Plötzlich zurück!

Luca Caldirola nach seinem Comeback in Freiburg

Luca Caldirola feierte gegen den SC Freiburg sein Bundesliga-Comeback (Foto: nordpoto).
Profis
Montag, 03.04.2017 // 17:31 Uhr

Von Yannik Cischinsky

Luca Caldirola hatte überhaupt keine Zeit sich darauf einzustellen. Gerade einmal fünf Minuten vor dem Spiel wusste der Innenverteidiger Bescheid. „Der Trainer kam zu mir und meinte 'Luca, du musst spielen!' Ich habe nur geguckt, dass ich schnell das Trikot angezogen bekommen und auflaufen kann“, berichtet Caldirola gegenüber WERDER.DE. Plötzlich Startelf, plötzlich Comeback – was für eine unerwartete Rückkehr!

Unmittelbar vor dem Anpfiff hatte Lamine Sané dem Trainerteam angedeutet, dass er nicht auflaufen könne. Adduktorenprobleme verhinderten einen Einsatz des Senegalesen. Werder-Coach Nouri musste reagieren und schickte Caldirola aufs Feld. „Ich habe nur gedacht: 'Endlich! Das ist meine Chance, darauf habe ich seit sieben Monaten gewartet.' Ich habe mich riesig gefreut auf dem Platz zu stehen“, blickt Caldirola zurück.

Gleich 90 Minuten lang verteidigte der Italiener im Abwehrzentrum der Grün-Weißen. Dabei hatte er seit seiner Knöchelverletzung im September lediglich zwei Drittliga-Partien mit der U 23 absolviert, dazu das Testspiel gegen den VfB Oldenburg. Spielpraxis? Fehlanzeige! Doch der 26-Jährige zeigte eine solide Leistung. „Die ersten 15 Minuten waren etwas ungewohnt, danach wurde es immer besser. Insgesamt war ich zufrieden mit mir“, so Caldirola.

Dass die Mannschaft dem geduldig und akribisch arbeitenden Rückkehrer ein derartiges Geschenk in Form des 5:2-Kantersieges machte, darüber kann sich Caldirola auch zwei Tage nach seinem Comeback „riesig“ freuen: „Was für ein geiles Gefühl! Wir haben auswärts gegen eine starke Mannschaft gewonnen, fünf Tore geschossen und ich habe auf dem Platz gestanden – es war ein super Tag für mich.“