Werder und Huddersfield trennen sich 0:0

Moisander mit Debüt für Werder Bremen

Niklas Moisander: Der 30-jährige Finne feiert gegen Huddersfield sein Debüt im Werder-Trikot (Foto: nordphoto).
Profis
Dienstag, 26.07.2016 // 20:16 Uhr

Von Michael Freinhofer

Der SV Werder und der englische Zweitligist Huddersfield Town trennten sich am Dienstagabend mit einem torlosen Unentschieden. Die Grün-Weißen zeigten sich vor allem defensiv verbessert gegenüber dem Test gegen 1860 München und waren über weite Strecken die tonangebende Mannschaft im Parkstadion in Zell am Ziller. Werder-Coach Viktor Skripnik zeigte sich deshalb trotz des 0:0 zufrieden: "Die Entwicklung im Vergleich zur letzten Partie war sichtbar, die Jungs haben eine Reaktion gezeigt", so der Cheftrainer nach dem Spiel. Nach einer weitgehend ereignisarmen ersten Halbzeit kamen für den zweiten Durchgang frische Kräfte ins Spiel. Fallou Diagne hatte per Kopf (54.) die größte Möglichkeit den SV Werder in Führung zu bringen. Gegen Ende der Partie nahm das Vorbereitungsspiel nochmal etwas Fahrt auf. Janek Sternberg per Dropkick und kurz darauf Lennart Thy mit einem Heber hatten rund 15 Minuten vor Spielende noch die Gelegenheit, den Siegtreffer zu erzielen. Für beide Mannschaften ist es das erste torlose Testspiel im Rahmen der Saisonvorbereitung.

Aufstellung und Formation: Wie bereits im Testspiel gegen die Löwen agierten die Grün-Weißen im 4-1-4-1. Im Tor stand diesmal der tschechische Schlussmann Jaroslav Drobny. Neuzugang Niklas Moisander feierte in der Innenverteidigung sein Debüt für den SV Werder. Luca Caldirola, Leon Guwara und Theodor Gebre Selassie komplettierten die Viererkette. Vor der Abwehr lief Lukas Fröde als "Sechser" auf. Zlatko Junuzovic und Clemens Fritz spielten im Mittelfeld. Über die Außenpositionen kamen Florian Kainz und Fin Bartels. Als Sturmspitze schickte Cheftrainer Viktor Skripnik Johannes Eggestein ins Spiel. Zur Pause wechselte Skripnik auf allen zehn Feldspieler-Positionen.

Ereignisarme erste Hälfte auf beiden Seiten

Sah nach einem Gerangel mit Kachunga die gelbe Karte: Luca Caldirola (Foto: nordphoto).

14. Minute: Nach einer anfänglichen Abtastphase gibt es nach rund einer Viertelstunde die erste halbwegs gefährliche Aktion des SVW. Luca Caldirola schickt Theodor Gebre Selassie mit einem Seitenwechsel. Der Tscheche schlägt eine Flanke in den Strafraum, die der Keeper unterläuft, allerdings kann am langen Pfosten kein Werderaner davon profitieren.

28. Minute: Die Engländer sorgen für die bisher beste Möglichkeit im Testspiel. Über die linke Seite bringt Rajiv van La Parra das Leder in den Fünfer, wo der aus Ingolstadt ausgeliehene Elias Kachunga das Tor knapp verfehlt. 

37. Minute: Wieder steht Kachunga im Blickpunkt. Der Deutsche langt gegen Theodor Gebre Selassie an der rechten Außenbahn ordentlich hin und sieht zurecht die gelbe Karte. Die "Terriers" machen ihrem Spitznamen alle Ehre.

43. Minute: Der 24-jährige Kachunga ist etwas übermotiviert. Nachdem der Mittelstürmer Werders Luca Caldirola umreist, rasseln die beiden ordentlich zusammen. Kopf an Kopf stehen sich beide gegenüber, ehe Mitspieler dazwischen gehen können. 

