Bitteres EM-Aus für Kleinheisler

Ungarn verliert gegen eiskalte Red Devils

László Kleinheisler verletzte sich beim Aufwärmen und musste gegen Belgien zuschauen (Foto: nordphoto).
László Kleinheisler
Sonntag, 26.06.2016 // 23:16 Uhr

Von Michael Freinhofer

Für die ungarische Nationalmannschaft endete das EURO-Märchen im Achtelfinale gegen Belgien. Die "Red Devils" wurden ihrer Favoritenrolle gerecht und besiegten beherzt kämpfende Magyaren 4:0 (1:0). Werders László Kleinheisler konnte nicht mitwirken. Der Mittelfeldspieler stand zunächst in der Startelf, verletzte sich beim Aufwärmen und musste die deutliche Niederlage seiner Mannschaft von der Bank aus mitverfolgen. Belgien mühte sich trotz eines frühen Tores (10.) lange gegen wackere Ungarn. Ein Doppelschlag in der Schlussphase (78. und 79.) brach aber dann den Wiederstand des EM-Überraschungsteams. Yannick Carrasco besorgte den verdienten 4:0-Endstand (91.) der Belgier, die im Viertefinale nun auf Wales treffen.

Das EM-Aus kam für einen der stärksten ungarischen EM-Spieler - László Kleinheisler, doppelt bitter. Der offensive Mittelfeldspieler von Werder Bremen laborierte seit dem Abschlusstraining an einer Muskelverhärtung. Beim Aufwärmen im "Stadium Municipal" in Toulouse dann der Schock und die große Enttäuschung bei Kleinheisler. Der 1,73 Meter große Wirbelwind hatte zwar begonnen, sich mit den Mitspielern aufzuwärmen, konnte aber seinem Trainer, Bernd Storck, kein grünes Licht für einen Einsatz geben. Der Rotschopf wurde im Achtelfinale durch Ádám Pintér ersetzt.

Kleinheisler Werders bester EM-Teilnehmer

László Kleinheisler spielte bei der EM groß auf (Foto: nordphoto).

Zusammenfassend war es für den Werder-Akteur dennoch eine erfolgreiche EURO in Frankreich. Beim 2:0-Auftaktsieg gegen die Österreicher wurde Kleinheisler, der ein Tor vorbereitete, zum "Man of the Match" gewählt. Gegen die Isländer leitete er den 1:1-Ausgleichstreffer ein. Nach zwei starken EM-Auftritten wurde der gelbvorbelastete Kleinheisler für das letzte EM-Gruppenspiel gegen Portugal geschont. Die ungarische Auswahl konnte bereits vor dem packenden 3:3-Unentschieden gegen die Portugiesen das Ticket für das Achtelfinale lösen. Die stark aufspielenden Ungarn, die sich als Gruppensieger überraschend den Einzug ins Achtelfinale sicherten, zeigten bei dieser EM-Endrunde, dass sie sich zurecht erstmals seit 44 Jahren wieder für eine Europameisterschaft qualifiziert haben. Nach Theo Gebre Selassie mit Tschechien und Zlatko Junuzovic mit Österreich, muss nun der dritte und letzte Werder-Spieler die Heimreise antreten.