Erster Saisonsieg: 2:1 gegen Wolfsburg

Thy und Gebre Selassie erlösen Werder!

Viele gute Szenen, viele Torabschlüsse. Serge Gnabry (Foto: nordphoto).
Profis
Samstag, 24.09.2016 // 20:21 Uhr

Von Cord Sauer

Was für ein Spiel! Werder holt gegen Wolfsburg den ersten Saisonsieg und gewinnt 2:1 (0:0). Ein Eigentor von Robert Bauer brachte die Hecking-Elf schmeichelhaft in Front, Lennart Thy und Theodor Gebre Selassie trafen dann für Werder in der 86. und 92. Minute, verwandelten das Bremer Weser-Stadion in einen Hexenkessel. 

Aufstellung und Formation: Alexander Nouri vertraute derselben Anfangsformation wie schon beim jüngsten Heimspiel gegen den FSV Mainz 05 – bis auf eine Ausnahme. Lamine Sané musste kurzfristig mit Kniebeschwerden passen. Für ihn neu in der Innenverteidigung: Milos Veljkovic. Im zuletzt gut umgesetzten 4-1-4-1-System wollten Hajrovic, Gnabry, Manneh und Co. nun auch gegen die Wölfe überzeugen.

Werder macht das Spiel gegen Wolfsburg

Einer der Aktivposten in Durchgang 1: Ousman Manneh (Foto: nordphoto).

4. Minute: Erster Warnschuss der Gäste – Vierinha traut sich aus 35 Metern, deutlich daneben.

7. Minute: Fritz kommt über die rechte Seite und schlägt eine Flanke aus dem Halbfeld. Erst verpasst Manneh, dann versucht es Gnabry am zweiten Pfosten. Es gibt Eckball, den Veljkovic um ein Haar in die Maschen setzt.

12. Minute: Wieder Vierinha für die Hecking-Elf. Zieht aus spitzem Winkel ab, aber Drobny muss nicht eingreifen.

25. Minute: Nur wenig klare Torchancen bis zu diesem Zeitpunkt. Jetzt vielleicht? Manneh wird 18 Meter vor dem Tor zu Fall gebracht. Junuzovic zirkelt den Freistoß sehenswert aufs Tor, aber Casteels pariert stark.

29. Minute: Beste Szene von Werder. Gnabry mit starkem Antritt, lässt zwei Gegenspieler stehen und legt zentral auf Manneh ab, der den Ball jedoch mit vollem Risiko nimmt und ihn übers Tor setzt. Gute Phase der Bremer jetzt.

34. Minute: Junuzovic spielt den Doppelpass mit Gnabry, der dann aus 20 Metern draufhält. Knapp vorbei.

39. Minute: Manneh kämpft und behauptet den Ballbesitz, legt dann für Gebre Selassie ab, der abschließt. Wieder knapp vorbei. Werder deutlich spielbestimmender als die Wölfe, die sich hier immer mehr zurückziehen.

44. Minute: Gnabry energisch über links, legt den Ball ins Zentrum, wo Manneh ihn mit dem Rücken zum Torwart annehmen kann. Doch Casteels hat noch eine Fußspitze dran, als Werders Youngster die Drehung probiert.

Thy und Gebre Selassie erlösen Werder!

Bitterer Moment für Robert Bauer: Eigentor (Foto:nordphoto).

46. Minute: Grillitsch fällt im Strafraum. Aytekin gibt keinen Elfmeter.

55. Minute: Wieder Werder, wieder Gnabry. Setzt sich auf Links durch und sucht den Abschluss. Der Ball, abefeuert noch außerhalb des Strafraums, landet über dem Tor.

58. Minute: Gebre Selassie zieht rechts davon und flankt scharf rein, wo Gnabry den Ball mit der Brust annimmt und aus spitzem Winkel volley abzieht. Auch dieser Versuch landet drüber.

66. Minute: Hajrovic aus der Distanz. Wieder probiert es Bremen mit allen Mitteln, wieder verfehlt der Ball knapp sein Ziel.

67. Minute: Tor für den VfL Wolfsburg. Robert Bauer mit einem unglücklichen Eigentor…

75. Minute: Was geht noch für Werder? Nouri verhilft Niklas Schmidt zu seinem ersten Bundesliga-Einsatz.

78. Minute: Bruno Henrique prüft Drobny. Der ist aber zur Stelle. Weiter die schmeichelhafte Führung für die Gäste.

86. Minute: TOOOOR für Werder Bremen! Der hochverdiente Ausgleich! Lennart Thy fackelt nicht lange und schickt den Ball von der linken Strafraumecke in die lange Ecke. 1:1.

90. Minute: Gnabry mit Tempo. Legt ab auf Junuzovic. Der bringt den Ball scharf rein, Casteels hat die Finger dran. Man, man, man...

92. Minute: TOOOOOOOOOOOR FÜR WERDER! THEO GEBRE SELASSIE! Irgendwie kriegt der Abwehrmann die Kirsche hier in die Maschen! Unglaublich! 2:1 Werder! Pure Extase!

90.+3: Abpfiff!

Fazit: Was für ein Herzschlagfinale! Man möchte nicht von Weser-Wunder sprechen, aber eigentlich war das Ding durch. Die Wölfe führten unverdient, Robert Bauer brachte sie per Eigentor in Führung. Bremen aber stecke nie auf und belohnte sich durch zwei sehr späte Tore. Thy und Gebre Selassie die Torschützen. Trotz DFB-Pokal-Aus, trotz Niederlagen-Start in die neue Saison - die Mannschaft lebt. Und das hat sie gegen Wolfsburg eindrucksvoll bewiesen.

 

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