Energische Premiere

Feierte beim Gastspiel in Ingolstadt sein Bundesliga-Debüt: Sambou Yatabare (Foto: nordphoto).
Profis
Sonntag, 21.02.2016 // 14:25 Uhr

Von Steffen Wunderlich

Diese Premiere hat sich Sambou Yatabaré sicher anders vorgestellt. Beim Auswärtsspiel in Ingolstadt gab der Neuzugang nach mehr als drei Wochen endlich sein Debüt im Werder-Trikot. Zwar sorgte der Malier auch unmittelbar nach seiner Einwechslung zur Halbzeitpause für ordentlich Schwung im grün-weißen Mittelfeld, ging energisch in jedes direkte Duell und belebte gleichzeitig die Offensive. Und dennoch musste er mit seinen Teamkollegen die 0:2-Niederlage einstecken.

Bei seiner Premiere kam der Defensivakteur im rechten Mittelfeld zum Einsatz. Kein Problem für Yatabaré. „Der Trainer kam vor dem Spiel zu mir und hat mich gefragt. Ich habe natürlich ja gesagt. In meiner Karriere habe ich im Mittelfeld schon überall gespielt. Das war nichts Neues für mich", erklärt der malische Nationalspieler. Und deshalb ging Yatabaré völlig unaufgeregt an die neue Aufgabe "Bundesliga". Der Debütant suchte jeden Zweikampf und überzeugte mit gefährlichen Flanken in den Strafraum. Doch glücklich mit seinem ersten Werder-Spiel ist der Winterneuzugang nicht: „Wir haben verloren. Ehrlich gesagt, hätte ich lieber nicht gespielt und dafür gewonnen."

Hart arbeiten, gut vorbereiten und gewinnen

Sambou Yatabaré hat nach seinem Debüt einige Fragen zu beantworten (Foto: nordphoto).

Auch der kurz vor dem Schlusspfiff verschuldete Elfmeter trübt die Stimmung des Debütanten. „Ich wollte ihn unbedingt aufhalten. Leider ist er einfach gefallen und der Schiedsrichter hat gepfiffen. Wenn ich der Referee gewesen wäre, hätte ich natürlich anders entschieden. Aber das ist nicht meine Aufgabe", so der Mittelfeldakteur. Auf die Frage der Journalisten, ob er übermotiviert gewesen sei, antwortet der Malier mit einem Schmunzeln: „Man kann nie zu viel Lust auf Fußball haben."

Nicht zuletzt deshalb geht Yatabaré die kommenden Aufgaben optimistisch an. „Diese Mannschaft gibt mir Hoffnung. Wir haben ein gutes Team zusammen. Deshalb habe ich keine Angst, dass wir absteigen. Für mich spielen wir nächste Saison weiter Bundesliga", so der Malier. Folgerichtig ist der 26-Jährige für die nächste Partie gegen Darmstadt voller Zuversicht: „Wir werden uns gut vorbereiten, hart arbeiten und dann gegen Darmstadt gewinnen."