Delaney: "Das ist ein Geheimnis!"

Vier-Vier-Zwei mit Thomas Delaney

Sein Lieblingsessen: italienisch. Seine Vorbilder: Italiener. Thomas Delaney im Vier-Vier-Zwei (Foto: Heidmann).
Interview
Mittwoch, 15.02.2017 // 16:11 Uhr

Notiert von Yannik Cischinsky

Über Thomas Delaney ist seit seinem Wechsel an die Weser viel geschrieben worden. Der charismatische Mittelfeldakteur wurde in zahlreichen Portraits vorgestellt. Das große Interesse an seiner Person hat Delaney mit bis dato überzeugenden Leistungen auf dem Platz gerechtfertigt, er ist eine echte Verstärkung für den SV Werder. Doch was weiß man über den 24-Jährigen noch nicht?

WERDER.DE stellt Thomas Delaney im "Vier-Vier-Zwei"-Interview vor. Im Check-Up mit vier sportlichen, vier persönlichen und zwei außergewöhnlichen Fragen, blickt der sprachbegabte Däne unter anderem auf das komplizierteste Wort seiner Muttersprache, die Übrigbleibsel seiner irischen Wurzeln und eine Eigenschaft, die ihn an sich selbst richtig nervt.

Vier sportliche Fragen:

Eine Mischung aus Gattuso und Pirlo, davon träumte Thomas Delaney als Kind (Foto: nph).

# Als kleiner Junge wollte ich immer spielen wie…

„… ein bisschen wie Pirlo und ein bisschen wie Gattuso. Die Technik von Andrea Pirlo und die Power von Gennaro Gattuso. Das wäre die perfekte Mischung.“

# Das beeindruckendste Stadion, in dem ich bisher gespielt habe…

„… war rein von der Größe her das Santiago Bernabéu in Madrid, aber das Champions-League-Spiel gegen Galatasaray in Istanbul war von der Atmosphäre her einfach viel unglaublicher. Es war so laut, so viele Menschen sind ausgerastet. Es war fast schon eine feindliche Stimmung, einfach komplett verrückt.“

# Meine schwierigste Phase als Fußballer…

„… waren die ersten Jahre als Kapitän von Kopenhagen. Das war sehr schwierig für mich. Ich habe in meinen Augen nicht allzu viel gespielt. Ich war noch sehr jung und unerfahren, es war nicht meine beste Periode.“

# Die spannendste Person, die ich im Fußball bisher kennengelernt habe...

„Das ist eine wirklich schwere Frage (überlegt). Ich habe schon echt verrückte Fußballer kennengelernt, aber auch mit sehr ruhigen, entspannten Persönlichkeiten zusammengespielt. In Kopenhagen hatte ich einen Teamkollegen namens Tom Högli. Wir alle in der Mannschaft gehen fest davon aus, dass er nach seiner Karriere ein Politiker wird. Er ist sehr smart, sehr ruhig und er ist äußerst diplomatisch, freundlich zu allen Menschen. Das ist beeindruckend.“ 

Vier persönliche Fragen:

Die Lockenpracht, das vermutlich letzte irische Gen von Thomas Delaney (Foto: nordphoto).

# Ein gutes Essen ist für mich…

„… Pasta. Ich liebe Pasta! Aber vielleicht habe ich etwas zu viel Nudeln gegessen. Als Fußballer isst man schnell jeden Tag Nudeln mit Bolognese. Im Trainingslager: Pasta. Am Spieltag: Pasta. Aber auch wenn ich aus dem Trainingslager zurückkehre gibt es bei mir Bolognese, schließlich gibt es die beste Pasta Bolognese, selbstgekocht von mir natürlich. Was da reinkommt, das ist ein Geheimnis (lacht). Ich gehe allerdings auch gerne zu einem guten Italiener. In Kopenhagen kann man hervorragend Essen gehen. Die Stadt gehört in meinen Augen unter die Top 5 der besten 'Ausgeh-Orte' in der Welt."

# Das Irische an mir sind…

„… die Haare. Ich trinke nicht zu viel Bier oder gehe singend in die Kneipe (lacht). Ich habe keine besonders große Beziehung zu Irland, diese Wurzeln meinerseits liegen weit zurück im 19. Jahrhundert.“

# Die Eigenschaft, die mich an mir am meisten nervt…

„... ist, dass ich im Privaten manchmal sehr unorganisiert bin. Zum Glück hilft mir meine Frau dabei.“

# Eine Sache über mich, die keiner weiß…

„Okay, dann muss ich an dieser Stelle doch das Geheimnis um die wichtigste Zutat bei der Bolognese lüften. Es ist Butter (lacht).“

Zwei außergewöhnliche Fragen:

# Das komplizierteste deutsche Wort, das ich kennengelernt habe…

„… ist 'genau'. Es ist vielleicht nicht kompliziert auszusprechen, aber ich habe immer noch nicht verstanden, was es exakt bedeutet. Es scheint, als hätte es eine extrem große Bandbreite an Bedeutungen und man könne es immer und überall verwenden. Ich benutze es für richtig, für Okay, für 'Ich mache es', ich benutze es einfach die ganze Zeit ohne zu wissen, was es heißt (lacht).“

# Und das komplizierteste dänische Wort…

„Das ist eindeutig für mich: Atomkraftværknedsmeltning, also übersetzt die Kernschmelze in einem Atomkraftwerk. Das finde ich schon ziemlich schwierig.“