Das eine Jahr

Max Kruse über seine Zeit in Freiburg

Könnte gegen seinen Ex-Arbeitgeber Freiburg wieder auflaufen: Max Kruse (Foto: nordphoto).
Profis
Dienstag, 28.03.2017 // 17:43 Uhr

Von Yannik Cischinsky

Max Kruse hat die Länderspielpause genutzt. Werders Strippenzieher in der Offensive hat seine muskulären Probleme auskuriert. „Mir geht es bestens“, sagt Kruse, der das Heimspiel gegen RB Leipzig verletzungsbedingt verpasste, gut gelaunt im Gespräch mit WERDER.DE. Einem Einsatz am Wochenende stünde „nichts mehr im Wege“. Samstagnachmittag könnte der 28-Jährige wieder auf die Bundesliga-Bühne zurückkehren, im Duell mit seinem alten Klub, dem SC Freiburg.

Ein Jahr lang stand Kruse bei den Breisgauern unter Vertrag. Ein Jahr, das bis heute für ihn mit „vielen positiven Erinnerungen“ verbunden ist: „Freiburg war die Station in meiner Karriere, die mich am weitesten nach vorne gebracht hat. Ich kam aus der zweiten Liga und habe dort meine erste richtige Saison als Bundesliga-Profi absolviert. Für mich, aber auch für das ganze Team, lief es super. Es war ein sehr gutes und erfolgreiches Jahr“, blickt Kruse zurück. 

Eine Saison lang trug Max Kruse das Trikot des SC Freiburg (Foto: nordphoto).

Unter der Leitung von Christian Streich landete der SCF damals auf dem achten Tabellenplatz, im DFB-Pokal endete die Reise der Freiburger erst im Halbfinale mit einer knappen Niederlage gegen den VfB Stuttgart. „Für mich persönlich war es vielleicht sogar etwas besser, dass wir nicht ins Finale eingezogen sind“, blickt Kruse mit einem Schmunzeln auf das Frühjahr 2013 zurück. Denn weil Kruse nicht zum Pokal-Endspiel nach Berlin reisen musste, war Zeit, um kurz darauf erstmals mit der deutschen Nationalmannschaft in die USA zu reisen und dort sein DFB-Debüt zu geben.

Streich, der vor knapp fünf Jahren gemeinsam mit Kruse in Freiburg startete und am Samstag in seinem 201. Pflichtspiel als SC-Coach an der Seitenlinie stehen wird, hatte großen Anteil an dem damaligen Höhenflug der Breisgauer. Doch nicht nur daran: Auch für den endgültigen Durchbruch Kruses war Streich maßgeblich verantwortlich. In allen 39 Pflichtspielen der Saison 2012/13 setzte er den Offensivmann ein. „Er hat einen sehr, sehr großen Anteil an meiner Entwicklung, dafür bin ich ihm heute noch dankbar“, sagt Kruse. Immer noch haben beide regelmäßig Kontakt via SMS.

„Er gibt sich so, wie er ist. Er verstellt sich nicht. Er hat zu sehr vielen Dingen eine Meinung und äußerst diese in der Öffentlichkeit. Das finde ich gut“, sagt Kruse über seinen ehemaligen Übungsleiter. Der 51-jährige Trainer und sein 22 Jahre jüngerer Ex-Spieler sind auf einer Wellenlänge. „Wer mich kennt weiß, dass ich ähnliche ticke wie er und auch gerne meine Meinung preisgebe. Deswegen haben wir uns sehr gut verstanden.“ Auch wenn am Samstag aufgrund der 'Englischen Woche' nach dem Spiel nicht allzu viel Zeit bleiben wird, ein kurzes Gespräch zwischen den alten Bekannten wird es geben. Und sie werden sich sicher auch dann gut verstehen.