Kollektiv, nicht Kuschelkurs

Keine Kuschelatmosphäre, sondern kritische Analyse: Alexander Nouri weiß um die ernste Lage (Foto: nordphoto).
Profis
Donnerstag, 16.02.2017 // 17:55 Uhr

Von Yannik Cischinsky

Es geht nur gemeinsam! Wenn die Grün-Weißen Punkte aus Mainz entführen wollen - und das ist die unbestrittene Maßgabe für die Begegnung am Samstag – müssen sie als Einheit auftreten. Das stellte auch Cheftrainer Alexander Nouri am Donnerstag noch einmal unmissverständlich klar. Nur wenn man an einem Strang ziehe, könne man die Negativserie von vier Niederlagen hintereinander beenden. „Wir dürfen uns als Team nicht auseinanderdividieren lassen“, formulierte der Werder-Coach den Anspruch. 

Bei der Pressekonferenz am Donnerstag berichtete Nouri aus der täglichen Arbeit und vom Umgang mit der schwierigen Situation: „Keiner zeigt mit dem Finger auf den anderen, sondern übernimmt Verantwortung. Wir kuscheln aber auch nicht miteinander, sondern sprechen die Fehler intern knallhart und kritisch an.“ Natürlich sei es für alle Beteiligten überaus frustrierend aus den vergangenen Spielen nichts Zählbares mitgenommen zu haben, aber man ziehe sich nicht gegenseitig runter, sondern versuche „sich positiv zu bestärken“, so Nouri.

Im Kurz-Trainingslager will der Werder-Coach vermehrt Einzelgespräche führen (Foto: nordphoto).

Ein Baustein ist das Kurz-Trainingslager vor dem Mainz-Spiel, in das die Werderaner am Donnerstagnachmittag reisen. „Der Kopf ist definitiv mitentscheidend in der aktuellen Situation. Es geht darum, miteinander Zeit zu verbringen, Gespräche zu führen“, erläuterte der Cheftrainer noch einmal die Maßnahme. Das Gemeinschaftsgefühl soll weiter gestärkt werden. „Es ist überaus wichtig, ein Team zu sein. Ich finde es gut, wie die Mannschaft zusammenhält“, pflichtete Thomas Delaney seinem Coach bei.

Der Mittelfeldakteur betonte aber auch, dass diese Gespräche „untereinander stattfinden und nicht in der Öffentlichkeit oder den Medien. Das passiert in der Umkleide. Da ist jeder gefordert.“ Vor den Augen aller gefordert ist die Mannschaft dann am Samstagnachmittag.