Fallou Diagne sorgte für die größte Torchance

Seine Standards führten immer wieder zu guten Tormöglichkeiten: Izet Hajrovic (Foto: nordphoto).

54. Minute: Werder mit der ersten richtig guten Chance im zweiten Durchgang. Izet Hajrovic bringt von halblinks einen Freistoß an den langen Pfosten, wo Fallou Diagne am höchsten steigt und erzielt per Kopf fast die Führung der Grün-Weißen. Der für die zweite Hälfte eingewechselte Huddersfield-Keeper Luke Coddington kann aber sehenswert parieren.

65. Minute: Schrecksekunde im Parkstadion! Fallou Diagne muss sich behandeln lassen und verlässt vorerst das Feld. Der Senegalese kann aber kurz darauf wieder mitwirken.

76. Minute: Nach einer Ecke durch Hajrovic kommt das Spielgerät zu Janek Sternberg, der versucht es per Dropkick aus gut 30 Metern, doch der Ball streicht knapp am linken Pfosten vorbei. Schade!

77. Minute: Und gleich darauf hat der SVW die nächste gute Gelegenheit zur Führung. Melvyn Lorenzen prallt mit Keeper Coddington an der Strafraumkante zusammen. Von dort aus landet der Ball bei Lennart Thy, der ihn mit einem Heber ins leerstehende Tor bugsieren will. Leider tropft das Spielgerät aber vorher auf und anschließend über die Latte. Der Schiedsrichter hatte außerdem offenbar zuvor auf Foul gegen den Schlussmann entschieden.

Fazit:  Werder trennt sich nach einem wie erwartet intensiven Spiel ohne die ganz großen Chancen 0:0 vom englischen Zweitligisten Huddersfield Town. Die Engländer zeigten sich vor dem Tor harmlos und hatten in 90 Spielminuten keine hochkarätige Chance vorzuweisen. Für Werder hatte Fallou Diagne in der zweiten Hälfte noch die größte Möglichkeit den entscheidenden Siegtreffer zu erzielen. Nach der Testspiel-Niederlage gegen die Löwen bleiben die Werderaner auch im zweiten Testspiel im Zillertal ohne Sieg.

Stimmen zum Spiel und das Stenogramm:

Stimmen zum Spiel:

Viktor Skripnik zum Spiel: "Es war eine sehr disziplinierte Leistung gegen eine robuste Mannschaft. Natürlich wollen wir gewinnen, wir hatten nicht viele Torchancen, aber die wir rausgespielt haben, wie von Melvyn Lorenzen oder der Kopfball von Fallou Diagne, müssen wir nützen."

Viktor Skripnik zu Niklas Moisander: " Jeder hat gesehen, dass er am Ball top ist, eine gute Übersicht zeigt und die junge Spieler lautstark dirigiert. Er ist ein erfahrener Spieler und definitiv eine Verstärkung. Das erwarten wir von ihm."

Stenogramm:

Werder Bremen:

1. Halbzeit: Drobny - Gebre Selassie, Moisander, Caldirola, Guwara - Fröde, Fritz, Junuzovic, Kainz, Bartels - J. Eggestein

2. Halbzeit: Drobny - Sternberg, Gálvez, Diagne, U. Garcia - Petsos, Veljkovic, M. Eggestein, Lorenzen, Hajrovic - Thy

Huddersfield Town: Ward - Cranie, Schindler, Hudson, Löwe - Paurevic, Mooy, Dempsey, Scannell, van La Parra - Kachunga

Tore: - / -

Gelbe Karten: Caldirola (43.) / Kachunga (37.), Paurevic (43.)

Schiedsrichter: Stefan Gamper

Alle Höhepunkte der Partie gibt es in Kürze auf WERDER.TV. Das gesamte Spiel re-live steht schon jetzt zur Verfügung.

 

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