Entwicklung durch Erfahrung

Torhüter Felix Wiedwald stand den Journalisten am Mittwochmittag in der Mixed Zone Rede und Antwort (Foto: nph).
Profis
Mittwoch, 23.09.2015 // 17:56 Uhr

Verschnaufpause? Fehlanzeige! Mit der zweiten Niederlage in Folge kehrten die Grün-Weißen am Mittwochmittag zurück nach Bremen. Gleich nach der Ankunft am Bremer Flughafen stand für Wiedwald, Junuzovic und Co. der Transfer zum Weser-Stadion und die nächste Trainingseinheit auf dem Programm. Denn nach den letzten beiden Spielen gegen Ingolstadt und Darmstadt gab es keine Zeit zu verlieren, mächtig Gesprächsstoff und natürlich Verbesserungsbedarf. „Die Stimmung ist durch die ernüchternde Partie gegen Darmstadt natürlich getrübt. Wir hatten uns sehr viel mehr vorgenommen", erzählte Felix Wiedwald.

Der Schlussmann des SV Werder weiß ganz genau, dass die „bittere Niederlage" gegen den SV Darmstadt 98 auch auf seine individuellen Fehler zurückzuführen ist. „Es war ein zerfahrenes Spiel in dem wir eigentlich gut dagegenhalten konnten, am Ende jedoch unglücklich verloren haben. Natürlich auch durch meine Fehler. Wir haben uns allerdings während der Partie zu sehr der Spielweise der Darmstädter angepasst und zu viele lange Bälle geschlagen. So hatten wir uns das nicht vorgenommen", erklärte der 25-Jährige.

Der Keeper zeigte einen Tag nach dem Spiel jedoch nicht nur Einsicht, sondern konnte sogar Positives aus dieser unschönen Situation mitnehmen. „Ich habe versucht diese Partie und meine Leistung über Nacht zu verarbeiten. Es war und ist keine schöne Erfahrung. Vor allem bei der Entstehung des Elfmeters habe ich meiner Mannschaft einen Bärendienst erwiesen. Da muss ich wegbleiben. Aber genau diese Erfahrung bringt mich in meiner Entwicklung weiter", so Wiedwald, der auf den Rückhalt seiner Kollegen bauen kann. „Aber die Jungs unterstützen mich gerade wo sie können, sprechen mit mir und schenken mir Mut", so der Keeper.

Viel Zeit für Eingeständnisse und Analysen bleibt aber nicht. Schon am Samstag, 26.09.2015, um 15.30 Uhr, trifft der SV Werder im nächsten Heimspiel der Saison 2015/2016 auf die „Werkself" aus Leverkusen. Auch Wiedwald weiß: „Gegen Leverkusen haben wir, wenige Tage nach diesem Rückschlag, schon wieder die Möglichkeit diese Fehler gut zu machen und drei Punkte zu holen. Natürlich hat Leverkusen viel Qualität in den Reihen und beherrscht ein gefährlich schnelles Umschaltspiel. Aber wir können uns Zuhause mit jedem Team messen. Vor allem wenn wir mit der gleichen Einstellung auflaufen, die Ingolstadt und Darmstadt an den Tag gelegt haben." Das bedeutet dann 90 Minuten ohne Verschnaufpause.

Von Svend-Philipp Kallmayer