"Das Ergebnis harter Arbeit"

Die Stimmen zum Schalke-Spiel

Max Kruse, Theodor Gebre Selassie und Co. konnten drei weitere wichtige Punkte feiern (Foto; nordphoto).
Profis
Mittwoch, 05.04.2017 // 00:28 Uhr

Von Dominik Kupilas, Yannik Cischinsky und Leon Küther

Die Serie hält! Mit dem 3:0-Heimsieg gegen Schalke holten die Grün-Weißen die nächsten wichtigen Punkte – für den Klassenerhalt, wie die Werderaner nach dem Schlusspfiff unmissverständlich klar machten. „Wir wissen, dass wir noch lange nicht durch sind und wir über etwas anderes reden können, wenn wir den Klassenerhalt perfekt gemacht haben“, sagte Maximilian Eggestein. 35 Zählen stehen auf dem Punktekonto des SVW, erstmals in dieser Saison könnte Werder am Ende des Spieltags auf einem einstelligen Tabellenplatz stehen.

WERDER.DE hat sich unter den Grün-Weißen umgehört und trotz der beeindruckenden Punkteausbeute von 19 Zählern aus den letzten sieben Spielen realistische Einschätzungen angetroffen.

Zum Spielverlauf:

Teamgeist pur: Zlatko Junuzovic und Fin Bartels (Foto: nordphoto)

Milos Veljkovic: „Es war unsere Taktik heute vor allem hinten sicher zu stehen und möglichst die Null zu halten. Wir wussten, dass wir Konterchancen bekommen werden und zum Glück sind uns die Tore gelungen.“

Zlatko Junuzovic: „Wir haben heute kein überragendes Spiel gemacht, es war lediglich eine ordentliche Partie. Schalke hat uns das Leben schwer gemacht. Die Tore sind aber zum richtigen Zeitpunkt gefallen und aktuell ist es eine Frage des Selbstvertrauens.“

Niklas Moisander: „Es war heute ein unglaublicher Abend. Für uns alle! Die erste Halbzeit war nicht top, die zweite schon. Wir sind sehr zufrieden. Wir gehen mit viel Selbstvertrauen ins nächste Spiel. Es ist gut, dass wir zu null gespielt haben. Vor allem im defensiven Bereich haben wir viel gearbeitet.“

Alexander Nouri: „Die Basis war auch heute wieder, das wir eine Gemeinschaft des Willens auf den Platz gebracht haben. Wir haben viel Aufwand betrieben und sehr gut verteidigt. Großes Kompliment an die Mannschaft, die heute ihr Herz auf dem Platz ausgeschüttet hat. Wir betreiben unglaublich viel Aufwand, machen viele Wege. Mit den Resultaten ist die Überzeugung gewachsen.“

Max Kruse: „Es war ein eng umkämpftes Spiel, Schalke war sehr gut drin in der Partie, wir haben keinen richtigen Zugriff bekommen. In der ersten Halbzeit hatten sie bis zum Tor gute Möglichkeiten, aber das Quäntchen Glück ist momentan bei uns, wir machen im Moment zur richtig Zeitpunkt die Tore. Das haben wir auch heute wieder geschafft.“

Theodor Gebre Selassie: „Ich bin sehr glücklich über den Sieg und mein Tor. Es ist ein guter Abend, so wie wir ihn uns vorgestellt haben. An diesem Spiel sieht man, wie wichtig Selbstvertrauen im Fußball ist. Wir haben guten Fußball gespielt und holen jetzt auch die Punkte. Jeder ist für den anderen da. Aber wir dürfen jetzt nicht nachgeben und denken, dass wir schon etwas erreicht haben.“

Fin Bartels: „In der ersten Halbzeit gehen wir aus dem Nichts in Führung. Nach der Pause hält uns Wiedi die Führung fest und dann machen wir zum richtigen Zeitpunkt die Tore. Das gelingt uns momentan, auch wenn wir bis dahin nicht perfekt gespielt haben. Aber wir haben immer an uns geglaubt und sind durch die Erfolge in den letzten Wochen noch selbstsicherer. Wir wissen, dass wir in jedem Spiel unsere Chancen bekommen.“

