Geschäftsführung des SV Werder begrüßt Urteil des Verwaltungsgerichtes

Polizeikosten-Erstattung bei Risiko-Spielen sind laut Bremer Verwaltungsgericht nicht rechtens (Foto: nordphoto).
Profis
Mittwoch, 17.05.2017 // 18:02 Uhr

Die Geschäftsführung des SV Werder Bremen begrüßt das heutige Urteil des Verwaltungsgerichtes Bremen in Bezug auf Polizeikosten-Erstattung, wonach die Gebührenbescheide aufgrund von Mehrkosten für Polizeieinsätze bei sogenannten Risiko-Spielen nicht rechtens sind.

Werders Geschäftsführer und Präsident Dr. Hubertus Hess-Grunerwald, der selbst an der mehrstündigen mündlichen Verhandlung teilnahm, sagte nach dem Urteil: “Wir sehen uns durch die Entscheidung des Gerichts in unserer Rechtsauffassung bestätigt. Es gibt aber keinen Grund für triumphale Reaktionen. Wir stehen weiterhin für einen konstruktiven Dialog bereit und freuen uns auch, dass Herr Rauball von Seiten der DFL heute erneut auf den Bremer Innensenator zugegangen ist und sich mit ihm parallel zu der voraussichtlich andauernden juristischen Auseinandersetzung auf Orientierungsgespräche verständigt hat. Wir sind sicher, dass dieses gesamtgesellschaftliche Problem nur durch aktive Zusammenarbeit eines starken gesellschaftlichen Netzwerks für alle Parteien zufriedenstellend in Angriff genommen werden kann“, so Dr. Hubertus Hess-Grunewald, der die guten Beziehungen zur Stadt außerhalb der Frage der Polizeikosten hervorhebt. 

Großes Medieninteresse bereits vor Verhandlungsbeginn (Foto: WERDER.DE).

„Werder und Bremen – das ist mehr als unterschiedliche Auffassungen zu Polizeikosten. Wir haben so viele Berührungspunkte und gemeinsame Projekte, dass ich einfach nicht glauben kann, dass es nicht auch in dieser Frage gerade vor dem Hintergrund des heutigen Urteils auch andere Wege gibt, die gemeinsamen Ziele – Sichere Spiele und geringerer Polizei-Aufwand – voranzutreiben.“

Direkt nach dem Urteil hatte sich DFL-Präsident zur Entscheidung des Bremer Verwaltungsgerichts wie folgt geäußert: "Fakt ist: Der Gebühren-Bescheid zur Bezahlung von Polizeikosten wurde für rechtswidrig erklärt und daher aufgehoben. Den Bedenken der DFL wurde in wesentlichen Punkten Rechnung getragen. Deshalb war es richtig und wichtig, die Angelegenheit gerichtlich prüfen zu lassen. Unabhängig davon, muss es nun weiter darum gehen, Lösungen im Sinne der Sache zu erarbeiten. Hierzu habe ich ein zeitnahes Orientierungsgespräch mit Senator Mäurer vereinbart. Gemeinsam mit allen Beteiligten - Verbänden, Vereinen, Politik, Polizei und Fans - muss es das Ziel sein, die Einsatzstunden der Polizei zu reduzieren. Die vordringlichste Aufgabe aller Beteiligter bleibt Gewaltprävention.

 

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