eine Trainingseinheit in der Rheinmetropole absolvieren. Und selbst am Spieltag wird es einige Anpassungen geben, allerdings gezwungenermaßen aufgrund der Anstoßzeit am Mittag. So wird zum Beispiel die Organisation des Essens individuell angepasst. „Wir werden der Mannschaft verschiedene Varianten bieten. Es wird ein normales Frühstück geben und eine Mahlzeit am frühen Vormittag. Spieler, die lieber später frühstücken, werden auch die Möglichkeit dazu haben“, erklärt Nouri.

Neben dem Essen werden Delaney, Moisander und Co. eine gemeinsame Aktivierung absolvieren, bevor es zur obligatorischen Teambesprechung geht. Der Gedanke des klassischen Teambuildings steht bei den getroffenen Maßnahmen allerdings eher im Hintergrund. Denn zum Einen ist der Teamspirit bei den Grün-Weißen intakt und zum Anderen liegt die Priorität eher darauf, möglichst perfekte Voraussetzungen für die Partie im Rhein-Energie-Stadion zu schaffen. „Wir werden kein Rafting machen oder ins Kino gehen. Wir werden uns konzentrieren, um die beste Version von uns auf den Platz zu bringen“, unterstreicht der Cheftrainer.