Wochen eines Duos

Atemberaubender April: Max Kruse und Fin Bartels treffen seit Wochen wie am Fließband (Foto: nordphoto).
Profis
Sonntag, 30.04.2017 // 10:46 Uhr

Von Yannik Cischinsky und León Küther

Sieben Jahre lang kennen sich Max Kruse und Fin Bartels. 2010 stürmten die beiden schon gemeinsam für St. Pauli ehe sich die Wege trennten und erst im vergangenen Sommer an der Weser wieder kreuzten. Doch seit einigen Wochen wirkt es, als hätte das Sturmduo nie etwas anderes getan als zusammen für Tore und Siege zu sorgen. „Sie harmonieren auf dem Feld einfach unheimlich gut“, bringt es Teamkollege Robert Bauer nach dem Sieg gegen Hertha BSC auf dem Punkt. Die Torschützen am Samstag: wieder mal Bartels und Kruse.

Der April ist der Monat des Duos: Bärenstarke acht Tore erzielte Max Kruse in den letzten sechs Bundesliga-Spielen, fünf Assists steuerte er zudem bei. Dreimal trug sich Fin Bartels im selben Zeitraum in die Torschützenliste ein, fünfmal betätigte er sich als Vorlagengeber. Sensationelle Werte, „die für sich sprechen. Sie sind gut eingespielt, kennen ihre Laufwege und treffen wie sie wollen“, fasst Bauer zusammen. „Fin und Max haben ein gutes Spielverständnis. Sie haben auch gestern wieder viel für die Mannschaft gearbeitet und sind wieder viele Wege gegangen“, fügt Frank Baumann hinzu.

Erzielte gegen Hertha BSC sein sechstes Saisontor: Fin Bartels (Foto: nordphoto).

Gegen die "Alte Dame" aus der Hauptstadt traf Bartels nach neun Minuten auf Vorlage von Kruse, nur sechs Minuten später vollstreckte Kruse nach Vorarbeit von Bartels. „Das hat heute wieder gut geklappt“, sagte Kruse mit einem Schmunzeln. Etwas euphorischer fiel der Seitenblick von Bartels auf seinen Sturmpartner aus. „Der Pass vor dem 1:0 war richtig stark. Max hat einfach ein tolles Auge für den Raum, man muss immer damit rechnen, dass er solche überragenden Pässe spielt“, lobte der 30-Jährige.

Doch während Kruse bereits nach seinem Viererpack gegen Ingolstadt im Rampenlicht stand und von allen Seiten mit Komplimenten überschüttet wurde, rückte Robert Bauer im Anschluss an den Heimspiel den unauffälligeren Part des kongenialen Duos in den Fokus. „Es freut mich besonders für Fin, der immer etwas im Schatten steht. Er bringt seitdem er bei Werder ist immer seine Leistung, hat immer zahlreiche Tore erzielt und Assists beigesteuert. Ich finde, dass wird manchmal nicht ausreichend gewürdigt.“