Charakter gefordert

Der Vorbericht zum Mainz-Spiel

Lamine Sané und Jhon Cordoba machten bereits im Hinspiel enge Bekanntschaft miteinander (Foto: nordphoto).
Vorbericht
Donnerstag, 16.02.2017 // 15:33 Uhr

Jetzt ist der Charakter der Mannschaft gefordert. Nach vier Niederlagen zum Start ins Jahr wollen die Grün-Weißen am Wochenende endlich die ersten Punkte in 2017 einfahren. Am Samstag, 18.02.2017, um 15.30 Uhr (ab 15.15 Uhr im Live-Ticker auf WERDER.DE) trifft das Team von Cheftrainer Alexander Nouri auf den 1. FSV Mainz 05. Ein Team „mit viel Qualität im Umschaltspiel“, wie Nouri vor dem wichtigen Auswärtsduell in Rheinhessen betont. „Wir müssen kompakt stehen und dürfen nicht in die Konter der Mainzer laufen“, warnt der Werder-Coach. Frank Baumann betont vor dem 21. Spieltag noch einmal die große Bedeutung der Partie. „Jeder, der die Tabelle lesen kann, weiß, dass wir gefordert sind“, so der Geschäftsführer Sport.

Warum Werder bei Flanken und Standards besonders aufpassen sollte, welche besondere Erinnerung Clemens Fritz an Mainz hat und welche Statistik für einen Sieg der Werderaner sprechen könnte, hat WERDER.DE folgend zusammengestellt. 

Stand in neun Duellen mit Mainz neunmal in der Startelf: Theodor Gebre Selassie (Foto: nordphoto).

Wussten Sie schon, dass…

… Mainz nur eines der letzten neun Heimspiele gegen Werder gewinnen konnte? In diesem Zeitraum gab es für die Werderaner bei den Rheinhessen sage und schreibe sechs Auswärtserfolge und nur einen einzigen Dreier der Hausherren. Insgesamt hat Mainz in der Bundesliga nur gegen Bayern München einen noch schlechteren Heim-Punkteschnitt als gegen Werder.

... die Mainzer sich zuletzt allerdings überaus heimstark präsentierten? Der 2:0-Erfolg gegen Augsburg war bereits der 5. Bundesliga-Heimsieg in dieser Spielzeit. Von den zehn Pflichtspielen vor heimischem Publikum verlor die Schmidt-Elf sogar lediglich das Duell mit Tabellenführer Bayern München, sechsmal siegten sie, dreimal spielte das Team remis.

… es am Samstag auf die direkten Duelle ankommen wird? In puncto Zweikampfquote liegen die beiden Teams nämlich am Tabellenende. Während die Mannschaft von Martin Schmidt mit nur 47,7 Prozent gewonnener Zweikämpfe auf dem 18. Platz steht, gewann die Elf von Alexander Nouri auf Rang 17 mit 47,9 Prozent nur unwesentlich öfter das Duell Mann gegen Mann.

… Werder vor allem bei hohen Bällen wachsam sein sollte? Mainz erzielte am letzten Spieltag bereits das zehnte Kopfballtor der laufenden Saison. Kein anderes Bundesligateam traf so oft per Kopf. Übrigens: Torschütze dieses zehnten Mainzer Kopfballtreffers war Ex-Werderaner Levin Öztunali, der für die Grün-Weißen zwischen Januar 2015 und Juni 2016 insgesamt 41 Bundesligapartien absolvierte. Für den 20-Jährigen war es in der Bundesliga das erste Tor per Kopf. 

Bojan Krkic spielte im Ajax-Trikot unter anderem gemeinsam mit Niklas Moisander (Archivfoto: nordphoto).

… Alexander Nouri sein emotionales Debüt in der Bundesliga gegen die Mainzer gab? Bei dem engagierten ersten Auftritt unter dem 37-Jährigen ging Werder durch den furiosen Distanzschuss von Izet Hajrovic (12.) früh in Führung und dominierten die Gäste über weite Strecken der Partie. Erst unmittelbar vor Schluss drehte der FSV durch den jetzigen Wolfsburger Yunus Malli (87.) und Pablo De Blasis (90.+2) noch in ein aus Werder-Sicht äußerst unglückliches 1:2. Nouri wurde in der turbulenten Schlussphase zudem auf die Tribüne verbannt. „Natürlich ist der unangenehme Blick von der Tribüne im Hinterkopf geblieben, aber ich habe auch viel erlebt und gelernt in dieser Partie“, so Nouri rückblickend. Zum Spielbericht!

… sich Bojan Krkic und Niklas Moisander noch aus der holländischen Eredivisie kennen? Der Mainzer Winterneuzugang Bojan Krkic spielte in der Saison 2013/14 bei Ajax Amsterdam zusammen mit Werders Innenverteidiger Niklas Moisander. Mit dem vom FC Barcelona ausgebildeten und nach Amsterdam verliehenen Bojan holte Moisander den Supercup in den Niederlanden, am Saisonende feierten sie zudem den Meistertitel. Danach endete Bojans Leihe, Moisander spielte noch ein weiteres Jahr für den holländischen Rekordmeister.

... Frank Baumann und Clemens Fritz eine besondere Erinnerung mit Mainz verbinden? Der damalige und der heutige Kapitän standen vor über zehn Jahren auf dem Feld, als Werder am 27.10.2006 den Mainzern die höchste Bundesliga-Niederlage ihrer Vereinsgeschichte beibrachte. Es ist bis heute das einzige Mal, dass die Nullfünfer sechs Gegentreffer in einer Bundesliga-Partie kassierten. Für den SVW trafen Miroslav Klose und Aaron Hunt (je zweimal) sowie Diego und Naldo, den Ehrentreffer der Hausherren erzielte Mimoun Azaouagh.

... der Schiedsrichter ein gutes Omen sein könnte? Deniz Aytekin wird die Partie zwischen Mainz und Werder leiten, zuletzt pfiff er die Grün-Weißen am fünften Spieltag der laufenden Saison gegen den VfL Wolfsburg. Der SVW gewann damals mit 2:1, es war der erste Sieg dieser Spielzeit. Wieso also nicht mit Aytekin an der Pfeife auch den ersten Erfolg in 2017 feiern? Was schon sicher ist: Die Assistenten des 37-Jährigen sind Christian Dietz und Eduard Beitinger, vierter Offizieller ist Benjamin Cortus.

… die Partie wie gewohnt im Live-Ticker auf WERDER.DE und auf dem Smartphone verfolgt werden kann? Ab 15.15 Uhr am Samstag berichtet das Medien-Team der Grün-Weißen live aus der OPEL ARENA und wird alle Informationen schnell und umfangreich direkt auf die Endgeräte der Werder-Fans bringen.

Zusammengestellt von OPTA und WERDER.DE