Eine bittere Nachricht

"Wir werden ihn bei allem unterstützen": Alexander Nouri mit Clemens Fritz (Foto: nordphoto)
Profis
Mittwoch, 08.03.2017 // 16:58 Uhr

Von Yannik Cischinsky

Und plötzlich Ende. Für Clemens Fritz ist die Saison – aller Voraussicht nach – gelaufen. Nach der Operation am Sprunggelenk wird der Werder-Kapitän für mehrere Monate ausfallen. „Das ist keine schöne Nachricht für uns und sehr, sehr schade“, erklärte Frank Baumann mit betretener Miene und machte noch einmal deutlich, dass mit einer „Wunderheilung“ nicht zu rechnen sei.

Auch innerhalb des Mannschaftskreises dämpfte die Nachricht, dass man im Saisonendspurt auf den Wortführer und Antreiber verzichten müsse, die Stimmung. „Das ist für uns alle echt bitter“, beschrieb Cheftrainer Alexander Nouri stellvertretend. „Ich habe gestern noch kurz mit ihm geschrieben und ihm ein paar positive Worte übermittelt, da ich von der Diagnose erfahren habe“, berichtete Serge Gnabry. „Ich habe ihm alles Gute gewünscht und hoffe natürlich auf eine schnelle Regeneration." 

Baumann: "Er wird das wegstecken"

Gegen Darmstadt riss sich Clemens Fritz das Syndesmoseband (Foto: nordphoto).

Seit knapp elf Jahren trägt Fritz das Werder-Trikot, seit fast sechs zudem die Kapitänsbinde. „Wir wissen alle, wie wichtig er für die Mannschaft ist und wie vielen Spielern er in bestimmten Situationen mit seiner Erfahrung Orientierung und Halt bietet“, sagte Nouri mit Blick auf die 331 Bundesliga-Partien des Routiniers. Ob die Partie gegen Darmstadt am vergangenen Samstag gleichzeitig der letzte Auftritt im deutschen Fußball-Oberhaus war, ist noch nicht klar.

Fritz' Vertrag läuft im Sommer aus. „Logischerweise haben weder er noch wir uns dazu bisher Gedanken gemacht. Wichtig ist jetzt nur, dass er sich von der Operation erholt, danach machen wir uns gemeinsam Gedanken, wie es weitergeht“, erklärte Baumann, der noch am Dienstagabend Kontakt zu Fritz hatte: „Natürlich war er enttäuscht. Das ist normal, wenn man als Sportler durch eine Verletzung rausgeworfen wird“, berichtete der 41-Jährige von dem Gespräch. Sorgen, dass Fritz in ein mentales Loch fallen könnte, macht sich Baumann aber nicht: „Er wird das wegstecken und seine Reha mit aller Konsequenz und Akribie beginnen.“ So wie man Clemens Fritz kennt.