Fritz: "Noch nichts entschieden"

Kann trotz langer bevorstehender Ausfallzeit lächeln: Clemens Fritz (Foto: nordphoto).
Profis
Dienstag, 14.03.2017 // 16:50 Uhr

Mit dicker Schiene, auf Krücken, aber auch mit einem Lächeln im Gesicht erreichte Clemens Fritz am Dienstagmittag das Weser-Stadion. Der Kapitän ist zurück. Etwas „sperrig und nervig“ sei das ganze Konstrukt zwar, gab der 36-Jährige zu, doch trotz der gerade erst überstandenen Operation am rechten Sprunggelenk und der langen Ausfallzeit, die ihm noch bevorsteht, wirkte Fritz entspannt. „Natürlich war es im ersten Moment ein Schock, aber ich lasse mich davon mental nicht runterziehen. Ich weiß, dass alles wieder verheilt und wenn ich sehe, wie andere Fußballer teilweise von Verletzungen nicht verschont geblieben sind, dann muss man das auch mal im Verhältnis sehen“, so Fritz im Gespräch mit WERDER.DE.

Der langjährige Werder-Kapitän ist während seiner gesamten Karriere von schwereren Verletzungen weitestgehend verschont geblieben. Lediglich 2013/14 musste der dienstälteste Werderaner mit Leistenproblemen rund zwei Monate aussetzen, schlimmer traf es ihn nie. Umso ärgerlicher, möchte man meinen, dass ihn der Syndesmosebandriss ausgerechnet im voraussichtlich letzten Halbjahr seiner Karriere nun zu einer mehrmonatigen Auszeit zwingt. 

Doch davon lässt sich der Mittelfeldspieler nicht aus der Ruhe bringen. Wie es weitergeht, darüber hat er sich noch keinen Kopf gemacht. „Für mich ist erst einmal wichtig, dass alles gut ausheilt und ich wieder fit werde. Ich habe jetzt genug Zeit, mir Gedanken zu machen, aber noch ist nichts entschieden und es wird sich kurzfristig auch nichts entscheiden, da ich erstmal abwarte, wie schnell der Fuß wiederhergestellt ist“, so Fritz.

In den Tagen nach dem Darmstadt-Spiel und auch seit der Operation habe er kaum einen ruhigen Moment gefunden, Planungen über ein Karriereende oder eine weitere Bundesliga-Spielzeit anzustellen. Sicher ist nur: Der 36-Jährige wird die Reha angehen, „die Gedanken kommen zur gegebenen Zeit von ganz alleine“.

Am Samstag wird Fritz dann erstmals wieder im Weser-Stadion Platz nehmen. Das Heimspiel gegen RB Leipzig guckt er sich von der Tribüne aus an. „Das lasse ich mir nicht nehmen“, macht Fritz schmunzelnd klar. Für ihn ist diese Form der Unterstützung selbstverständlich. Andersherum hatte er von den Teamkollegen ja auch viele aufmunternde Worte und sogar einen Videogruß erhalten. „Das hat mich sehr berührt. Ich war sprachlos“, verrät Fritz. Am Wochenende will er diese Dankbarkeit zurückgeben, an einen Jubel ist aber nur im Sitzen zu denken.

Das gesamte Interview von Clemens Fritz mit WERDER.TV gibt es im obenstehenden Video oder hier.