Dresden Cup: Auftakt gegen Betis Sevilla

Duell zweier grün-weißer Teams

Zum Auftakt des Dresden Cup treffen Petsos und Co. auf Real Betis Sevilla aus Spanien (Foto: nordphoto).
Vorbericht
Donnerstag, 28.07.2016 // 13:50 Uhr

Von Michael Freinhofer

Direkt im Anschluss an das Zillertal-Trainingslager nimmt Werder am "Dresden-Cup 2016“ teil. Neben dem Gastgeber SG Dynamo Dresden und Werder werden mit Real Betis Sevilla und dem FC Everton noch zwei weitere europäische Traditionsvereine am Vorbereitungsturnier mitwirken. Werder Bremen eröffnet am Freitag, 29.07.2016, um 18 Uhr gegen den spanischen Erstligisten aus Sevilla das Turnier. „Sport 1“ überträgt die Auftakt-Partie live. WERDER.DE berichtet vom ersten Turniertag der Grün-Weißen ab 17:45 per Live-Ticker.

Die Andalusier reisen mit viel Selbstvertrauen an. In den bisherigen vier Vorbereitungsspielen konnten die „Béticos“ immer als Sieger vom Platz gehen. Darunter jeweils ein 2:1-Sieg gegen den englischen Aufsteiger Middlesbrough und den Zweitligisten FC Fulham. Für den in ebenfalls grün-weiß auflaufenden Traditionsklub aus dem Süden Spaniens beginnt die neue Spielzeit bereits etwas früher. Nach dem Turnier in Sachsen und noch zwei weiteren Testspielen gegen Sporting Lissabon und HSC Montpellier startet für Betis die Saison am Samstag, 20.08.2016, auswärts beim amtierenden Meister FC Barcelona.

Fahrstuhlmannschaft aus Sevilla

In den letzten Jahren musste der 1907 gegründete Verein einige Abstiege verkraften. 2009 verabschiedete sich Betis nach achten Jahren ununterbrochener Erstligazugehörigkeit aus der höchsten Spielklasse. Bereits zum elften Mal ging es für den Meister von 1935 eine Spielklasse tiefer. Nach turbulenten Zeiten mit Manipulationsverdächtigungen rund um Club und Verband konnte nach zwei Jahren der Wiederaufstieg gefeiert werden. Als Siebtplatzierter in der Saison 2012/2013 qualifizierte man sich sogar für den internationalen Wettbewerb und konnte in der darauffolgenden Spielzeit bis ins Achtelfinale der UEFA Europa League einziehen. Ausgerechnet gegen den Stadtrivalen und fünffachen Europa-League-Sieger FC Sevilla schied man im Elfmeterschießen aus. International war es dennoch der größte Erfolg von Betis.

In der heimischen Liga lief es für die „Grün-Weißen“ aus der mit 700.000 Einwohner viertgrößten Stadt Spaniens dagegen gar nicht rund. Betis musste als Tabellenletzter wieder einmal den Gang in die zweite Liga antreten. Nach dem Abstieg in der Saison 2013/2014 schaffte der zweifache spanische Pokalsieger (1977 und 2005) mit dem Meistertitel in der zweitklassigen Segunda División den sofortigen Wiederaufstieg. Als Aufsteiger in der abgelaufenen Spielzeit belegten die „Verdiblancos“ den starken zehnten Tabellenplatz in der Primera División.

Von Odonkor bis van der Vaart

Rafael van der Vaart: Wechselte im Sommer 2015 von Hamburg nach Sevilla (Archivfoto: nordphoto).

Bei Sevilla standen auch schon einige Akteure aus der Bundesliga auf dem Platz. Nach der WM 2006 wechselte der 16-fache Nationalspieler David Odonkor von Borussia Dortmund zu Betis. Der mittlerweile 32-Jährige absolvierte in fünf Spielzeiten wettbewerbsübergreifend 52 Spiele und erzielte für die Andalusier drei Tore. In der vergangenen Saison wechselte Heiko Westermann nach fünf Jahren beim HSV nach Spanien und spielte 20 Partien für Real Betis. Mittlerweile ist Ajax Amsterdam allerdings schon wieder der neue Arbeitgeber des Abwehrspielers. Seit Sommer 2015 steht mit dem Niederländer Rafael van der Vaart ein ebenfalls langjähriger Spieler aus der Bundesliga in Sevilla unter Vertrag.