Mit Aggressivität, Körpersprache und Teamgeist

Zlatko Junuzovic: Der Österreicher freut sich auf das erste Heimspiel und die Stimmung im Weser-Stadion (Foto: nordphoto).
Profis
Freitag, 09.09.2016 // 17:09 Uhr

Von Michael Freinhofer

Werders Mittelfeldmotor Zlatko Junuzovic ist seit zwei Tagen wieder in Bremen und trainierte bereits am Donnerstagnachmittag erstmals nach der Länderspiel-Pause wieder mit den Grün-Weißen. Zum Heimspielauftakt wartet auf ihn und seine Mitspieler der FC Augsburg. „Die Vorfreude auf das erste Heimspiel ist sehr groß. Wir hatten eine lange Pause. Wenn man das Ende der letzten Saison hernimmt, wie uns die Fans unterstützt haben, dann freut man sich auf das erste Bundesliga-Spiel im Weser-Stadion,“ so der Österreicher.

Der Auftakt in die Pflichtspiel-Saison lief bekanntermaßen nicht nur für Werder Bremen sondern auch für den 28-Jährigen alles andere als positiv. „Wir wollen das erste Heimspiel gewinnen. Wir haben die Qualität und im Stadion wird eine super Stimmung herrschen. Das Ziel sind drei Punkte“, so Junuzovic vor dem Duell mit dem FCA. Der offensive Mittelfeldspieler sieht die Werder-Fans als wichtigen Faktor für das erste Heimspiel der Saison: „Die Fans stehen immer wie eine Wand hinter uns. Nur zusammen können wir es schaffen. Wir brauchen die Fans am Sonntag gegen Augsburg“, so der frischegebackene Vater.

Junuzovic fordert ein mutiges und aggressives Auftreten gegen den FCA (Foto: nordphoto).

Während die Grün-Weißen nach dem Bayern-Spiel und der Länderspiel-Pause im Test gegen Kickers Emden (8:1) Spielpraxis sammelten, reiste „Juno“ zur Nationalmannschaft. Zum Auftakt der WM-Qualifikation gegen Georgien (2:1) kam Werders bester Vorlagengeber der letzten Saison (12 Assists) für rund eine Stunde zum Einsatz. Beim Auftaktsieg mit Österreich sammelte 'Juno' also Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben. Auch innerhalb der Mannschaft gilt es nach dem schlechten Saisonstart eine andere Körpersprache auf dem Platz zu zeigen. „Am kommenden Sonntag müssen wir mutige Entscheidungen treffen, die Körpersprache muss besser und positiver werden. Wir müssen mit Selbstvertrauen agieren und das Spiel machen. Dann erspielen wir uns die nötigen Chancen “, zeigt sich der 28-Jährige zuversichtlich für die Partie gegen die Fuggerstädter.

Trotz der verletzungsbedingten Ausfälle von Leistungsträgern wie Claudio Pizarro, Max Kruse oder Santiago García wird die Verantwortung nicht nur auf den Schultern von Zlatko Junuzovic liegen. „Wir gewinnen zusammen und wir verlieren zusammen“, so Cheftrainer Viktor Skripnik. Auch Junuzovic sieht seine Rolle bei Werder als Teil des Ganzen: „Ich bin ein Teil der Mannschaft und versuche mein Bestes zu geben und die Stimmung im Team hochzuhalten. Ich entscheide keine Sachen alleine, sondern nur das Team gemeinsam. Jeder in der Mannschaft muss die Verantwortung übernehmen, egal ob jung oder alt. Wir müssen als Team agieren – alle an einem Strang ziehen und mit vollem Optimismus an die Sache rangehen.“