Zur Siegesserie:

Geballte Offensivpower verhalf dem SV Werder zum siebten Spiel in Folge ohne Niederlage (Foto: nordphoto)

Milos Veljkovic: „Die Siege sind das Ergebnis harter Arbeit. Die vielen Trainingseinheiten zahlen sich aus, der Anteil von Alexander Nouri ist riesig. Er stellt uns gut ein, wir besprechen sehr viel vor den Spielen und momentan können wir es als Mannschaft gut umsetzen.“

Zlatko Junuzovic: „Wir agieren als Einheit, arbeiten akribisch und versuchen, die Inhalte des Trainerteams bestmöglich umzusetzen. Das gelingt mal besser und mal schlechter. Wir werden weiter daran arbeiten.“

Niklas Moisander: „Wir sind in einer guten Form. Es war wichtig, dass wir gut aus der Länderspielpause herauskommen. Mit diesen beiden Siegen ist uns dies gelungen. Ich denke, dass Frankfurt einen anderen Gegner bevorzugen würde. Nach dem Freitagsspiel wissen wir noch genauer, wo wir stehen.“

Zur Tabellensituation:

Fin Bartels: „Wir sollten jetzt weiter ein paar Punkte sammeln, den Ball flachhalten und uns über diese Serie freuen.“

Alexander Nouri: „Die Fans dürfen heute träumen, wir bleiben mit beiden Beinen auf dem Boden. Wir wissen, dass die Brücke zwischen Realität und Traum harte Arbeit ist. Und der Abstand nach unten ist weiter sehr eng. Wir fokussieren uns nur auf die kommende Aufgabe, sonst auf nichts. Es liegt noch ein weiter Weg vor uns und wir wissen, dass wir noch Punkte brauchen."

Niklas Moisander: „Wir sind trotz der Siege immer noch in einer ähnlichen Situation wie vor ein paar Wochen. Wir haben momentan viel Selbstvertrauen, das müssen wir uns auch in den kommenden Spielen weiter hart erarbeiten und so weitermachen.“

Theodor Gebre Selassie: „Wir brauchen nicht über die Europa League reden, sondern sollten uns weiterhin voll auf uns und unsere Stärken fokussieren und versuchen, möglichst viele Spiele zu gewinnen. Wir haben momentan einen Lauf und hoffen, dass es so weitergeht. Am Ende werden wir sehen, was dabei herauskommt.“

Milos Veljkovic: „Die Rufe der Fans habe ich ehrlich gesagt nicht gehört (lacht). Die Fans können träumen, wir konzentrieren uns nur auf uns, denken von Spiel zu Spiel und werden nicht abheben.“

Zlatko Junuzovic: „Im Erfolg macht man die größten Fehler. Wir brauchen nicht auf Wolke sieben schweben, sondern müssen realistisch bleiben und ‚Europa‘ gar nicht in den Mund zu nehme. Wir wissen, wo wir herkommen und was wir in den letzten Monaten durchgemacht haben. Die Liga ist hart, jedes der kommenden Spiele wird schwer. Wir müssen aufpassen und jeder Einzelne hat die Verantwortung, realistisch zu bleiben.“

Max Kruse: „Lass die Leute doch träumen. Es ist schön, wenn die Fans in Bremen wieder das Träumen anfangen können, aber wir als Mannschaft konzentrieren uns auf die Aufgaben, die vor uns liegen. Wir haben eine gute Serie hinter uns, aber ich habe das mit St. Pauli schon einmal erlebt. Da waren wir Zwölfter oder 13. und haben auf einmal alle Spiele verloren. Am Ende sind wir abgestiegen. Wir wissen, dass wir gut daran tun, mit voller Power ins nächste Spiel zu gehen. In Frankfurt haben wir die Chance, einen großen Schritt zu gehen, aber Eintracht wird alles daran setzen, das zu verhindern.“