Aufgalopp in die finale Phase

Fin Bartels hat genug von der Länderspielpause - er will zurück auf die "Koppel" (Foto: Heidmann).
Profis
Mittwoch, 29.03.2017 // 14:48 Uhr

Von Yannik Cischinsky

Peu à peu trudeln sie wieder an der Weser ein, die Nationalspieler. Ganz zur Freude von Fin Bartels, dem in den vergangenen Tagen „auf der Trainingswiese deutlich zu wenig los“ war, wie er es formuliert. Schließlich wäre der 30-Jährige nach dem überzeugenden 3:0-Heimerfolg gegen Leipzig am liebsten „direkt wieder auf die Koppel gegangen“. Werders nachweislich schnellstes Pferd im Stall scharrt also schon wieder kräftig mit den Hufen.

Am Samstag ist er mit den Grün-Weißen zum nächsten Ausritt nach Freiburg eingeladen. Die Vorfreude auf das Duell mit den Breisgauern ist groß. „Wir fiebern der Partie schon entgegen", so Bartels im Interview mit WERDER.TV, "jetzt müssen nur noch alle Nationalspieler von ihren Spielen zurückkehren." Er selbst nutzte die Länderspielpause, um „die Seele baumeln zu lassen, den Kopf frei zu kriegen und den Fokus auf die letzten nicht mal acht Wochen zu legen“. Da wolle man noch einmal Vollgas geben, die kleine Siegesserie im Rücken.

Im Hinspiel gegen Freiburg musste Werder eine empfindliche 1:3-Niederlage hinnehmen (Foto: nordphoto).

Ob die Freiburger, ebenfalls mit nur einer Niederlage aus den letzten sechs Partien, Werder dann ausbremsen können, wird sich zeigen. Der Tabellenachte ist gut drauf. „Ein unbequemer Gegner“, wie Bartels findet. „Man denkt bei Freiburg meistens nur an ‚Underdog‘, aber man muss sich nur vor Augen führen, wie viele Punkte sie schon geholt haben und wo sie stehen“, warnt Bartels. Für den Offensivakteur ist vor allem die Laufbereitschaft der Streich-Elf herausragend.

In den Hinterköpfen von Bartels und Co. könnte man auch noch die empfindliche 1:3-Niederlage aus dem Hinrunden-Duell vermuten. Doch das ist längst abgehakt: „Wir wissen, dass das Hinspiel nicht gut war, aber wir haben mittlerweile ein anderes Auftreten und gehen mit breiter Brust ins Spiel.“ Jede Partie startet bei null, das weiß auch Werders Offensivakteur. Dass er dazu nicht übermütig wird, gehört ohnehin zu Bartels‘ Naturell: „Respekt muss man sich in jedem Spiel neu erarbeiten. Und momentan gelingt uns das eben ganz gut.“