Von unten nach oben

Anthony Ujah steht mit den Grün-Weißen vor einer richtungsweisenden Woche (Foto: nph).
Profis
Mittwoch, 21.10.2015 // 16:10 Uhr

Für Stürmer Anthony Ujah ist der SV Werder bereits die dritte Station in der Bundesliga. Schon 2011 wechselte der heute 25-Jährige in das deutsche Fußball-Oberhaus - zu Ligakonkurrent Mainz 05. Ein Jahr später wagte er den Schritt zum 1. FC Köln, ehe er zu dieser Saison bei den Grün-Weißen anheuerte. Seine bisherigen Vereine behält der Nigerianer in guter Erinnerung, doch was jetzt zählt sei „unsere Situation", so Ujah.

Für Anthony Ujah und die Grün-Weißen beginnt am Mittwoch eine heiße Woche. Nach fünf Niederlagen in Folge stehen nun zwei Spiele auf dem Programm, die richtungsweisend sein werden. Am Samstag, 24.10.2015, um 15.30 Uhr (ab 15.15 Uhr im Live-Ticker auf WERDER.DE) trifft der SV Werder zunächst in der Bundesliga auf Mainz 05. Vier Tage später folgt die DFB-Pokal-Partie gegen den 1. FC Köln. Zwei Erfolge und die Grün-Weißen wären zurück in der Spur. Das ist das Ziel,  davon ist auch Ujah überzeugt: „Ich bin ganz sicher, dass wir auch nach den letzten Rückschlägen wieder zurückkommen. Wir müssen optimistisch nach vorne schauen - und das tun wir!"

Um weiterhin zuversichtlich zu bleiben „müssen wir als Mannschaft zusammenhalten und immer weiter kämpfen. Unser Team hat Qualität", weiß Ujah und richtet die nächsten Worte an die Mannschaft: „Daran müssen wir glauben!" Doch purer Optimismus allein reicht in einer solchen Situation nicht aus. Es fehlen Punkte und die sollen in dieser Woche auf dem Konto der Grün-Weißen landen. „Die Mannschaft hat in der Vergangenheit und vor allem letzte Saison gezeigt, dass sie von unten nach oben kommen kann. Wir müssen die momentane Situation erneut so schnell wie möglich verändern. Wir brauchen jetzt ein Erfolgserlebnis", so der Stürmer.

Ujah vor Duellen mit der Vergangenheit

In den beiden nächsten und außerordentlich wichtigen Partien geht es für den Nigerianer gegen seine beiden letzten Vereine. „Das ist vollkommen nebensächlich, darüber denke ich nicht nach. Im Gegenteil, ich denke nur an unsere Situation. Ich will beide Spiele gewinnen", so Ujah. Einen Plan für die nächsten Spiele hat er sich schon zurechtgelegt: „Wenn wir viel Engagement zeigen, laufen und kämpfen, dann können und werden wir etwas erreichen!"

Neben Kampf- und Laufbereitschaft geht es zusätzlich darum, den Gegner eingehend zu analysieren. Vor allem im Hinblick auf das Pokalspiel gegen Köln kann Ujah dabei natürlich helfen: „Ich bin nicht überrascht, dass Köln so gut dasteht in der bisherigen Saison. Sie haben eine gute Mannschaft und einen guten Trainer. Sie machen die Räume dicht und lassen wenige Chancen zu. Daran kann man als Gegner leicht verzweifeln. Zusätzlich versuchen sie immer alles aus ihren eigenen Chancen herauszuholen und gerade auf das Konterspiel der Kölner muss man höllisch aufpassen", weiß Ujah durch die drei im Verein verbrachten Jahre.

Doch bei allem Lob für seine Ex-Vereine möchte Ujah noch eines loswerden: „Es gibt für mich bei den Duellen keine Emotionen. Natürlich besteht Kontakt zu einigen ehemaligen Kollegen, aber ich bin hierher gewechselt, weil der SV Werder ein geiler Verein mit viel Tradition ist. Es geht für mich nur um uns und unseren Weg zurück in die Erfolgsspur." Mit Erfolgen gegen Ujahs ehemalige Klubs Mainz und Köln, soll dieser Weg nun eingeleitet werden.

Von Svend-Philipp Kallmayer