Özil: "Bin ein großer Werder-Fan"

Reifte bei Werder zum Nationalspieler: Mesut Özil, noch heute ein Anhänger des SVW (Archivfoto: nordphoto).
Profis
Dienstag, 08.11.2016 // 17:01 Uhr

Heute ist Mesut Özil ein Weltstar. Ein Weltmeister, einer der größten deutschen Fußballer der jüngeren Vergangenheit. Bei Real Madrid und Arsenal London reifte der heute 28-Jährige zur umjubelten Ikone und einem der wertvollsten Spieler im Klubfußball, doch seine ersten Schritte machte Özil bekanntlich im Werder-Trikot. An der Weser wurde er Nationalspieler. Noch heute, sechs Jahre später, schlägt das Herz des gebürtigen Gelsenkircheners für den SVW. 

„Ich habe es wirklich sehr genossen, für Werder zu spielen und viele tolle Erfahrungen gesammelt. Ich bin ein großer Fan von Werder“, erinnert sich Özil in einem YouTube-Video seines aktuellen Clubs, Arsenal London, an die zwei Jahre an der Weser. Während er in einem Fotoalbum mit Bildern blättert, blickt Özil auf die verschiedenen Stationen seiner kometenhaften Karriere zurück. Das erste Länderspiel, ein Telefonat mit Mourinho über dessen Interesse an ihm und schließlich den Wechsel zu Real in die spanische Hauptstadt lässt er Revue passieren.

Von Bremen sind ihm vor allem zwei Dinge in Erinnerung geblieben. „Wir waren zu der damaligen Zeit ein wirklich gutes Team. Mit Diego, Claudio Pizarro, Torsten Frings oder Tim Wiese hatten wir sehr gute Spieler. Ich habe es sehr genossen, dort an den Aufgaben zu wachsen“, so Özil, und weiter: „Wir hatten auch einige erfolgreiche Momente wie den Gewinn des DFB-Pokals, wo ich im Finale das Siegtor zum 1:0 gegen Bayer Leverkusen geschossen habe. Ich war sehr glücklich“, sagt der Mittelfeldstratege heute rückblickend.

Ein ehemaliger Teamkollege hat den 83-fachen Nationalspieler besonders geprägt – und er ist noch immer an seiner Seite: Per Mertesacker. „Ich habe Per das erste Mal in Bremen getroffen. Er hat uns (junge Spieler) immer unterstützt, wie auch hier bei Arsenal. Er gibt immer hundert Prozent“, schwärmt Özil von seinem Mitspieler, mit dem er nicht nur von 2008 bis 2010 bei Werder sowie fünf Jahre in der deutschen Nationalmannschaft zusammenspielte, sondern auch seit 2013 in London in einem Team steht.