"Mit dem Ausgleich belohnt"

Die Stimmen zum Leverkusen-Spiel

Fin Bartels und Co. holten in Leverkusen einen hoch verdienten Punkt (Foto: nordphoto).
Profis
Sonntag, 12.03.2017 // 00:41 Uhr

Von Dominik Kupilas und David Steinkuhl

Es waren Bilder mit Symbolcharakter, die sich unmittelbar nach dem gehaltenen Strafstoß durch Felix Wiedwald in der BayArena abspielten: Die gesamte Mannschaft lief umgehend auf den Werder-Keeper zu, feierte die wichtige Parade und den völlig verdienten Auswärtspunkt. "Das war pure Freude. Alle sind auf mich zugestürmt und haben sich gefreut“, erinnert sich Wiedwald an die Augenblicke in den letzten Sekunden des Spiels.

WERDER.DE hat sich in der Mixed Zone der BayArena umgehört und fasst im Folgenden die wichtigsten Aussagen zusammen.

Zum Spielverlauf:

Werder war über weite Strecken der Partie das spielbestimmende Team (Foto: nordphoto).

Fin Bartels: „Wir haben heute versucht den Gegner so oft wie möglich zu beschäftigen. Immer wenn wir in Ballbesitz waren, haben wir versucht das Spiel zu kontrollieren und ruhig zu halten. Die Leistung war deutlich besser als in den letzten Wochen, wir sind mittlerweile schon etwas gefestigter. Heute wäre es ein richtiger Schlag gewesen, wenn wir das noch verloren hätten, das wäre richtig bitter gewesen. Auch wenn wir hätten gewinnen können, jetzt sind wir erstmal zufrieden mit dem Punkt.“

Maximilian Eggestein: „Heute hat das System stark dazu beigetragen, dass wir die Partie über weite Strecken kontrollieren konnten. Im Zentrum hatten wir häufig Überzahl, das kam unserem Spiel in vielen Situationen zugute.“

Alexander Nouri: „Wir haben ein klasse Spiel gemacht. Wir wussten genau, was auf uns zukommt und das eine absolute Topleistung nötig sein wird. Das ist über weite Phasen gelungen. Wir haben gefightet und hatten eine gute Energie auf dem Platz. Leverkusen spielt am Mittwoch in der Champions League in Madrid und wir kämpfen für den Klassenerhalt. In der zweiten Halbzeit haben wir das Spiel kontrolliert und viele Situationen rund um den Strafraum gehabt. Gott sei Dank haben wir etwas Zählbares mitgenommen. Ich freue mich, dass sich die Mannschaft belohnt hat.“

Felix Wiedwald: „Das war heute ein sehr gutes Spiel von uns. Wir hätten hier heute auf keinen Fall als Verlierer vom Platz gehen und am Ende haben wir uns mit dem Ausgleich belohnt. Wir hatten auch darüber hinaus noch einige Chancen, aber heute soll es nicht sein mit dem Sieg.“

Zum Elfmeter:

Nach seinem gehaltenen Elfmeter der Held der grün-weißen Anhänger: Felix Wiedwald(Foto: nordphoto).

Felix Wiedwald: „Ich habe die Situation zum Elfmeter selber eingeleitet. Zuletzt bin ich immer in die Ecke gegangen, die auf meiner Elfmeter-Liste stand, und habe nicht gehalten. Heute habe ich es zum Glück anders gemacht.“

Maximilian Eggestein: „Ich habe mich direkt bei Felix bedankt und habe ihn gefragt, wohin ich ihn zum Abendessen einladen soll. Aber er hat nichts dazu gesagt, weil er meint, er hätte die Situation durch den zu kurzen Abstoß selber eingeleitet.“

Fin Bartels: „Das war ein absolut kurioses Ende, wir müssen uns einfach bei Wiedi bedanken, denn alles andere als mindestens ein Punkt wäre einfach nicht verdient gewesen. Es ist schon Wahnsinn, was er in den letzten Wochen immer wieder rausholt, gerade in dieser Phase ist er ein ganz wichtiger Rückhalt für uns.“

Maximilian Eggestein: „Ich habe direkt gesehen, dass Felix die Ecke hatte. Man kann nicht beschreiben, wie erleichtert ich war. Alles wäre umsonst gewesen und ich wäre verantwortlich.“

Alexander Nouri: „Daraus wird Maxi lernen. Aber ich mache ihm keinen Vorwurf, er hat, wie alle anderen auch, ein gutes Spiel gemacht. Aber das zeigt, dass man bis zum Schluss voll konzentriert sein muss. Anderseits freue ich mich für Wiedi, dass er den Elfer gehalten hat.“

Zur Delaney-Rückkehr:

Thomas Delaney: „Der Coach hat entschieden, dass ich nicht spiele. Ich habe gestern zwar gesagt, dass ich einsatzbereit bin, aber ich glaube es war ganz gut noch nicht zu beginnen. Das waren richtig harte 30 Minuten für mich, ich habe nur einmal richtig mittrainieren können unter der Woche, da war die Fitness noch ein großes Problem. Trotzdem war es schön, die Maske hat mich nicht gestört. Sobald man spielt, merkt man kaum, dass man sie überhaupt trägt.“