Anthony Ujah: "Das ist mein Tag"

Gefeierter Matchwinner: Anthony Ujah in den Armen der jubelnden Werder-Fans (Foto: nph).
Profis
Donnerstag, 29.10.2015 // 00:35 Uhr

Anthony Ujah und eine Geschichte, die nur der Fußball schreibt. Wie schon gegen Mainz entschied der 24-jährige Nationalspieler auch die Partie gegen den 1. FC Köln. Es war das zweite Duell gegen einen Ex-Arbeitgeber innerhalb ...

Anthony Ujah und eine Geschichte, die nur der Fußball schreibt. Wie schon gegen Mainz entschied der 24-jährige Nationalspieler auch die Partie gegen den 1. FC Köln. Es war das zweite Duell gegen einen Ex-Arbeitgeber innerhalb von vier Tagen, zum zweiten Mal siegte Werder, zum zweiten Mal drückte Ujah der Partie dank eines überragenden Treffers zum 1:0-Sieg seinen Stempel auf.

Dabei war es für den Hauptdarsteller bei Weitem kein leichter Abend. „Für mich war es ein schwieriges Spiel und ein komisches Gefühl, gegen Köln zu treffen. Ich habe jeden Tag seit dem Mainz-Spiel an dieses Spiel heute gedacht. Vielleicht habe ich mir auch zu viele Gedanken gemacht", so Ujah. Der Treffer war für ihn daher eine doppelte Erlösung. „Ich bin sehr glücklich über mein erstes Heimtor. Da ist mir schon schwer gefallen, nicht zu jubeln", gab er zu.

Dennoch: Mit der Freude, unmittelbar nachdem das Leder im Netz zappelte, hielt sich Ujah zurück. „Aus Respekt vor den Kölner Fans und dem Verein habe ich darauf verzichtet", erklärte der Stürmer. „Es tut mir Leid für die Köln-Fans, aber ich bin jetzt Spieler von Werder Bremen und muss immer alles für diesen Verein geben. Toreschießen ist mein Job, so ist das im Fußball."

Für die Grün-Weißen war sein sehenswerter Treffer der Schlüssel zum Erfolg. Das Lob für den Matchwinner fiel dementsprechend groß aus. „Er hatte eine Phase, in der er nicht getroffen hat, aber er brauchte uns nichts beweisen. Heute hat er uns einmal mehr ein Spiel gewonnen. Überragend, wie er den Treffer erzielt", sagte Skripnik. Unter dem Strich bleibt ein Sieg, ein weiterer Ujah-Treffer und ein mehr als glücklicher Protagonist. „Das Weiterkommen tut extrem gut. Heute ist mein Tag."

Aus dem Weser-Stadion berichten Dominik Kupilas und Yannik Cischinsky