Endlich wieder Tomaten auf der Pizza

Schon vor Vorbereitungsstart arbeitet Yatabaré individuell, will so schnell wie möglich zur Mannschaft stoßen (Foto: WERDER.DE).
Profis
Dienstag, 05.07.2016 // 18:32 Uhr

Von Maximilian Prasuhn

Der Moment seiner Verletzung ging im Nebelhorn des Weser-Stadions und dem lauthalsen Jubel der rund 40.000 Werder-Fans unter. Am drittletzten Spieltag war etwa eine halbe Stunde gespielt, Werder duellierte sich mit dem direkten Konkurrenten, dem VfB Stuttgart. Winterneuzugang Sambou Yatabaré tankte sich auf rechts durch, flankte den Ball in den Strafraum, den Stuttgarts Baba ins eigene Tor beförderte. Der malische Nationalspieler verletzte sich bei der Flanke allerdings so schwer, dass er ausgewechselt werden musste und den Rest der Saison verpasste. Die Diagnose: Muskelbündelriss.

"Im letzten Spiel von der Tribüne aus zuzugucken, war sehr hart für mich. Jetzt freue ich mich aber auf die kommende Saison und hoffe, beim ersten Spiel mitmachen zu können", erzählt Yatabaré. 

Damit das gelingt, arbeitet der 27-Jährige fleißig an seinem Comeback. Schon vor Trainingsstart geht der Mittelfeldspieler laufen, absolviert individuelle Übungen. "Inzwischen geht alles deutlich besser. Ich konnte die Zeit gut nutzen, um mich zu erholen. Mein persönliches Training sieht so aus wie das der anderen aus der Mannschaft." Das beschränke sich momentan zwar noch auf die Lauf- und Fitnessübungen, aber Yatabaré plant fest damit, bald auch wieder intensive Einheiten mit seinem besten Freund, dem Ball, zu absolvieren. "Es ist wirklich ein Genuss Fußball zu spielen, ich denke dabei an nichts anderes mehr", sagt er und findet sogar einen ausgefallenen Vergleich für seine Liebe zu diesem Sport. "Ein Leben ohne Fußball ist wie eine Pizza ohne Tomaten. Die Tomate ist das, was dem Leben das Besondere verleiht."

Umso motivierter geht Yatabaré in die neue Spielzeit: "Ich muss hart arbeiten, um das Niveau zu erreichen, das ich vor der Verletzung habe. Dann möchte ich aber auch Fortschritte erzielen, mich in der Mannschaft etablieren und von Spiel zu Spiel besser werden, das ist mein Ziel!"

Auch Raphael Wolf und Michael Zetterer stehen wieder auf dem Platz und haben ihr individuelles Torwart-Training aufgenommen. „Mir geht es endlich besser. Ich bin schmerzfrei und hoffe, dass ich mittelfristig wieder einsatzbereit sein werde“, sagt Wolf.

 

Yatabaré ist zurück auf dem Platz!